Wo auch sonst? Snoop Dogg veröffentlicht neues Album vorab bei MySpace

Jürgen Vielmeier

Anzeige

Rapper Snoop Dogg hat sein neues Album „Doggumentary“ komplett vorab und exklusiv auf MySpace veröffentlicht. Bitte wo? Auf dem gleichen MySpace, das nicht nur mausetot ist, sondern das auf dem Friedhof auch immer weniger besucht wird? Warum nur? Vielleicht, weil es trotz allem noch immer keine echte Alternative für Künstler gibt, um Hörern etwas exklusiv zu bieten. Streaming- und Downloaddienste wie Spotify, Simfy oder iTunes gehen den geraden Weg und bieten Alben zum offiziellen Start an. MySpace hatte trotz all seiner Nachteile in Sachen Musik einen alternativen Touch. Independent-Bands wurde es bei der Usability nicht gerade leicht gemacht, Songs hochzuladen. Aber gerade für sie bot MySpace die Möglichkeit einer exklusiven Plattform für Musik, zu der eine Alternative im Augenblick noch fehlt.

Update: Auch Simfy bietet einige Alben vor dem offiziellen Release zum Streaming an, wie mir Macus von Husen von Simfy in einer Mail schreibt. Zuletzt etwa Britney Spears und Avril Lavigne. Klingt nach noch einem Grund weniger für MySpace.

Interessant gemacht wurde MySpace immer wieder von bereits prominenten Künstlern wie Guns N’Roses oder eben jetzt Snoop Dogg, die auf MySpace ihre Alben vorab veröffentlichten. Für ein totes MySpace bräucht es in der Tat einen Nachfolger, eine viel genutzte Anlaufstelle, auf der Bands aller Welt sich präsentieren können und gefunden werden. Reichen die bisherigen Kandidaten nicht? Ich denke nicht, weil niemand so viele Seiten nach neuer Musik absucht. Besser für Bands wäre eine zentrale Anlaufstelle.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Hierzu taugen im Moment weder Soundcloud, noch Bandcamp, Mufin, iLike oder Restorm, die ihren Fokus anders gesetzt haben. Eher wie MySpace Music wirkt dafür Jamendo. Streaming-Dienste wie Last.fm setzen mehr auf Profi-Content, könnten aber auch gerade für Nachwuchsbands interessant werden. Warum nicht Facebook? Deswegen. Aber für eine gemeinsame Plattform abseits des krakenartigen Freunde-Netzwerks besteht durchaus Bedarf. Fraglich ist nur, ob die Betreiber bei den oft teuren Hostingkosten damit Geld verdienen können – die Archillesferse für Musikdienste seit jeher. Gerade Jamendo hatte deswegen im vergangenen Jahr mit Problemen zu kämpfen und dachte über einen Verkauf nach. Vielleicht wird das von anderen als Warnung verstanden, so einen Dienst gar nicht erst anzupacken.

Bereits bekannte Künstler können es sich indes eigentlich aussuchen, wo sie ihre Musik vorab veröffentlichen. Das ginge auf der eigenen Website genauso wie auf Facebook. Von daher präsentiert sich Snoop Doogs Marketing als etwas rückständig – oder man wollte MySpace noch einen letzten Gefallen tun, bevor das Netzwerk ganz in der Versenkung verschwindet.

(Jürgen Vielmeier)

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
PreMaster Program | Software Engineer for MEM...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.