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Samsung stellt das Galaxy S3 am 3. Mai in London vor. Was erwartet ihr?

Es war in diesem Jahr bislang auffällig ruhig um Samsung und neue Smartphone-Modelle. Angenehm ruhig. Der koreanische Hersteller für Unterhaltungselektronik hat sich in den ersten Monaten des Jahres mit Neugeräten vornehm zurückgehalten, während die Konkurrenz vor allem im Februar auf dem Mobile World Congress (MWC) ihre neuen Konzepte für dieses Jahr vorgestellt haben. Sony will mit der Xperia NXT-Serie an Erfolge alter Zeiten anknüpfen. HTC versucht es mit seiner „One“-Familie. Für LG gilt vor allem: Je größer das Display, desto besser das Phone. Von Samsung wird seit Monaten ein neues Spitzenmodell erwartet, das Galaxy S3. Für den MWC war ihnen das neue Schlachtschiff aber zu schade. Man wollte einen späteren, separaten Termin finden, um es vorzustellen.

Und der ist jetzt gefunden: Samsung hat heute Vormittag Einladungen verschickt und wird das Galaxy S3 demnach am 3. Mai um 19 Uhr Ortszeit in London vorstellen. Mehr Details verriet der Hersteller bislang nicht. Gerüchte findet man aber genug: Als Display mindestens 4,3, vielleicht aber auch 4,8 Zoll mit Super-Amoled-Plus-Auflösung (1280×720 px). Das Gehäuse? Wahlweise Kunststoff oder Keramik, vielleicht sogar wasserabweisend. Quadcore-Prozessor mit mindestens 1,4 GHz unterstützt von 1,5 GByte Arbeitsspeicher. Akku möglicherweise 2.250 mAh. Gerüchte werden wir vermutlich vor dem 3. Mai noch einige weitere lesen.

Quadcore und 4,8-Zoll-Display?

Samsung wird sich ganz schön strecken müssen, um an die Erfolge des Vorgängers Galaxy S2 anzuknüpfen, einen mehrfacher Testsieger. Denn die Konkurrenz hat mächtig aufgerüstet: Wir testen zur Zeit ein HTC One X mit 1,5 GHz Quadcore-Prozessor. LGs Gegenstück soll D1L heißen, allerdings „nur“ mit einem Dualcore-Prozessor ausgestattet sein. Mir hat bislang allerdings noch niemand die Frage beantworten können, wozu man in einem Smartphone heute unbedingt schon einen Quadcore-Prozessor braucht.

Samsung zumindest hat es geschickt angestellt, einen eigenen Termin für die Präsentation des Galaxy S3 zu finden, mit dem man mehr Aufmerksamkeit erregt als auf einem Großereignis wie dem Mobile World Congress. Erfreulich wäre es auch, wenn die Hersteller künftig nach der Devise „Weniger ist mehr“ handeln würden. Samsung scheint bei den Smartphones diesen Weg zu gehen und sich – anders als bei den Tablets – auf weniger Modelle zu konzentrieren. Was erwartet ihr vom Galaxy S3?

(Jürgen Vielmeier, Bild: Samsung)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

14 Kommentare

  • @Jürgen schrieb:
    „Mir hat bislang allerdings noch niemand die Frage beantworten können, wozu man in einem Smartphone heute unbedingt schon einen Quadcore-Prozessor braucht.“

    Der HKMG-Exynos ( den wohl Samsung Verbaut) basiert auf vier ARM Cortex-A9 Kernen, dessen Fertigung 32 Nanometer beträgt. Er soll 20% weniger Strom als sein Vorgänger verbrauchen und 60% mehr Rechenleistung bieten. Auch die Grafikeinheit, die namentlich nicht genannt wird, soll 50% stärker als die vorherige GPU sein.
    Hautsächlich ist es der etwas geringere Stromverbrauch durch ausgeklügeltes Kern Management und vor allem die Grafikleistung!, denn seit den Super hohen Auflösung können Smartphone und Tablets nie mehr genug davon bekommen.

  • Samsung fährt erstaunlich gut Apples Konzept bis ins kleinste Detail zu kopieren. Jetzt auch mit der alleinigen Präsentation Ihres Flaggschiffes Galaxy S auf einem eigenen Event. Ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit bis alle anderen großen Hersteller nachziehen und Ihre Smartphones auch nur noch auf eigenen Events vorstellen. Veranstaltungen wir MWC oder CES sind dann für die Zukunft überflüssig bzw. stink langweilig.

    Zum S3 selbst: Solange es kein pures Android hat interessiert es mich nicht.

  • Öh, was du morgen kannst gebrauchen, verschiebe nicht auf morgen. Technische Vorläufe wie Quad Cores schaffen Raum für neue Anwendungen. Zum Beispiel in ihrer Entwicklung zu komfortablen Mediaplayern haben Smartphones noch viel Luft nach oben.

  • Man kann sicher gut in gerne „Raum für neue Anwendungen“ schaffen, aber wenn der Raum eines Dual-Cores noch nicht einmal wirklich gefüllt wurde?

    Zumal ja auch die Anzahl der Kerne nicht wirklich etwas über die Leistung aussagt. Siehe den Dual-Core von Qualcomm.

  • Na das klingt für mich persönlich schwer nach nem neuen Plastik-Bomber. 😉 Nein Ernst bei Seite, man munkelt ja schon länger in Sachen Rückseite, ich denke mal, dadurch das die Rückseite immer wieder in Sachen Wertigkeit kritisiert wurde, wird man nun nachbessern, wobei ich aber denke, dass Keramik zu schwer werden wird. Aluminium als Rückseite machte ja auch schon die Gerüchte-Runde.

    Was mich aber auch hier wieder nachdenklich stimmt, wieso werden die Displays immer größer? Wer braucht das wirklich? Da verbaut man offenbar neue Prozessoren die Energie sparen, um am Ende den Gewinn beim Display wieder zu vernichten.

  • Bin kein Hardware-Spezialist, sondern Anwender. Und als Anwender habe ich den Eindruck, dass Smartphones technisch längst noch nicht ausgereizt und ausgereift sind, insbesondere in Sachen Medienmaschinen oder Vernetzung von Peripheriegeräten, die im Prinzip noch gar nicht richtig begonnen hat oder Sprachverarbeitung und und und. Das braucht technischen Vorlauf in der Ausrüstung der Spitzengeräte. Ist ja nicht so, dass sämtliche Geräte sofort hochgerüstet werden müssen.

  • Wenn Samsung mit dem S3 das liefert, was damals alle vom iPhone5 erwartet hatten, sieht es für diesen Konzern nicht wirklich schlecht aus…

  • Hallo

    Konnte auch noch keinen richtigen Vorteil von einem Quadcore-Prozessor finden. Da hat Markus recht. Auch bei der Größe des Displays bzw. Smartphones im Ganzen finde ich das Galaxy S2 stimmig und hoffe das es nicht viel größer wird.

  • @12 Lars
    „Konnte auch noch keinen richtigen Vorteil von einem Quadcore-Prozessor finden“

    Mehrkern Prozessoren bringen mehr Leistung , erlauben besseres Multitasking und sparen bei normalen Gebrauch auch Stom (Akkuleistung).
    Das Quadcore-Prozessoren Strom sparen sollen klingt auf den ersten Blick recht wirdersinnig , stimmt aber bei den meisten Anwendungen.
    Dazu muss man sich verdeutlichen das der Strom Verbrauch zur Leistung eines Prozessor nicht lineal Ansteigt sondern exponential besonders im letzten Drittel, so kommt es das zb. ein Dualkern Prozessor mit 40% Auslasung weniger Strom verbraucht als ein Einkern mit dann 80% Auslastung, beim Quadcore-Prozessor wären das dann nur mehr 20% Auslastung.
    Auch beim normalen Berieb federn die Mehrkern Prozessoren ständige Auslastungsspitzen bei den Anwendungen ab, woraus sich der rechnerische geringere Stromverbrauch zum Einkerner ergibt. Deshalb sind Mehrkern Prozessoren den Einkernern heutzutage Vorzuziehen auch wenn man die volle Leistung gar nicht unbedingt Benötigt.
    Lastest du aber einen Quadcore-Prozessor voll aus verbraucht er natürlich mehr Strom als einer mit weniger Kerne, bringt dann aber auch deutlich mehr an Leistung.

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