Sonstiges

Super Bowl 2012: Sammlung aller 50 Spots, Gewinner und Verlierer

Machen wir’s kurz: Auf dem YouTube-Kanal von Adblitz findet ihr eine Sammlung aller >50 Werbespots, die beim diesjährigen Super Bowl am Sonntag liefen. Der Honda-Spot mit Ferris-Bueller-Darsteller Matthew Broderick soll dabei laut Zeta am besten angekommen sein. 91 Prozent der Bewertungen von Hondas CR-V-Spot in sozialen Plattformen, Blogs und Twitter seien positiver Natur gewesen.

In Hulus eigener Liste rangiert der Bueller-Spot „Matthew’s Day off“ auf Rang 2. Sieger ist hier Volkswagens „Use the Force“-Nachfolger „The Bark Side“ und hier speziell der Teaser mit dem Hundechor, der den Imperial March bellt. Laut TiVo rangiert der mafia-artige Doritos-Spot „Man’s best friend“ auf Platz 1 der beliebtesten Spots. Im Fokus hier ebenfalls: ein Hund. Die Szene der Unterhaltungselektronik hielt sich vornehm zurück. Warum eigentlich?

Samsung enttäuscht

Best Buy immerhin zeigte einen bemerkenswerten Spot über Pioniere des Mobilfunks mit Interviews etwa des Instagram-Gründers Kevin Systrom oder mit Ray Kurzweil, den Erfinder von Text-to-Speech:

Samsungs Galaxy-Note-Spot „Thing called love“ ist in meinen Augen dafür nicht der große Wurf. Die im Vorfeld subtile und durchaus sympathische Verballhornung von Apple-Jüngern in einigen Spots artet hier plötzlich in eine offensive Anti-Apple-Kampagne aus. Es soll plötzlich um Freiheit gehen; die Sympathie geht dabei aber komplett verloren:

Hulu Plus kam mit einem eigenen Clip überraschend gut weg:

Andere Spots von Internetunternehmen wie von Salesforces Chatter.com rangierten dafür in der Beliebtheit ganz hinten, vermutlich weil eine klare Aussage fehlte:

Mehr als 113 Millionen US-Amerikaner und damit etwa ein Drittel der Bevölkerung soll die beliebteste Sportveranstaltung des Landes gesehen haben, während der die neuesten Werbespots heiß laufen. Ein 30-sekündiger Werbeplatz soll etwa 3,5 Millionen US-Dollar gekostet haben. Twitter berichtet von 13,7 Millionen Tweets in den fünf Stunden während des Spiels, davor und danach. In den ersten drei Minuten des Spiels soll es 12.300 Tweets pro Sekunde gegeben haben, im Schnitt 10.000 Tweets pro Sekunde. Top-Spot laut Twitter-Hashtag war demnach Audis leicht makabrer Werbefilm „So long Vampires“:

In der Halbzeit, in der Madonna zusammen mit einigen anderen Künstlern eine pompöse Bühnenshow aufführte, hat Rapperin M.I.A. dem Publikum den Mittelfinger gezeigt und wortwörtlich das böse Wort „Shit“ gesagt (Minute 7:53):

Angeblich ist in Anlehnung an den Nippelgate während des Superbowls 2004 bereits von einem „Fingergate“ die Rede. Gewonnen haben den Super Bowl übrigens die New York Giants gegen die New England Patriots, aber ich vermute mal, das dürfte zumindest hierzulande die wenigsten interessieren?

(Jürgen Vielmeier, Bild: Best Buy)


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

15 Kommentare

  • Ich hab den Superbowl auf Sat1 gesehn, die haben leider die Werbespots nicht gezeigt und selber viel zu viel Werbung gemacht. (Wen interessiert Voice of Germany?)
    Das Spiel war ziemlich spannend und hatte einige überaschende Wendungen dabei. Ich mag zwar Football an sich nicht so aber das Spiel war gut.

  • Hab mir auch die Übertragung auf Sat1 angeschaut. Kommentatoren waren top (ich liebe Buschmann eh), aber dauernt die deutsche Werbung ging auf die Nerven. Zumal das gefühlt eh nur 3-4 verschiedene Spots waren, die einfach immer wieder und wieder ausgestrahlt wurden :/

  • für alle SAT1 genervten.
    Es gibt den sog. NFL Gamepass. Man kann sich die Spiele dann live via Stream mit orginal Werbung / Kommentaren ansehen.
    Kostet nicht mal so viel und ist es mmn auch Wert.

  • Naja die VW Mini Darth Vader Werbung letztes Jahr war gut. 2012 hat man wohl nen „Langeweile“-Wettbewerb abgehalten.

  • Ob gut oder schlecht spielt bei den Spots (und damit verbundenen Einkaufspreisen) doch kaum noch eine Rolle. Wer dort schaltet, kann es sich auch leisten. Daher denke ich, dass das Ganze insgesamt wohl eher Prestige ist als Neukundenwerbung…

  • Nach ewigem Nerven und zwischenfragen waherend zig Footballspiele hab ich die regeln endlich soweit kapiert, dass ich einem Spiel folgen kann.

    Hier gibts natuerlich auch ne Superbowlparty, es kommen ein paar Freunde, bringen Coronas und so mit, dazu Bean Dip und Chips und Candy Glazed Bacon etc.
    Für mich macht es Football auch erst aus. Wenn man sich ein zusammengeschnittenes Spiel anschaut nur mit den Spielzügen, dann ist das total hektisch und pow-pow-pow-mäßig. Nee, die Pausen müssen schon sein. und wenn nur zum doofe-Miene-Angucken

    Jetzt muss ich mich nur noch von meinem Mann ueber dieTeams, die dieses Jahr spielen NY Giants VS New England Patriots, aufklaeren lasssen

  • Fand die Kommentatoren auch gut. Die Werbung (vorallem mit dem IE9) ging nur ziemlich auf die Nerven. Vorallem als der Touchdown nicht gezeigt wurde da der Werbeblock noch zuende laufen musste fand ich war es mehr als genug^^

  • Der Clip von Audi war natürlich nicht ganz so lustig wie der von VW letztes Jahr, aber dafür ist das Potential für Persiflagen auch geringer (oder, Greenpeace?)

    Gelungen war der Clip auf jeden Fall, er wird sicherlich nicht so viral gehen wie der VW-Spot, aber das ist schon okay denke ich, albern genug war er jedenfalls um sich gegenüber den normalen Autowerbungsspots positiv abzuheben.

Kommentieren