Sonstiges

Facebooks Börsengang wird zur Standortbestimmung für das Web

Heute Vormittag ist jede zweite Meldung in meinem RSS-Reader eine Facebook-Meldung. Machen wir noch eine mehr draus, denn mit dem Antrag auf Börsenzulassung des Unternehmens beginnt eine Standortbestimmung für das Web. Kritische Beiträge gibt es bereits genug, ob Facebooks Börsengang eine gute Chance hat oder nicht sogar schon zu spät kommt. Das Facebook-Management um Gründer Mark Zuckerberg will in wenigen Monaten 5 Milliarden US-Dollar an der Börse einnehmen.

In der Branche herrscht kaum noch Zweifel darüber, dass die Aktie zumindest stabil bleiben und an Wert gewinnen wird. Das Aufatmen kann man praktisch jetzt schon vernehmen: Lange war von einer zweiten Dotcom-Blase wie um die Jahrtausendwende die Rede gewesen. Diesmal aber stehen reelle Gegenwerte dahinter, wie das Unternehmen gestern offen legte. Facebooks ist zum Mittelpunkt des Webs geworden, eines Webs, das harte Umsätze macht und Milliardengewinne einfährt. Eine zweite Blase wird es zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht geben. 

„Wo sollen die noch hinwachsen?“

3,7 Milliarden US-Dollar Umsatz machte Facebook im vergangenen Jahr bei einem Gewinn von 1 Milliarde Dollar. Übrigens exakt 1,00 Milliarde Dollar, worauf Erick Schonfeld von Techcrunch hinweist. Erinnert sich noch jemand an die Facebook-Verfilmung „The Social Network“ und einen der markigsten Sätze des Films? „A million Dollars isn’t cool. Do you know what’s cool? A billion Dollars.“ Ziel erreicht.

1 Milliarde Dollar Gewinn, obwohl ein Facebook-Zugang kostenlos ist. Wir wissen alle, dass der Preis für dieses Geschäft unsere Daten sind. Trotzdem: Der Vorwurf, dass man im Web mit kostenlosen Diensten angeblich kein Geld verdienen kann, ist widerlegt. Hier wird nicht mehr nur auf einen möglichen Umsatz in ferner Zukunft gebaut, wie das in der ersten Dotcom-Phase der Fall war. Die Umsätze sind längst da. Der ehemalige Finanzanalyst Henry Blodget ist gerade deswegen skeptisch. Facebook sei mit einem Wert von 80 oder 90 Milliarden US-Dollar schon zu groß für einen Börsengang. Aktionäre wollten Wachstum, aber Facebooks Nutzerbasis und Werbegeschäft wachsen nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Blodget: „In welche Region sollen sie denn noch hinwachsen?“

Nüchternheit, Gelassenheit, Wachstum

Ob Facebook für die Aktionäre noch ein gutes Geschäft ist, sei eine ganz andere Frage. Blodget ist sich allerdings sicher, dass Facebook „natürlich“ die anvisierten Milliarden einsammeln werde. Da ist sie, die Nüchternheit. Keine utopischen Wachstumsprognosen mehr wie im Jahre 2000, sondern harte Zahlen, solides Wachstum. Alltag. Das Netz im Jahre 2012 macht Umsätze. Nicht so viele, wie manch ein Aktionär sich erhofft, aber genug, um weiter zu wachsen, um Stabilität zu gewährleisten, einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darzustellen und Arbeitsplätze zu schaffen. Ein Risiko sieht anders aus. Willkommen im Weballtag, den – außer eine innovationsfeindliche Politik – so schnell nichts mehr ins Wanken bringen kann.

Bald China?

Ein interessantes Detail fiel mir zwischen all diesen Facebook-Zahlen ins Auge: Die Nutzung in China liegt offiziell bei unter 1 Prozent, ganz einfach deswegen, weil Facebook in China nach wie vor gesperrt ist. Das würde bedeuten, 500 Millionen potenzielle weitere Nutzer könnte Facebook noch erreichen, wenn man auf eine China-freundliche Politik umschwenkt. Twitter und Googles Dienst Blogger haben bereits eine Art Selbstzensur angekündigt, um staatlicher Zensur entgegen zu wirken. Damit wäre eine Eintrittsbarriere für den Einstieg in den chinesischen Markt gefallen. Geht es ums Geld – und das tut es jetzt – dürfte auch Facebook irgendwann vor China keinen Halt mehr machen.

Für Facebook wird der Börsengang kein leichter werden, zumal nicht nur Google Plus dem Dienst zusetzt und mit Pinterest auch aus einer ungewohnten Ecke ein starker Mitkonkurrent erwächst. Neben möglichen Aktionären wartet aber auch der Rest der Internetwirtschaft jetzt mit Spannung darauf, wie gut Facebooks Börsenstart gelingt. Denn bald wird die ganze Branche daran gemessen werden, wie sich ihr Mittelpunkt an der Börse schlägt.

Update: GiVestor hat eine interessante Infografik zu Facebooks Börsengang veröffentlicht.

(Jürgen Vielmeier, Grafik: Facebook via Sec.gov)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

31 Kommentare

  • 1:100 Relation Gewinn:Wert ………und produziert nichts!!!!!!!!!!

    Apple

    1:13 Relation Gewinn:Wert …… und von anderen Topunternehmen Ganz zu schweigen!

    Redet es euch nur schön! Viel Spaß!

  • Hm also ich glaub, jetz Aktien zu kaufen ist sinnvoll, wenn man sie binnen von Wochen wieder verkauft. Denn jetz geht der Hype auf Fb Aktien los. Aber Sky User hat recht, wo ist die Geschäftsidee von Fb, wie macht facebook sein Geld, also wie kann die Aktie weiter steigen? Eigentlich nur durch den Kauf von Wertpapieren. Und irgendwann platzt die Blase 🙁

  • @Sky user:
    1. Facebook produziert etwas und zwar Daten von 800 Millionen Nutzer. Die es vorher nicht gab.
    2. die Relation ist zur Zeit bei 1:5 und nicht 100.

    Und ja wir haben Spaß. 😉

  • Wieviele aktive User hat G+ eigentlich? Und damit meine ich nicht alle Google Account User die gezwungen werden auch G+ User zu werden aber dieses nie benutzen.

  • FaceBook soll angeblich auf 32 GB passen. So etwas bedeutungsloses kann doch nicht so viel Wert sein. FB soll sogar größer als Siemens sein. -.-

    Was für eine kranke Welt.

  • Facebook schafft, wie viele andere Unternehmen auch, „immaterielle“ Werte bzw. Güter. Losgelöst von einem tatsächlich messbaren reellen Gegenwert.

    Die Frage ist, wie lange Unternehmen bereit sind dafür, was FB liefert, viel Geld zu zahlen.

    Und natürlich, wie lange es dauert, bis die User sich umorientieren.

    Anmerkung: würde gerne mal Pinterest genauer anschauen, stehe dort allerdings schon länger auf der Warteliste. Fall jemand einen Invite hätte, wäre ich überaus dankbar.

  • @Paul: Da hat wohl jemand Heute Journal geguckt, oder? 😉 Da war die Rede von 320 GB, was aber natürlich völliger Schmarn ist. Da sind die täglichen Log-Files allein schon wesentlich größer.

    Nein, alle Daten (gerade auch Bilder, Videos etc. der Nutzer) werden sicherlich eher im höheren Petabyte-, wenn nicht gar schon im Exabyte-Bereich liegen. Daher auch die diversen Rechenzentren weltweit. Deduplizierung bei Nutzerdaten wird wohl kaum machbar sein.

  • @Paul, Ich geb zu für etwas was man nicht in der Hand halten kann Geld zu bezahlen ist irgendwie seltsam.
    ABER: immaterielle Güter sind bei allen Medienunternehmen die Basis des wirtschaftens. Bei Filmrechten, Musikrechten, Rechten an Büchern etc. ist das auch nichts anderes, wie hier Rechte an Daten im Fall von Facebook. Und doch lässt sich damit handeln und Geld verdienen.

  • Nur mal so ne Überlegung. Wenn ein Unternehmen mit nem Jahresgewinn von 1.00 Mrd fast 100 Mrd wert sein soll (100x soviel), wie hoch wäre dann der Wert von Apple? Richtig, Um ein vielfaches höher als er derzeit geschätzt wird! Ist es angekommen? –> Vollkommener Schwachsinn, früher oder später geht Facebook zu Grunde und dann haben wir, wenn wir Pech haben die Blase :/

  • Ihr habt schon Recht was die Schätzung des Unternehmenswerts angeht. Viel zu hoch bewertet.Ich denke auch dass der Hype um Facebook abnimmt.Es wird irgendwann einen Nachfolger bzw. etwas Neues geben.Was aber die Einnahmen angeht ist noch Luft nach oben dank neuer Vermarktungsmöglichkeiten.

    Wer sich jetzt fragt wie ein Dienst der kostenlos ist solche Einnahmen generieren kann, dem empfehle ich das Buch „Free – a radical price“.

  • Ich denke, dass Facebook hoffnungslos überschätzt wird. Der Hype hat lange seinen Zenit erreicht. Andere (Google Plus?) haben den Kampf aufgenommen. Man darf sicherlich gespannt sein, was der Börsengang bringen wird. Den Wert halte ich für absolut überzogen.

  • Ich glaube der Zenit von Facebook ist Überschritten, auch China würde kaum helfen da es dort schon andere Netzwerke gibt,
    dort ist schon Google mit seiner Suchmaschine am heimischen Marktführer gescheitert.
    Der Börsengang wird sicher viele Mrd für Zuckerberg bringen , aber ob die Aktionäre damit auf Dauer Glücklich werden?
    Für mich hat das Web Geschäft etwas von den zwielichtigen Finanzmärkten, also mit wenig Auffwand und etwas Tricksen große Gewinne oder Luftschlösser bauen , bis wieder einmal die Blase platzt.

  • Man sieht doch ganz klar, wo die anderen sozialen Netzwerke wie studi und MySpace heute sind. Wer in FB investiert, hat nur Dollarscheine vor den Augen und sieht die Realität nicht. An der Börse gibt es mindestens 100 bessere Alternativen für Investitionen.

  • Ich hab mal recherchiert wo und wie WIR die Aktien überhaupt kaufen können. Kommentare erwünscht! Auch ein sehr interessanter Aspekt wie ich fand. Guter Bericht hier, wenn auch etwas viel FB-Beweihräucherung!

  • FB Aktien kaufen?

    Wer diese schnell kauft und noch wichtiger bald abstösst dürfte ein Geschäft machen.

    FB als dauerhafte Gewinner auf den Aktienmarkt?

    Eher nicht. Es wird zwar ein kurze Hype geben, aber schon bald wird FB Aktien zwar ordentlich notieren, aber keinen Gewinn machen. Wenn es blöd läuft können die Käufer der ersten Stunden sogar Verluste machen.

    Warum?

    Weil FB zwar derzeit recht gut da steht, aber im Gegensatz zu andere Unternehmen (z.B Apple oder Siemens) nun keine richtige Güter verkauft.

    Sobald ein Teil der Nutzer von FB wenige Lust haben da mitzumachen und sei es nur das deren tägliche Nutzungsdauer nur ein wenig zurückgeht, werden FB Aktien weniger nachgefragt und daher auch bedeutend billiger werden.

    Und ehrlich gesagt ob wir wirklich in 5 Jahren noch so über FB reden?

    Ich glaube nicht. Bisher könnte FB von ein Neuigkeitswert profitieren, aber schon jetzt sagen manche Nutzer das ihre Aufenthalt bei FB doch wieder zurückgeht.

    Aber ich schätze das eine Menge „Dumme“ geben werden die FB Aktien kaufen weil sie glauben schon in wenige Monate Gewinne von bis zu 200% machen zu können.

  • Das Problem bei Facebook und anderen IT-Unternehmen ist, dass diese beim Börsengang eigentlich schon zu groß sind, um noch großartiges Wachstumspotential zu haben. In den USA hat Facebook bereits praktisch eine Sättigung bei der Nutzerzahl erreicht, was nur noch zu erhöhen ist, indem man den Lock-in der Nutzer erhöht = möglichst viele verwertbare Daten anhäufen und sich bei den Transaktionen der Nutzer dazwischenzuschalten. Facebook ist aber eben mehr der Generalist, auf den man als Nutzer verzichten kann.

    Facebook ist nicht essenziell für Online-Bestellungen, um Musik zu hören, mit anderen Nutzern zu kommunizieren, für Spiele etc. Facebook kann für vieles genutzt werden, überall gibt es jedoch Spezialisten, die einen Bereich viel besser abdecken. Bleibt also nur der Wert der Daten, die z.T. auch per Auto-Sharing von externen Seiten ohne Wissen des Nutzers anfallen. Und ob dies einen Wert von 100 Mrd. USD rechtfertigt, ist fraglich.

  • Die Börsenbewertung ist ein Wahnwitz mit bis zu 100 Milliarden Dollar.

    Facebook verdient gerade mal eine Milliarde und will das hundert-fache dafür haben? Sind die noch zu retten?

    Angenommen, der Gewinn stagniert bei 1 Milliarde Dollar, was ja auf Dauer gar nicht mal so übel ist, dann müsste ein Aktionär 100 Jahre warten, bis das Investment nur „zurückverdient“ wurde.

    Zuckerberg nutzt die Gunst der Stunde. Er macht Kasse. Der Börsengang wäre gar nicht nötig gewesen. Wozu das ganze Theater?

  • „Zuckerberg nutzt die Gunst der Stunde. Er macht Kasse. Der Börsengang wäre gar nicht nötig gewesen. Wozu das ganze Theater?“

    An den Kasse machen sind mehr Beteiligt als nur Zuckerberg.
    Eigentlich hat Facebook seinen Zenit schon Überschritten , Wachstum ist kaum noch vorhanden außer man wirft einige Grundsätze über Bord.
    Ich glaube sie träumen eher von einem neuen Microsoft und einer Art staatlicher und privatwirtschaftlich „Verordneten“ zukünftigen Pflichtmitgliedschaft bei Facebook. Dies ist es wohl was die Börse Phantasie antreibt das zukünftig ohne einen Facebook Account nichts mehr geht im Internet.

  • Zuckerberg will mit der IPO 5 Milliarden US-Dollar einnehmen und ich bin sicher er wird sie auch bekommen. Ich glaube allerdings das Facebook seinen Zenit, wenn nicht überschritten, dann doch in absehbarer Zeit erreichen wird. Wachstumspotential ist zwar, meiner Ansicht nach, noch vorhanden und das nicht nur in China sondern auch in den bereits etablierten „Web 2.0 Märkten“, aber wie im Artikel beschrieben auch die Konkurrenz wächst. Ausschließlich auf das Wachstumspotenzial etwa in China sollte sich das Unternehmen da nicht verlassen, andere Unternehmen wie z.B. Ebay haben sich auf dem „ sehr speziellen“ chinesischen Markt, vor einigen Jahren, auch schon eine „blutige Nase“ geholt. Trotzdem oder gerade deswegen, ich würde die Aktie zeichnen und bei Zuteilung zeitnah wieder verkaufen.

  • „Dies ist es wohl was die Börse Phantasie antreibt das zukünftig ohne einen Facebook Account nichts mehr geht im Internet.“

    Das ist sehr gut möglich das Zuckerberg darauf hofft Facebook zu einer Art „Internet – Ausweis“ machen zu können, mit dem sich jeder Einloggen muss. Ähnliche staatliche Projekte in Europa oder auch gerade in den USA mit elektonischen Karten oder Personalausweis liegen weitgehend auf Eis da die Bevölkerung so etwas Ablehnen speziell in den USA. Ein Facebook Account würde vermutlich leichter dafür Angenommen und das könnte weitere Mrd bringen ?

  • Das im Artikel angeführte Filmzitat bringt es eigentlich auf den Punkt. Für Mark Zuckerberg jedenfalls, gibt es aus rein finanzieller Sicht wohl nichtmehr allzuviel zu tun 🙂

  • Spekulation hoch 10, der Kurs ist in keinster Weise gerechtfertigt. Wenn man sich das VZ-Portfolio ansieht erkennt man, wo sowas hinführen kann. OK, Facebook ist natürlich ein paar Nummern größer, aber ich glaube nicht, dass es in 10 Jahren noch die gleiche Dominanz wie heute haben wird – was Anleger berücksichtigen sollten.

  • Heuer werden nur sehr wenige IPOs (Anm: Börsengänge) erwartet, somit ist das ein guter und kluger Zeitpunkt

    Facebook früher fand ich einfacher und praktischer übrigens..

  • Ich bin auch der Meinung, dass Facebook in 10 Jahren nicht mehr diese Dominanz hat, das war bis jetzt bei allen sozialen Netzwerken so. Ich spekuliere lieber auch andere Aktien.
    LG Seppi

  • Momentan mag Facebook das Geld wert sein, aber was ist in 1-2 Jahren. Ein Zitat von der F8 zu bringen:
    „I[Mark Zuckerberg] drove it [MySpace] out to the dessert and put a bullet in its skull“
    Genau das könnte Facebook sehr schnell passieren – Datenschutzbedenken, Bugs, etc.
    Kommt auch nur ein gut promotetes Network auf den Plan, das im Grossen und Ganzen die gleichen Features bietet wie Facebook und FB in den Punkten trifft in denen es verwundbar ist, dann kann da ganz schnell das (Un)Gleichgewicht ins wanken kommen. Es muss nicht mal von einem der Giants kommen, sondern nur mit genügend Geld ausgestattet sein, um die ersten Tage zu überstehen und dann stehen eh schon Investoren auf dem Plan.
    After the revolution comes the evolution – und genau diese Evolution scheint FB imho zu verpassen / nicht richtig umzusetzen.

    Diaspora* hatte Ansätze, FB zu schlagen, wurde gehypt und entsprach den Ansprüchen dann nicht schnell genug. Teile von Diaspora* finden sich in G+ wieder (Circles, etc.). Sie waren also auf den rechten Weg, aber die Umsetzung war ein Müll – vielleicht ist es auch nur an der Programmiersprache (Ruby) gescheitert, die (fast) kein Freehoster zur Verfügung stellt und so die „Seeds“ sich nicht wirklich verbreitet haben. Diaspora* in PHP und das Ding könnte funktionieren.

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