iOS-Update 4.3.3: Apple verkürzt Ortsdatenspeicherung auf eine Woche und alle haben sich wieder lieb

Jürgen Vielmeier

… aber der eiserne Ritter konnte die schöne Prinzessin einfach nicht besänftigen. Also entschloss er sich dazu, sie mit einem Kompromiss zu verwirren. Er würde nicht mehr ein ganzes Jahr auf Schritt und Tritt protokollieren, wo sie gerade ist, sondern nur noch eine Woche lang. Da gab die Prinzessin alle Vorbehalte auf und sie fielen sich wieder verliebt in die Arme. Fielen sie doch. Oder?

Anders gesprochen: Apple hat das Update 4.3.3 seines mobilen Betriebssystems iOS veröffentlicht. Nur eine Woche nach der Ankündigung, dass man die stark kritisierte Standortdatenbestimmung von iPhones und iPads von einem Jahr auf eine Woche herunterfahren würde, ist das Update schon da. Es reduziert damit die Größe der Datenbank, die allerdings nach wie vor bestehen bleibt. Die Protokollierung der Standortdaten lässt sich auf Wunsch künftig ganz abschalten. Die Position von Funkmasten und WLANs in der Umgebung würden dann nicht mehr aufgezeichnet. Dies war bislang offenbar trotzdem noch der Fall, auch wenn man die Ortungsdienste in den Einstellungen ausschaltete. Tut man dies nun, soll der komplette Protokollcache gelöscht werden.

Apple mit blauem Auge davongekommen

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Die stark kritisierte Datenbank consolidated.db soll nicht mehr an iTunes übertragen werden. Eifersüchtige Ehepartner oder Hacker könnten die – ohnehin sehr ungenauen – Daten dann nicht mehr nutzen, um herauszufinden, wo der iPhone- oder iPad-Besitzer wann wo war. Die Datenbank bleibt allerdings auf den mobilen Geräten erhalten und soll auch im iOS 4.3.3 nicht verschlüsselt werden, was von vielen gefordert worden war.

Und jetzt haben sich alle wieder lieb? Apple hatte betont, dass die lange Speicherung der Standortdaten ein Softwarefehler gewesen sei. Die Daten würden nur gespeichert, um Services für den Kunden zu verbessern. Gleichwohl hatte sich Apple die lange Speicherung Jahre zuvor patentieren lassen. Mit der kürzeren Speicherung und der Möglichkeit, sie ganz abzuschalten, ist nun der Status hergestellt, wie er von Anfang an hätte sein sollen. Apple ist hier mit einem blauen Auge davongekommen. Denn die Vorwürfe, mit Behörden in Sachen Vorratsdatenspeicherung gemeinsame Sache zu machen, wogen schwer. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang einen Kommentar im FSCKlog von Leser „Stolperstein“, der die Positionsdatenbank noch länger behalten will:

Das Update werde ich mir vorerst wohl sparen. Dafür möchte ich zu gern etwas länger mit der consolidated.db herumspielen. Das sind meine Ortsdaten, auf die will ich eigentlich auch Zugriff haben. Also so wie bisher…

(Jürgen Vielmeier, Foto: Apple)

Zins-Knaller bei der NIBC!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld – bei täglicher Verfügbarkeit!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
(Junior) Social Media Manager*in (m/w/d) – Be...
Digital Vision Academy in Berlin
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.