Dropbox bereitet Börsengang vor

Robert Vossen

dropboxBei den Investoren wird schon länger gehofft und vermutet, dass Dropbox an die Börse geht. Jetzt hat der Cloud-Speicherdienst sich mit mehreren Banken getroffen, um den Börsenstart vorzubereiten. Schon im Herbst könnten die ersten Dropbox-Aktien über die Ladentheke gehen.

Umsatz: 240 Mio. Dollar, Bewertung: 4 Mrd. Dollar

Mit dem Schritt würde Dropbox seine Kassen vermutlich gut füllen können – das Unternehmen wird derzeit mit 4 Milliarden Dollar bewertet. Bei einem geschätzten Jahresumsatz in 2011 von 240 Millionen Dollar fürchten mancher vielleicht schon eine neue Spekulationsblase, doch im Gegensatz zu zahlreichen Startups hat Dropbox ein funktionierendes Geschäftsmodell.

Zwar zahlt nur ein Bruchteil der User für zusätzlichen Speicherplatz, doch anscheinend reicht das aus. Ein Beleg dafür ist unter anderem, dass Dropbox letztes Jahr ein 9-stelliges Übernahmeangebot von Apple abgelehnt hat. Hinzu kommt, dass die Web-Festplatte ihre Nutzerbasis innerhalb eines Jahres mehr als vervierfacht hat und seit ein paar Tagen mit neuen Funktionen lockt, die das weitere Wachstum sicherstellen sollen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Dropbox nimmt Geschäftskunden ins Visier

Denn während Dropbox bei Otto-Normal-Verbrauchern bislang eh eindeutig vorne lag, hat sich der stärkste Wettbewerber Box auf den Geschäftskundenbereich konzentriert. Und genau da möchte man nun auch hin. So sollen IT-Administratoren beispielsweise sehen können, wer welche Datei angesehen hat und entsprechend Nutzerrechte vergeben dürfen.

Wichtig dabei ist, dass für bestimmte Dateien unterschiedliche Rechte vergeben werden können – so kann eine Datei zum Beispiel bearbeitet, aber nicht heruntergeladen oder verbreitet werden. Gerade bei Banken, Krankendatenakten oder juristischen Dateien ist das ein notwendiges Feature.

EU-Agentur warnt vor Cloud Computing

Dazu passt, dass die EU-Agentur für Internetsicherheit Enisa gestern vor Risiken beim Cloud Computing gewarnt hat. Zwar werden die Vorteile einer ausgelagerten IT-Infrastruktur insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung hervorgehoben, doch jedes Unternehmen solle den Wechsel genau abwägen. Darüber hinaus halte man die Konzentration von Nutzerdaten im Finanz-, Gesundheits- und Versicherungswesen für bedenklich. Es scheint, als hätte Dropbox die Bedenken geahnt.

Ein weiterer guter Tipp kommt vom Wettbewerber Box: CEO Aaron Levie, der 2014 mit seinem Unternehmen an die Börse möchte, hat aus dem Börsengang von Facebook gelernt, dass Unternehmen, die Geschäftskunden ansprechen, ein stabileres Geschäftsmodell hätten. Anand Submarini, Produktmanager bei Dropbox, wird dem wahrscheinlich nicht widersprechen, schließlich hat er die jüngsten Updates lediglich als ersten Schritt in den Geschäftskunden-Markt bezeichnet.

Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sehe ich ein enormes Potential. Volkswagen, Siemens und die Deutsche Bank werden sicherlich auch weiterhin auf ihre eigenen Server setzen, doch für viele Mittelständler dürfte Dropbox so zu einer veritablen Alternative werden. Wenn man das mit dem Börsengang erzielte Geld sinnvoll für Investitionen in diesem Bereich nutzt, könnte man sich somit deutlich von seinem Konkurrenten Box absetzen.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Das Rennen um den Börsengang

Doch da auch hier der Börsengang ansteht, wird Dropbox sich sicherlich nicht nach getaner Arbeit auf der faulen Haut ausruhen können. Für den Kunden, egal ob End-User oder Geschäftskunde, ist das ein gutes Zeichen, schließlich belebt Konkurrenz bekanntlich das Geschäft.

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
SEO Lead (m/f/x)
Rebuy Recommerce GmbH in Berlin
Social Media Managerin / Social Media Manager...
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Karlsruhe
Auszubildende zum/zur Fachinformatiker*in für...
Omnicom Media Group Germany GmbH in Düsseldorf
Online Marketing Manager (m/w/d)
Autoland AG in Sandersdorf-Brehna
Online Marketing Manager (m/w/d) – Schw...
VR Bank Rhein Neckar eG in Mannheim
Digital Marketing Manager (m/w/d)
werwie GmbH in Konz
Head of Social Commerce & Media (gn)
Peter Kölln GmbH & Co. KGaA in Elmshorn
Content Creator (m/w/d) Teilzeit (20 Stunden/...
SICAT GmbH & Co. KG in Bonn
Teile diesen Artikel
Folgen
Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.