Warum ich 3D noch einmal eine Chance gebe

Jürgen Vielmeier

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Ich bin kein Freund der 3D-Technik oder zumindest ein großer Skeptiker. Ich habe „Avatar“ in 3D gesehen, dafür einen leichten Schwindelanfall in Kauf nehmen müssen und bin mir sicher, dass er mir in 2D nicht schlechter gefallen hätte. Ich finde Nintendos mobile Spielekonsole 3DS gut gemacht und sehe für mich selbst doch keinen Komfortgewinn darin. Ich habe ein wenig mit dem LG Optimus 3D spielen dürfen und bin von den 3D-Spielereien darin, die ohne Brille funktionieren, nur leidlich beeindruckt. Vieles erscheint mir verschwommen, die für mich sichtbaren 3D-Effekte eine nette Spielerei, die ich nicht wirklich brauche. Und wenn ich auf Treffen mit anderen Bloggern oder technikbegeisterten Freunden über 3D gesprochen habe, dann gestanden mir viele hinter vorgehaltener Hand, dass es ihnen ähnlich gehe.

Die beiden guten Nachrichten sind: 1. Das haben offenbar auch die Hersteller inzwischen erkannt und 2. Es wird uns niemand zwingen, 3D zu benutzen. Das ahnte ich noch nicht, als LG mich vor knapp zwei Wochen zu einem Bloggertreffen in den Frankfurter Flughafen einlud. Das hier ist kein Hardware- oder Testblog. Deswegen schone ich euch mit Details darüber, was der Monitor alles kann, wie gut oder schlecht er im Vergleich zu anderen Fabrikaten ist, wer einen Vortrag gehalten hat und wie gut der Kaffee war. (Ganz ordentlich.) So viel sei aber gesagt: Der Weg, den LG dort eingeschlagen hat, gefällt mir und ich will euch nur ganz kurz sagen, warum.

Bald keine separaten 2D-Monitore mehr?

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Zum einen ist es ein kleines, aber feines technisches Detail: Die 3D-Effekte auf dem Monitor mit der Technik „Cinema 3D“ lassen sich mit einer einfachen Polarisationsbrille betrachten, die dem gleichen Typ entspricht, der auch im Kino ausgehändigt wird. Die Technik nennt sich Film Patterned Retarder (FPR) und steht in Konkurrenz zu den erheblich teureren, batteriebetriebenen und laut LG mehr Unwohlsein verursachenden Shutter-Brillen. Ich bin allerdings vorsichtig mit solchen Aussagen, denn das Schwindelgefühl im Kino bekam ich beim Tragen einer FPR-Brille.

Was mir als 3D-Skeptiker aber gefällt: LG bietet den „D2342P“ mit 23 Zoll für knapp 300 Euro an. Sprich: Die Preise kommen langsam ins Rutschen und 3D-Monitore werden bezahlbar. Für etwa 100 Euro mehr als einen 2D-Monitor bekomme ich jetzt also 3D. Wird das zum Trend, könnten die Hersteller in absehbarer Zeit keinen Unterschied mehr zwischen 2D- und 3D-Monitoren machen, produktpolitisch wie preislich. Und wer 3D nicht mag, der kann die 2D-Funktionen der Monitore in Full HD nutzen. Und hin und wieder kann man es ja noch einmal versuchen, für gute Games oder Blu-rays die Brille aufzusetzen. Dann ließe sich nochmal über 3D reden.

(Jürgen Vielmeier, Bild: LG)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.