Eigener Store für Apples iPhone: Facebook plant die Majestätsbeleidigung

Jürgen Vielmeier

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Kalter Krieg zwischen Facebook und Apple: Laut einer Techcrunch-Meldung bastelt größte soziale Netzwerk der Welt an einem eigenen mobilen App Store. Die Apps sollen auf HTML 5 basieren und direkt auf Apples mobilem Safari-Browser aufsetzen. Los gehen soll es mit dem Projekt, das den Arbeitstitel „Project Spartan“ trägt, bereits in einigen Wochen. 80 externe Entwickler seien damit beschäftigt, schreibt MG Siegler, der das Projekt angeblich mit eigenen Augen gesehen hat. TechCrunch lag in der Vergangenheit allerdings nicht immer richtig, von daher betrachte ich die Meldung nach wie vor als Gerücht.

Über den eigenen Marktplatz könnte Facebook Spiele und andere Anwendungen auf iPhone, iPad und iPod touch bringen. Apple kann sich dagegen nur schwer wehren. Denn die Apps kommen nicht aus dem App Store, sondern finden ihren Weg an die Oberfläche über Lesezeichen. Facebook würde damit Plattform-unabhängige Web-Apps fördern, die sich nach Ansicht vieler Experten langfristig ohnehin gegenüber nativen Apps durchsetzen werden. „Project Spartan“ soll natürlich noch auf anderen Smartphone-Systemen wie Android laufen. Priorität soll laut Siegler aber zunächst iOS haben – ein klarer Affront gegen Apple.

Rache dafür, dass Apple Twitter bevorzugt behandelt?

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Das Verhältnis zwischen beiden Unternehmen ist in den vergangenen Monaten merklich abgekühlt. Zuletzt hatte Apple Twitter tiefer in die neue Version von iOS integriert. In iOS 5 wird es etwa möglich sein, Fotos direkt mit einer Taste an Twitter zu schicken. Eine solche Verzahnung wäre auch mit Facebook sinnvoll gewesen, das ist in Apples Plänen allerdings nicht vorgesehen. Es könnte eine Retourkutsche dafür gewesen sein, dass Facebook Apples zweifelhaftes soziales Musiknetzwerk Ping nicht in sein System einbinden wollte. Es soll deswegen Gespräche zwischen Steve Jobs und Mark Zuckerberg gegeben haben, die aber ohne positives Ergebnis verliefen.

Statt dessen kann man auf Twitter via Ping kundtun, was man gerade auf iTunes hört oder gekauft hat. Apple dürfte Twitter für diese Kooperation mit der tieferen Integration in iOS 5 gedankt und Facebook gleichzeitig abgestraft haben. Wenn Facebooks Shop kommt und wenn er offen für alle Entwickler wird, dann könnte es der Durchbruch für Web-Apps respektive HTML-5-Apps werden. Marktplätze für Web Apps auf iOS gibt es zwar schon seit einiger Zeit, wie etwa OpenAppMkt. Facebook hat mit seiner Größe, Nutzerzahl und Marktmacht aber die Chance, Web-Apps zum Durchbruch zu verhelfen. App-Entwickler und die Anbieter von Nischensystemen wie WebOS und MeeGo dürften es dem Netzwerk danken.

(Jürgen Vielmeier, Bild: Fotomontage)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.