2011 wird das Jahr, in dem uns alles gefällt

Jürgen Vielmeier

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I like: Investor Saad Khan beschreibt auf VentureBeat, wie er neulich Auto fuhr und er bei einem Song aus dem Autoradio spontan „Gefällt mir“ drücken wollte. Das geht natürlich nicht – noch nicht. Denn inzwischen hat sich der Gefällt-mir-Button aus Facebook heraus ja auf Websites ausgebreitet. Seitdem können einem Texte, Bilder oder Produkte gefallen. Zusätzlich zu Personen. Apple hat mit seinem größtenteils langweiligen sozialen Netzwerk Ping immerhin die Möglichkeit vereinfacht, Songs und Alben per Knopfdruck zu mögen, die man ehrlich erworben hat.

Mit Foursquare, Friendticker und Facebook Places kam quasi die Möglichkeit hinzu, Orte zu mögen. Auch wenn alle Dienste die Funktion noch „Einchecken“ oder ähnlich nennen, es ist das gleiche Prinzip. Und wie ich Facebook kenne, fällt den Jungs vielleicht ein gemeinsamer Begriff für beides ein, so wie man vor knapp einem Jahr Fans und Fanseiten durch „Gefällt mir“ ersetzt hatte.

Umfragen würden überflüssig, Likes wichtiger als Verkaufszahlen

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Was fehlt noch? Gar nicht mehr so viel vom nicht-virtuellen Leben da draußen. Menschen finden sich ja auf Facebook, man muss sie nur namentlich kennen, Geschäfte, Produkte auch, wenn sie eine Facebook-Seite haben. Für alles andere wird sich in diesem Jahr noch eine Lösung finden, zum Beispiel die Funktion zu mögen, dass mein Kollege mir eine Flasche Cola aus dem Automaten mitbringt. Doch halt, selbst das gibt es schon. Nennt sich Statusupdate, können die Freunde mögen, man selbst aber auch. Mehr ins Details gehend könnte man dann natürlich noch mögen, dass mir das rechte Stehklo in der Bürotoilette besser gefällt als das linke. Aber vielleicht gibt es auch Grenzen, was man mögen kann und anderen mitteilen muss und was nicht.

Nett wäre eine Art Wochenübersicht darüber, was meine Freunde und ich selbst in der Woche am meisten gemocht haben. Und toll wäre natürlich auch eine Liste der meistgemochten Dinge weltweit, ähnlich wie Twitters Trending Topics. Es müsste nur noch mehr ins Detail gehen als bisher. Dann könnte es bald Ranglisten für Handys, Bildschirme, Personen, Straßenbahnen, Orte geben.

Nach dem Hype kommen die „Profis“

Für Produkte interessant, würden Like-Zahlen neben Verkaufszahlen erscheinen und damit eine neue Währung bedeuten: Likes. Und natürlich könnte man auch wählen, welcher Spieler der deutschen Nationalmannschaft einem am besten gefällt oder welche politische Partei. Einfache Werkzeuge würden dabei helfen herauszufinden, wie viele Likes es in dieser und der Vorwoche gab. Umfragen würden dann praktisch überflüssig werden.

Immer nur mögen, wird aber irgendwann nicht mehr gehen. Genauso menschlich ist das Gegenteil: Dinge nicht zu mögen. Wenn es mich ärgert, dass der Chef mich eine Stunde länger arbeiten lässt oder mein Auto 500 Meter vor der Tankstelle liegen bleibt, dann will ich auch dafür Unterstützer. Und dann will ich die übelste Spelunke in meiner Gegend auf Platz 1 der meistgehassten Orte wiederfinden. Ich hab da auch schon eine im Auge. Mit Likes ließen sich theoretisch sogar Abstimmungen durchführen – was praktisch natürlich an Datenschutzbedenken scheitern würde.

Wie ginge es danach weiter, wenn wir alles gemocht oder gehasst haben? Vermutlich mit den Schattenseiten. Die Werbeindustrie wird sich einschalten und die Vermarktungsprofis, die den zu oft nicht-gemochten Personen, Orten oder Dingen wieder einen hellen Anstrich verpassen. Alles im Leben hat zwei Seiten: Yin und Yang Like und Dislike.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.