Intel, gebt MeeGo endlich auf!

Jürgen Vielmeier

Intel gibt nicht auf, was das eigene, mobile Betriebssystem MeeGo angeht. Der Marktanteil bei MeeGo-Tablets liegt bei unter 1 Prozent. Und die Tatsache, dass man MeeGo auch auf anderen technischen Geräten wie Netbooks zum Einsatz bringen kann, wird nichts daran ändern, dass die Plattform dem Untergang geweiht ist. Nokia hat bereits seinen Abschied aus dem Projekt angekündigt. Nur Intel hat das bislang nicht eingesehen. Um sich weiter gegen den Untergang zu stemmen, will der Chiphersteller das System MeeGo nun mit dem Konkurrenzprodukt Limo verheiraten, meldet die „Financial Times Deutschland“.

Womit?

Limo (kurz für Linux Mobile) ist ein quelloffenes System mit einem noch einmal erheblich geringeren Marktanteil als MeeGo. Getragen wird es von der Limo Foundation. Immerhin 25 internationale Unternehmen und Organisationen sind mehr oder weniger eng mit dem Projekt verbunden. Kernmitglieder sind unter anderem Telefónica und Orange. Gründungsmitglieder Vodafone, NTT Docomo – und drei Endgeräte-Hersteller: NEC, Panasonic und Samsung. Während Samsung ohnehin bei fast jedem verfügbaren System mitspielt, ist der Rest bei Smartphones und Tablets eher unbekannt. Die Liste der bislang erhältlichen Limo-Produkte ist übersichtlich, und ein halbwegs modernes Gerät ist nicht dabei. Warum will Intel mit diesem abgehalfterten System paktieren?

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Hofft Intel auf ein MeeGo-Tablet von Samsung?

Der Hauptgrund dürften die Mitglieder sein, die Intel gerne als Verbündete hätte. Allen voran wohl Samsung, aber auch den Chip-Hersteller ARM, der die Limo-Initiative unterstützt. Während Intel-Chips auf Tablets und Smartphones bislang nur mit der Lupe zu finden sind, kommen ARM-Chips auf Oberklasse-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S II, dem iPhone 4 oder dem Motorola Atrix 4G zum Einsatz. Intel hofft vermutlich, dass ARM künftig MeeGo unterstützt, mehr Hersteller auf das System aufmerksam werden und dann auch Intel sein Stück vom Truthahn serviert bekommt. Ein Samsung-Tablet mit MeeGo würde zumindest für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Aber wird man die erreichen, indem man ein Nischensystem mit einem nahezu unbekannten System verschmelzt? Wäre es nicht besser, die Gerätehersteller mit energiesparenden Prozessoren speziell für Smartphones und Tablets zu überzeugen. Und dann einfach auf den Android-Zug mit aufzuspringen? Denn letztendlich ist es auch eine Geldfrage. Intel wird Millionen für MeeGo ausgeben, die man anderweitig besser verwenden könnte. Intel, warum tut ihr euch das noch an?

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.