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Google kauft Sparrow, will GMail damit aufhübschen

Klasse, da will man eigentlich gerade ins Wochenende aufbrechen, da durchkreuzt unser aller Suchmaschine die Pläne mit einer spektakulären Übernahme: Google kauft Sparrow und integriert Entwickler und Technik in seinen E-Mail-Dienst GMail. Sparrow ist ein Dienst, der die E-Mail erweitern und verbessern will und sich der Sache in der Tat vorbildlich angenommen hat.

Sparrow bietet Funktionen, wie sie GMail in der Tat gut zu Gesicht stünden. Was aber verwundert: Nichts mit Android oder PC – Sparrow steht bislang nur für iPhone und Mac zur Verfügung. Die Ankündigung auf der Sparrow-Website klingt nach „Acqhire“: Das Sparrow-Team wechselt, die Technik dürfte in GMail und GMails iPhone-App aufgehen, Sparrow selbst langfristig vom Markt verschwinden. Auch wenn die bisherigen Apps nicht eingestellt werden sollen und Support weiterhin geleistet wird: sie werden nicht weiter entwickelt. Na dann bin ich mal gespannt, wie Google die Technik integriert, und wünsche euch und mir ein schönes Wochenende!

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

15 Kommentare

  • Macht Google jetzt Facebook nach? Allen möglichen Kram aufbauen? Ich finde, die sollten ihre derzeitigen Dienste ein wenig aufschmücken und sich insbesondere mit G+ ein wenig ins Zeug legen. FB ist unbeliebter denn je – worauf wartet der Konzern noch?

  • Jürgen, wehe du erklärst noch mal was „acqhire“ ist (auch wenn’s nur in einem Nebensatz ist). Das ist kein Blog für Grundschüler, und zumindest mich würde es freuen wenn etwas mehr ins Detail gehen würde, statt so zu schreiben als würde der Artikel im Gemeindeblatt erscheinen und die letzte Oma es noch verstehen muss.

  • Meine Oma weiß, dass Google eine Suchmaschine ist !
    Das ist übrigens wohlwollend gemeint, ich finde einige Artikel sind ziemlich oberflächlich und könnten auch bei web.de auf der Newsseite stehen (das Gemeindeblättle war übertrieben). Bei einem Tech-Blog kann und darf der Blogger (zumindest will ich das) ruhig von seinen Lesern etwas abverlangen. Mir ist klar, der Post wurde geschrieben als die meisten Blogs wahrscheinlich schon ihre Rolläden für’s Wochenende unten hatten, aber das war auch eher allgemeine (konstruktiv gedachte) Kritik.

  • Erinnert mich stark an Microfort, die haben irgendwann auch den Markt leer gekauft. Aber das sollte uns Verbraucher nicht stören, ich finde dies einen guten Schachzug

  • @Simone: du findest es also aus Verbrauchersicht einen guten Schachzug, wenn mächtige Firmen überlegene Konkurrenzprodukte kaputt kaufen, statt sich dem Wettbewerb zu stellen? Die einzige nicht-Outlook-Mutation vom Markt zu nehmen, um Emailing weiter auf dem Stand von vorgestern verharren zu lassen.

    Aus Verbrauchersicht?

  • Ich denke mal, dies ist der natürliche Ablauf in dieser Branche. Google wird doch durch den Zukauf von sparrow die Qualität nicht vernachlässigen, im Gegenteil. @ Simone… sehe ich auch genau so @Pat, 1. sparrow hat nun eben Kasse gemacht und jeder von uns würde es auch so machen. 2. jetzt ist eben wieder mehr Platz für neue kreative Startups. Ich finde Firefox ist da immer das perfekte Beispiel. Die haben sich nicht kaufen lassen und zauberten aus dem Nichts ein nahezu perfektes Produkt.

  • @Fruchtiger: Lol. Ja, sorry. 😉 Diesmal habe ich die Erklärung aber in einem Nebensatz voller nicht ganz selbstverständlicher Fakten integriert. Es ist ja nicht immer klar, was mit einer Software nach Acqhire passiert: Verschwindet sie ganz vom Markt (Glancee), wird sie erstmal unter gleichem Namen weiter entwickelt (Tweetie) oder werden eben aktuelle Versionen weiter betrieben und nur langfristig verschwinden (Sparrow). Sorry, wollte dich und deine Oma hier nicht beleidigen und gehe in Zukunft extra für euch wieder mehr ins Detail. 😉

  • @Steffen: das Sparrow-Team kann ich schon verstehen. Ich kann nur beim besten Willen nichts Gutes daran finden, wenn Evil Google ein innovatives Produkt zerstört.

    Google hat 25000 Mitarbeiter, haufenweise vermeintliche Überflieger von sog. Elite-Unis. Und keiner von denen soll einen vernünftigen Mail-Client bauen können? Was erwarten die denn vom Sparrow-Team? Ein neues Konzept, welches noch besser als das Erste ist? Nein — Sparrow wurde zerstört und es wird nichts besseres von Google kommen. Die melden da ein paar hippe Nachbauen-Verboten-Patente drauf an und lassen uns mit Outlook, Mail.app und ihrer albernen Weboberfläche zurück. Maximal eine App mit Google+-Zwang. Microsoft hat vorgemacht, wie man Marktmacht konserviert.

  • Das finde ich ja jetzt wirklich schade. Ich hätte gerne eine Konkurrenz zum Thunderbird auf dem PC gesehen. Firefox wurde bei mir auch schon lange durch Chrome ersetzt. Vielleicht wird es in naher Zukunft ja doch noch eine Portierung für den PC geben. Ich würde es begrüßen!

  • Es ist schon Wahnsinn…
    Man nutzt Gmail, da es einfach, werbefrei mit besonders viel Platz und kostenlos ist.
    Dann kommt man auf den Gedanken, Google Docs ist doch eigentlich auch eine feine Sache, man synchronisiert natürlich sein Smartphone mit Google, wegen Adressbuch und Kalender.
    Bilder läd man bei Picassa hoch, oder jetzt bei Google+…
    Ich könnte ewig weiterreden, weil Google bald alles macht!
    Wenn ich ehrlich bin habe ich damit schon ein Problem, nur schöne Alternativen fehlen eben…
    Aber machen wir uns nix vor heute weiß Google schon sehr viel über dich, dein Kaufverhalten, deine Kontakte, deine Interessen, deine Hobbys, deine Urlaubsziele…
    Ich glaube andere Anbieter die den gleichen Service für eine geringe Gebühr mit wirklich guten Datenschutzrechtlinien bieten würden, wären die einzige Möglichkeit, das Google nicht in fast allen Online Angeboten zum Monopol wird.
    Ich würde sofort wechseln, wenn der Komfort gleich bleiben würde…

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