Tweetbot stellt öffentlichen Beta-Test ein, Twitter blendet Namen von Clients aus

Jürgen Vielmeier

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Fällt künftig weg: Die Info, von welchem Client ein Tweet stammt

Alte Freunde unerwünscht: Mit der neuen API führte Twitter kürzlich höhere Auflagen für Apps von Drittentwicklern ein. Das wurde in der Fachpresse vielfach kritisiert, einige winkten jedoch ab und sagten: Alles nur halb so wild. Einer von ihnen war Entwickler Paul Haddad. Für seinen Twitter-Client Tweetbot für das iPhone berge das kaum ein Problem und mittelfristig sei alles in Ordnung.

Umso erstaunlicher also, dass ebenjener Paul Haddad gestern ankündigen musste, dass er den Alpha- und Beta-Test seiner Tweetbot-Version für den Mac einstellt. Der Grund: die Twitter-API. Jedem Client steht seit der Beschränkung vorvergangene Woche nur noch eine begrenzte Zahl von Nutzerbons zur Verfügung. Diese wolle er nicht schon im Vorfeld der finalen Version verbrauchen, denn die Nutzung jedes Software-Clients zähle einzeln, schreibt Haddad. Er habe sich in den vergangenen Tagen intensiv darüber mit Twitter unterhalten, man sei aber zu keiner Einigung gelangt. Er stellte klar, dass Tweetbot für den Mac nach wie vor erscheinen solle. Aber den Alpha- und Beta-Test führt er nun lieber im kleinen, geschlossenen Nutzerkreis fort.

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Freunde, wer braucht schon Freunde?

Es bleibt also dabei: Twitter macht unumwunden deutlich, dass man die Entwickler von unternehmensfremden Clients am liebsten loswerden würde. Das zeigen die neuen Beschränkungen der API, das zeigt aber etwa auch die heute Nacht getroffene Maßnahme, die Namen der Clients in den Tweets nicht länger anzuzeigen. Bisher stand unter jedem Tweet, ob er etwa von Twitters Webversion, von Osfoora, Tweetdeck oder Echofon abgeschickt wurde. Diese Information entfällt künftig. Laut Twitter, um den Inhalt der Tweets hervorzuheben. (Ist klar.) Klingt nach einer kleinen, unscheinbaren Änderung. Wer Twitter aber eine Zeitlang genutzt hat, weiß, dass diese Information eigentlich ganz interessant und zusätzlich eine gute Werbung für die Clients war. Stellt man das ab, sorgt man dafür, dass die Namen der Apps aus dem Gedächtnis verschwinden.

Twitters neue Politik vom Paulus zum Saulus ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Nicht nur, weil man damit die Apps ausschließt, die das Unternehmen einst groß gemacht haben. Sondern auch, weil man sich dadurch der besseren Software entledigt. Das aktuelle Twitter für den Mac wurde seit nunmehr drei Monaten nicht aktualisiert, das von Twitter übernommene Tweetdeck reicht in der Mac-Version noch immer nicht an die sehr ordentliche Adobe-Air-Version heran. Ähnlich sieht es auf dem iPhone aus, wo der native Twitter-Client ein lahmer, überfrachteter Murks ist. Wenn Twitter schon alle Brücken zu den alten Freunden abbricht, dann sollte das Unternehmen doch wenigstens sicher stellen, dass man den Nutzern etwas Besseres bietet. Bisher sehe ich das nicht.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.