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Motorola stellt RAZR i vor, erstes Intel-Smartphone mit 2-GHz-Prozessor

Intel meint es ernst mit seiner Smartphone-Strategie. Auf der IFA fand ich eine Reihe von Smartphones mit Intel-Prozessoren, die einen guten ersten Eindruck machten. Heute stellte der Chiphersteller in Zusammenarbeit mit Motorola ein neues Smartphone vor: das RAZR i. Anfang Oktober soll es auf den Markt kommen; in Deutschland bei O2, Eplus und The Phone House. Intel nennt es „Vollbild-Smartphone“, allerdings sehe ich auch nicht weniger Rand als bei anderen aktuellen Modellen.

Trotzdem: Was Motorola da vorstellt, klingt ordentlich:

  • 2-GHz-Medfield-Prozessor (Atom, Single Core)
  • Intels Hyperthreading statt eines Mehrkern-Prozessors
  • 4,3-Zoll-Display (Super Amoled Advanced)
  • 8-Megapixel-Kamera, die in 1 Sekunde bereit sein und 10 Bilder pro Sekunde schießen soll (Die Photokina lässt grüßen)
  • Laut Motorola ist ein lichtstarker Bildsensor integriert
  • Corning Gorilla Glas und ein Kevlar-Gehäuse sollen angeblich vor Spritzwasser schützen (macht uns dafür nicht haftbar)
  • Akku mit 2.000 mAh. Mehr als der Großteil der Konkurrenz, allerdings fast schon wenig im Vergleich zu den anderen Modellen aus eigenem Hause (Droid Razr Maxx HD mit 3.300 mAh) oder Droid Razr HD mit (2.550 mAh)
  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich (Update auf 4.1 Jelly Bean soll zur Verfügung stehen)
  • Circles Widget, eine neue Oberfläche
  • NFC
  • Voice Action (Sprachsteuerung)

Aber lasst euch nichts vormachen: Was Motorola hier präsentiert, ist ein aufgesägtes Droid RAZR M mit einem Intel-Prozessor. Dies nennt Motorola ebenfalls „Vollbild-Smartphone“ und verbaut es mit dem gleichen Gehäuse. Statt des Intel-Prozessors mit 2 GHz Single Core hat das Droid RAZR M einen 1,5 GHz Dual Core (Qualcomm Snapdragon S4). Man kann nun vortrefflich darüber streiten, welche von beiden Architekturen die bessere ist, oder es den Benchmarks überlassen. Immerhin leistungsfähriger scheint die Kamera im RAZR i zu sein. Den Schnellstart hat das Droid RAZR M nicht, 6 Bilder pro Sekunde müssen hier ausreichen. Macht Intel hier den Unterschied?

Ob das RAZR i ein Erfolg wird, dürfte also vom Preis abhängen, den Motorola auf 399 Euro (UVP) taxiert. Das klingt eigentlich sehr in Ordnung, zumal sich der Straßenpreis da schnell der 300-Euro-Marke nähern dürfte. Das Droid RAZR M ist bisher nicht in Deutschland erschienen. Es startete in den USA für einen Preis von 540 US-Dollar. Wer in Deutschland ein „Volldbild-Smartphone“ von Motorola will, muss also zum RAZR i greifen.


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

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