Googles geplante .lol-Domain hat Kultpotenzial

Jürgen Vielmeier

Dass die ICANN das Spektrum an Domainendungen erweitern und am 13. Juni bekannt geben will, welche Anträge eingegangen sind, ist seit geraumer Zeit bekannt. Interessanter ist, dass auch Google bei der ICANN 50 eigene Top-Level-Domains beantragt hat. Der Webriese will sich einmal Endungen für eigene Marken sichern wie .docs oder .youtube. Darüber hinaus will man der Webgemeinde aber auch kreative oder lustige Endungen zur Verfügung stellen, darunter .lol, die Abkürzung für den Webslang „laughing out loud“.

Was teuer ist, denn allein der Antrag für jede einzelne Endung kostet rund 150.000 Euro. Aktuell will Google noch nicht verraten, ob man weitere solche Begriffe aus dem Webslang als Domain ins Leben rufen will, von denen vor Jahresfrist auch einige ins Englisch-Wörterbuch aufgenommen wurden. Weil man ja nicht böse ist, werden .wtf und .stfu wohl nicht dabei sein, aber vielleicht .omg, .ftw, .rofl oder .lulz? Ich stelle mir gerade die Möglichkeiten vor.

Reine Fantasie, aber wer weiß, ob es das nicht in Kürze geben wird?

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  • doitforthe.lulz
  • security.lol
  • government.lol
  • roflcopter.stfu
  • didyouseethat.omg
  • germany.ftw

Aber nicht nur Google ist emsig bestrebt, neue Domains einzuführen. Auch der Domainhändler Radix will Dutzende neue Endungen einführen, darunter .home, .baby, .music, .play, .app oder .web. Gibt die ICANN den Anträgen statt, könnten endlich einmal spannendere Endungen entstehen neben den langweiligen TLDs .biz, .aero oder .eu. BeMy.baby wäre doch der perfekte Onlineshop für Babybedarf, .app dürfte sich von selbst erklären.

Laut der ICANN sind bis zum Ende der Abgabefrist am Mittwoch dieser Woche mehr als 1.900 neue Vorschläge für Domain-Endungen eingereicht worden. Für sie beginnt im Juli der Evaluierungsprozess. Die ICANN will im Dezember oder Januar bekannt geben, welche Anträge angenommen und welche abgelehnt wurden.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.