3,6 Millionen Anfragen: Facebook sperrt den Single-Alarm Breakup Notifier

Jürgen Vielmeier

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War es mehr als ein Witz? Die Facebook-App Breakup Notifier, die wir am Dienstag vorgestellt haben, wurde innerhalb weniger Tage mehr als 3,6 Millionen Mal heruntergeladen. Facebook hat die Anwendung allerdings jetzt gesperrt. Der Grund war in diesem Falle allerdings nicht die Absicht der App, die einem Stalking gefährlich nahe kommt, sondern der massenhafte Zugriff auf die Facebook API.

Breakup Notifier scannt die eigene Freundesliste auf Facebook und teilt dem Benutzer in einer E-Mail mit, wenn der oder die Angebetete darunter seinen oder ihren Beziehungsstatus in „Single“ geändert hat. Bei meinem Kurztest scheiterte die App alleine schon am Scannen meines Freundkreises, der so groß nun auch wieder nicht ist. Das ganze 3,6 Millionen Mal versucht, dürfte bei Facebook massiven Traffic verursacht haben. Den Zugriff hat das Social Network nun auf die Holzhammer-Art unterbunden.

Facebook teilte dem App-Entwickler Dan Loewenherz in einer E-Mail mit:

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Es waren wohl einfach zu viele Anfragen, die Breakup Notifier an das System gestellt hat. Im offiziellen Twitter-Account der App teilte Loewenherz schon vor der Sperrung wiederholt mit, die App kämpfe mit Ausfällen wegen Überlastung. Dort fordert Loewenherz das Netzwerk nun auf, die App wieder einzuschalten. Die Nutzer bittet er, an Facebooks offiziellen Twitter-Account zu schreiben, damit die App wieder aufgenommen wird. Derzeit prüfe man, ob sich die App wieder einschalten lasse, heißt es von Facebook. Aber ohne eine Änderung am Code der Anwendung dürfte das kaum geschehen. Unklar ist, warum Facebook dann auch Loewenherz‘ privaten Facebook-Account vorübergehend gesperrt hat. Ebenfalls wegen zu vieler Anfragen hatte Facebook auch die App „Blackmail Yourself“ teilweise gesperrt. Mit dieser App kann man dafür sorgen, dass kompromittierende Fotos von sich selbst veröffentlicht werden, sollte man nicht mit dem Rauchen aufhören.

Festzuhalten bleibt: Facebook lässt weiterhin fast jede Art von App zu – solange sie nicht das System lahmlegt. Reiner Schutz der Technik also, kein Schutz der Nutzer. Und natürlich leider auch kein Schutz der Nutzer vor sich selbst. Denn einen besseren Grund als Breakup Notifier dürfte es kaum geben, um sich klar zu machen was passiert, wenn man zu viel von seinem Privatleben preisgibt.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.