Skimming-Attacken nehmen zu, aber auf den Magnetstreifen kann noch keiner verzichten

Hayo Lücke

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Anti-Skimming-Modul. Bild: cordney.com

Kann man eigentlich von Glück sprechen, wenn man noch nicht Opfer einer Skimming-Attacke gewesen ist? Das Ausspähen von EC-Karten-Daten ist in den letzten Monaten ja immer mehr in Mode gekommen und durch die ständigen öffentlichen Diskussionen ertappe ich mich an Geldautomaten immer wieder dabei, wie ich zumindest den Kartenschlitz kritisch beäuge.

Mit viel Interesse habe ich deswegen zur Kenntnis genommen, dass das Bundeskriminalamt die deutschen Banken auffordert, bei der Ausgabe neuer Kreditkarten auf den Magnetstreifen zu verzichten. Nur so sei es möglich, den Neppern Paroli bieten zu können. Haupt-Argument: nur 5 Prozent aller deutschen EC-Kartennutzer setzen ihr „Plastikgeld“ auch im Ausland ein, wo noch nicht auf die eine sicherere Chip-Technologie gesetzt werden kann. Und siehe da: die Sparkassen haben dem BKA-Vorschlag bereits zugestimmt, wollen (und können) aber noch nicht komplett auf den Magnetstreifen verzichten.

Nach Angaben der Sparkassen sind die rund 45 Millionen ausgegebenen SparkassenCards bereits heute alle mit der neuesten Chip-Technologie ausgestattet. Im so genannten ELV-Verfahren, also dem Bezahlen mit Unterschrift, wird aber nach wie vor auf den Magnetstreifen gesetzt. Und diese Zahlungsvariante kommt heute noch mitunter am häufigsten zum Einsatz. Ab dem 1. Juli dieses Jahres sollen allerdings alle EC-Zahlungen nur noch über den Chip mit Eingabe der persönlichen Geheimzahl abgewickelt werden. An Geldautomaten soll die Chiptechnologie irgendwann im Jahre 2012 folgen.

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Heißt im Klartext: ganz so schnell, wie es sich das BKA wünscht, werden wird ein Abebben der Skimming-Angriffe wohl nicht erleben. Im Handel wird noch zu häufig auf das Bezahlen per Unterschrift gesetzt, Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker sind technisch noch nicht in der Lage auf den Magnetstreifen zu verzichten und auch beim Einsatz im Ausland wäre eine EC-Karte, die nur auf Basis von Chiptechnologie arbeitet, nutzlos. Magnetstreifenlose EC-Karten werden deswegen wohl erst irgendwann im Laufe der nächsten Jahre ausgegeben. Viel Zeit für Banditen, weiter Konten abzuräumen.

Viel Zeit aber auch, in denen die Kreditinstitute ihre Kunden für unverschuldet entstandene Skimming-Attacken entschädigen müssen. Der halbherzige Umstieg auf sicherere Chip-Technologie kostet alle Betroffenen nicht nur Nerven, sondern die Banken auch viel Geld. Von den behördlichen Ermittlungen will ich gar nicht erst reden. Eine interessante Idee hat der „Spiegel“ auf den Weg gebracht: neue EC-Karten nur noch mit deaktiviertem Magnetstreifen ausliefern, der erst dann aktiviert wird, wenn Kunden dies ausdrücklich wünschen. Finde ich gut, ist allerdings wohl mindestens solange nicht umsetzbar, wie Handel und Banken jene Technik nicht enstprechend umgerüstet haben, an denen die EC-Karte zum Einsatz kommt – ein Teufelskreis. Und die Skimming-Gauner freut’s…

(Hayo Lücke)

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Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.