"Digitales Mittelalter": Kein Firefox oder Chrome auf Windows 8 RT

Jürgen Vielmeier

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Gleich zweimal fiel in den vergangenen Tagen die erstaunliche Floskel „Rückkehr ins Mittelalter“. Harvey Anderson von der Mozilla-Foundation hat sie zumindest ungefähr so benutzt. Dass der Firefox-Browser nicht unter der Version „RT“ für Windows 8 laufen solle, nannte er eine Rückkehr in das „dunkle digitale Zeitalter“. Google stimmt in die Kritik mit ein.

Problem ist nicht, dass es keine vorinstallierten Browser zu Auswahl geben soll, wie es auch für Windows 7 erst seit 2010 möglich ist („Ballot Screen„). Es geht darum, dass man in der „Classic Version“ von Windows 8 RT keinen anderen Browser installieren kann, weil Microsoft es nicht zulässt. Windows 8 RT ist die Version von Microsofts neuem Betriebssystem für stromsparende ARM-Maschinen.

Gewünschte Exklusivität

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ARM-Chips sind heute auf fast jedem Tablet und Smartphone zu finden. Anderson prognostiziert allerdings, dass sich das in absehbarer Zeit ändern werde. ARM-Chips würden immer leistungsfähiger und bald auch in gängigen PCs eingesetzt werden können. Sie könnten die Zukunft des PCs sein. (Bei Intel dürfte man das nicht gerne hören.) Hier andere Browser auszuschließen, sei ein System-Lock-in, sagt jedenfalls Anderson.

Vergleichbar ist das mit den Anfangsjahren von Apples iOS. Hier ließ der Hersteller des iPhones keine anderen Browser auf seine Plattform. Das dürfte der Grund sein, warum Apple sich noch nicht zu den Problemen unter Windows 8 RT geäußert hat. John Gruber von Daring Fireball fragt derweil, ob die Aufregung ähnlich groß wäre, wenn Windows 8 RT nicht „Windows“ hieße, sondern etwa „Metro OS„.

Keine Brillen aus dem Netz

Es gehe Microsoft um Schnittstellen, die man ungern anderen Browser-Herstellern zur Verfügung stellen würde. Der Grund ist gewünschte Exklusivität. Dass Mozilla und Google damit nicht zufrieden sein können, versteht sich indes von selbst. Microsofts Charme-Offensive für den Internet Explorer jedenfalls könnte nur von kurzer Dauer gewesen sein.

Und wer ist nun der Andere, der den Vergleich mit dem digitalen Mittelalter bemüht hat? Der Mann, wegen dem jeder Zweite heute meinen Nachnamen falsch buchstabiert: Brillenpapst Günther Fielmann. Der hatte sich über den Online-Handel mit Brillen beschwert und es einen „Rückfall ins Mittelalter“ genannt. Fertigbrillen sollten nicht über das Internet verkauft werden, sondern nur beim Optiker. Die Anbieter für Online-Brillenshops dürfte das Zitat freuen, findet Deutsche-Startups-Blogger Alexander Hüsing. Sie haben vom Marktführer dann so schnell wohl keine Konkurrenz zu fürchten.

(Jürgen Vielmeier, Bild: HBO)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.