Virtualsat ausprobiert: Satelliten-TV auf iPad und Android-Handy gestreamt

Saskia Brintrup

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In letzter Zeit habe ich diverse TV-Apps auf dem neuen iPad und einige davon auch auf einem Smartphone mit Android 2.3.3 ausprobiert. Darunter die Mediatheken der Sender sowie dailyme, das kennt ihr ja aus unserer Basic Toolbox, Zattoo in HiQ und die Apps von Virtualsat – neben der Fernseh-Software der Schweizer eine der wenigen Lösungen für Live-TV.

Gesendet wird Satellitenfernsehen, und zwar auf Windows-PCs, iOS- und Android-Geräte. Für das Wohnzimmer ist außerdem eine kleine Settop-Box erhältlich. Mac OS X und Linux werden noch nicht unterstützt, stehen laut Website aber auf der To-do-Liste des Anbieters aus Österreich. Insgesamt könnt ihr 91 Kanäle empfangen, davon 39 in deutscher Sprache, 27 persische Sender und vereinzelte Türkische, Englische und Französische. Im Gegensatz zu Zattoo strahlt Virtualsat auch Privatsender wie Pro7, Sat.1, Vox und die RTL-Kanäle aus.

Keine HD-Sender

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Allerdings bietet Zattoo wiederum HD-Sender und ist außerdem kostenlos nutzbar, wenn man sich mit längeren Umschaltzeiten und niedriger Qualität anfreunden kann, der Satelliten-Dienst ermöglicht keines von beiden. Die HD-Kanäle der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten tauchen in der Senderliste nicht auf. Nichtsdestotrotz stellt Virtualsat zwei Qualitätsstufen, low und high, zur Verfügung.

Kosten

Die Preisgestaltung ähnelt wiederum der von Zattoo. Um einen Monat zugreifen zu können, müsst ihr 4,90 Euro investieren. Sechs Monate kosten 27,90 Euro und ein ganzes Jahr 49,90 Euro. Aktuell gibt es eine Aktion, die den Preis auf 29,90 Euro drückt. Um den Dienst erst einmal zu testen, lohnt sich der dreitägige Zugang für 1 Euro. Im Preis enthalten ist dann nicht nur der Zugriff via PC, sondern auch mobil per App.

Streamen könnt ihr via WLAN oder 3G-Mobilfunkverbindung, dann aber natürlich nur per Daten-Flat, sonst wird es teuer. Auf dem Android-Handy habe ich den Stream in niedriger Qualität rund 35 Minuten laufen lassen, dabei wurden etwa 130 MB Datentraffic verursacht. Mit einer Abrechnung pro MB (in diesem Fall 24 Cent) hätte ich daher per UMTS mehr als 30 Euro zahlen müssen.

Qualität und Praxiseindrücke

In Google Play findet ihr übrigens zwei Versionen der App, einmal ohne und einmal mit Hardwarebeschleunigung. Letztere trägt noch das Beta-Tag und soll die Wiedergabe in hoher Qualität verbessern. Damit hat Virtualsat auf Android-Systemen offenbar noch ein paar Schwierigkeiten. Da mein Test-Smartphone keine Hardwarebeschleunigung unterstützt, konnte ich die Beta-App nicht ausprobieren, aber mit der finalen Software (die sich übrigens nicht auf die Speicherkarte packen lässt) einige Aussetzer nachvollziehen.

Android-App

Nach dem Betätigen des HQ-Buttons verbesserte sich zwar die Darstellung, dafür wurden Bild und Ton nicht mehr synchron übertragen. Nach ein paar Sekunden passten beide wieder zusammen, einmal gezappt, wurde es jedoch wieder asynchron. In der niedrigen Qualitätsstufe klappte das besser, trotzdem kam es zwischendurch zu Fehlern, was vermutlich auch am eher mäßigen WLAN-Empfang lag. Warum aber oftmals die Bedienung streikte, Buttons nicht reagierten und das Umschalten sehr langsam oder gar nicht klappen wollte, ist unklar. Vielleicht laggte es bei der Übertragung oder das Einsteiger-Smartphone war schlichtweg überfordert.

Optisch ist die App recht einfach gehalten, die Handhabung selbsterklärend. Nach dem Log-In erscheint eine Leiste mit Sendern, per EPG wird daneben das laufende Programm eingeblendet. Kanäle wechselt ihr mit den Plus-/Minus-Knöpfen, während sich die Lautstärke mit dem Finger rauf- und runterwischen lässt. Erfreulich ist die Pausetaste, um den Stream anzuhalten und später fortzusetzen. Zu lange solltet ihr damit nicht warten. Als ich gestern nach etwa 45 Minuten die Wiedergabe fortsetzen wollte, sprang das Programm zum aktuellen Zeitpunkt. Mehr als 30 Minuten Puffer dürften es wohl nicht sein, da liegt zumindest im Windows Media Center die Grenze.

iPad-App

Die App für das iPad unterscheidet sich von der Aufmachung her nicht, lediglich die Grafiken wirken auf dem iPad der dritten Generation aufgrund der hohen Auflösung leicht pixelig. Das stört jedoch nicht weiter und insgesamt lief die App in unserem Test auf iOS deutlich flüssiger. Mit Ausnahme der Favoritenfunkton, um Ordnung in die lange Senderliste zu bringen, waren alle Bedienelemente ansprechbar und auch die höhere Qualität ließ sich abrufen. Der Stream wird dabei  nicht nahtlos fortgesetzt, sondern ist einige Sekunden zeitversetzt.

Hier seht ihr die niedrige und hohe Qualität im Vergleich:

 

Die höhere Stufe finde ich absolut ausreichend, so scharf wie die HD-Sender von Zattoo ist das Bild aber nicht.

Wie funktioniert Virtualsat?

Bezüglich der Funktionsweise und Legalität haben wir bei Virtualsat, das von der TeleOne GmBH betrieben wird, nachgehakt. Wie uns der Streaming-Anbieter mitteilte, sind innerhalb Europas Tausende Satellitenanlagen von Virtualsat aktiv, eine für jeweils 320 Kunden. Jeder Nutzer mietet sich in dem Sinne einen eigenen LNB-Anschluss, weshalb technisch keine Vervielfältigung von urheberrechtlich geschütztem Material vorliege. Nach eigenen Angaben steht der Dienstleister mit den Sendern in Kontakt und wird im Gegenzug für anonyme Nutzerstatistiken teilweise mit direkten Datensignalen versorgt.

Solange WLAN- oder UMTS-Empfang gegeben und ein gut dimensionierter Datentarif gebucht ist, sind Apps wie Zattoo oder Virtualsat sicher eine gute Idee. Wobei Zattoo nur per WLAN nutzbar ist. Ich persönlich ziehe es vor, offline Sendungen anzuschauen. Dann kommt für Live-TV unterwegs allerdings nur DVB-T in Frage.

Wie sieht es bei euch aus: Nutzt ihr Apps der Fernsehsender oder andere TV-Anwendungen auf dem Smartphone oder Tablet?

(Saskia Brintrup)

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Saskia Brintrup hat von 2010 bis 2013 insgesamt 66 Artikel zu BASIC thinking beigesteuert.