Facebooks vermeintliche Mobil-Offensive geht am Kunden vorbei

Jürgen Vielmeier

HTC Chacha
HTC Chacha mit Facebook-Taste

Zwei interessante Gerüchte über Facebooks mobile Pläne gab es am langen Wochenende. Pocket-int meldete, Facebook könnte die Firma hinter dem Opera-Browser kaufen. Das Bits-Blog der „New York Times“ schreibt, Facebook würde mal wieder an einem eigenen Smartphone arbeiten. Einige ehemalige Mitarbeiter von Apple seien angeheuert und mit dem Projekt betraut worden.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass eins von beidem oder gar beides tatsächlich passiert, frage mich aber, wer außer Facebook etwas davon hätte. Ein Smartphone mit Facebook als bevorzugter Anwendung, vielleicht sogar als eigene Oberfläche – wer will das haben? Klar, es gibt Kalender, Apps, ein Kommunikationssystem, aber es gibt auch bisher eher mäßige mobile Facebook-Apps, die nicht gerade Lust auf noch mehr Facebook machen. Für ein eigenes Social Phone müsste man schon ziemlicher Facebook-Junkie sein und man würde einen großen Teil seiner mobilen Freiheit aufgeben.

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Als Facebook-Browser wäre Opera weniger interessant

Ähnliche Schwierigkeiten sehe ich bei Facebooks möglichen Browser-Plänen. Opera ist auf dem Desktop nie über den Status einen Nischenbrowsers hinaus gekommen. Auf mobilen Plattformen ist der Opera Mini allerdings recht weit verbreitet. Ferner hat die norwegische Software-Schmiede einen eigenen Browser für das iPhone, auf dem Facebook mit Apple konkurrieren könnte. Doch der „Vorteil“ aus Kundensicht? Künftig einen Browser zu verwenden, der den Verlauf an Facebook sendet und vielleicht sogar eine Nutzung von Google Plus und Twitter erschwert?

Für Facebook bieten beide Modelle – Smartphone und Browser – die Möglichkeit, sich besser mobil zu vermarkten. Dass das Social Network hier noch zu wenig Geld verdient, war von Analysten im Vorfeld des bisher enttäuschenden Börsengangs kritisiert worden. Man könnte also die Kunden mit mehr mobiler Werbung beschallen oder die eigene Hauswährung Facebook Credits verbindlich einführen.

Es ist verständlich, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg ein großes Interesse an beiden Modellen hätte. Gerade in den letzten Monaten und noch einmal verstärkt seit dem Börsengang kauft Facebook Unternehmen auf, um mobil zu wachsen. Als Beispiele seien die Foto-App Instagram und der mobile Freundefinder Glancee genannt. Weitere Zukäufe und solche über die spekuliert wird, betreffen Techniken, die sowohl auf dem Desktop als auch mobil genutzt werden können: Direkt nach dem Börsengang übernahm Facebook den Geschenkeanbieter Karma; am Wochenende kamen Gerüchte auf, man wolle auch die Gesichtserkennungssoftware Face.com übernehmen.

Knackpunkt bleibt aber die Kundensicht. Man müsste schon etwas Besonderes bieten, um den Nutzern ein eigenes Facebook-Smartphone oder einen eigenen Browser schmackhaft zu machen. Bislang sehe ich noch keine Notwendigkeit für eines von beidem.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.