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Amazon und das Paketdienstleister-Roulette

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Amazon hat alles. Wächst, wird größer, expandiert. Baut in ganz Deutschland neue Logistikzentren und erweitert das eigene Sortiment. Mich als Amazon-Extremkunden freut das. Doch fallen mir auch negative Entwicklungen ins Auge, die meine Euphorie bremsen. Schuld daran ist einerseits die Expansionspolitik von Amazon, andererseits die sporadisch auftretenden Inkompetenzen der Amazon-Versanddienstleister. Ganz zu schweigen von den negativen Schwingungen, aktuell hervorgerufen durch Leiharbeiter-Diskussion, Streiks und die Tarifverhandlungs-Blockade. Wieso die Größe einen zunehmend faden Beigeschmack entwickelt, die fehlende Paketdienst-Wahl regelmäßig mein Herz überansprucht und wie die Leser von BASIC thinking die Vorgänge wahrnehmen: eine Momentaufnahme.

Amazon als Teil des Alltags

Ich lebe Amazon. Brauche ich etwas, wird es über Browser oder iPhone-App kurzerhand geordert. Wenige Klicks in Bus oder Bahn, vom stillen Örtchen oder wo auch immer und schwupps, wandern Artikel aller Art in kürzester Zeit direkt zu mir nach Hause. Mittlerweile bin ich sogar so weit, dass ich Haushaltskram wie Reinigungsmittel, Duschzeug oder Küchenrolle (ich bestelle tatsächlich Küchenrolle online?) bei Amazon bestelle, wenn denn Bedarf besteht und Arbeitszeiten oder akute Unlust es schlicht nicht zulassen, in einem mehr oder weniger gut sortierten Einzelhandelshaus vorbei zu schauen. Ich fühle mich wohl damit. Empfinde es als große Erleichterung meines Lebens.

Meine Amazon-Zuneigung geht sehr weit. So weit, dass ich mittlerweile PRIME-Mitglied bin und mich gegen geringe Jahresgebühr über garantierte Lieferzeiten, keinen Mindestbestellpreis von 20 Euro und Express-Sendungen zum Nulltarif freuen darf. Wären da nicht die Versanddienstleister, deren sporadisch auftretende Inkompetenz meine Stimmung immer wieder trübt.

Keine Freiheit bei Paketdienst-Wahl

Vorweg: ich möchte keinen Versanddienstleister zerreißen. Die Branche ist hart umkämpft und wird begleitet von hohen Investitionskosten. Die Preise für Pakete sind für Endkunden schon seit längerer Zeit konstant, was sinkende Margen durch steigende Lohn- und Transportkosten bei Hermes, DHL und Co. zur Folge hat. Das Nachsehen haben oft die Zusteller. Überstunden sind an der Tagesordnung, ein Mindestlohn findet nur in Teilen seinen Weg in die Geldbörsen der Boten. Eine schwierige Situation, die durch individuelle Kritik nicht aus ihrem Dilemma befreit werden kann. Schließlich sind die Vorgänge in der Öffentlichkeit schon lange bekannt. Es wird viel angekündigt, geplant, aber nichts ändert sich. Ich habe die Hoffnung, dass die steil steigenden Umsätze zeitnah auch an die Mitarbeiter weitergegeben werden. Weniger reden, handeln!

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So viel zum Vorwort. Auch ich habe eine klare Präferenz, was meine Zusteller-Wahl betrifft. Wenn ich denn eine Wahl hätte! Und darum geht es hier: Amazon gibt PRIME-Mitgliedern keine Auswahlmöglichkeit des Versanddienstleisters in die Hand. So ist es ohne Tricks und Kniffe nicht möglich, die eigenen Bestellungen ausschließlich von DHL, Hermes oder UPS zustellen zu lassen. Dabei würde dies je nach Region sicherlich für einzelne Kunden großen Sinn machen. Meiner Erfahrung nach schwankt der Service der einzelnen Logistiker nämlich stark regional, je nach Motivation und Kompetenz des Zustellers.

Das bestätigt auch die kleine Umfrage über unsere Facebook-Seite, die ich schon Ende März anstieß. DHL steht bei den meisten Kommentatoren sehr gut da. Auch der Tenor bei UPS ist positiv. Hermes hingegen erfährt eher negatives Feedback. So würde Leser Marco für seine PRIME-Mitgliedschaft sogar freiwillig mehr bezahlen, nur um Hermes zu umgehen. Die Erfahrungsberichte sind düster: so finden sich Geschichten zu abgelegten Paketen auf dem Balkon ebenso, wie zerknüllte oder gar geöffnete und geleerte Kartonagen im Briefkasten. Absurd, teils auch amüsant – in jedem Falle aber alles andere als wünschenswert.

Kein Feedback ist auch eines

Wieso lässt Amazon den Kunden hier also nicht einfach freie Hand? Auf Nachfrage beim Kundenservice ist ein entsprechender Vermerk, die Priorisierung eines Paketdienstes, nicht möglich. Und auch die Pressestelle gibt sich zugeknöpft: zwei ausformulierte Anfragen nach explizitem telefonischen Hinweis auf den Kommunikationsweg „E-Mail“ blieben unbeantwortet. Ernüchternd. Ein Gespräch mit der Hermes-Pressestelle verläuft sehr freundlich, allerdings wenig aufschlussreich: man äußere sich zu vertraglicher Situation und Leistungsumfang mit Partner Amazon nicht.

Man kann nur spekulieren, wieso die Abläufe bei Amazon so unflexibel sind. Meiner Meinung nach ist das Unternehmen schlichtweg zu schnell zu groß geworden. Viele Logistikzentren führen verschiedenste Artikel. Diese müssen alle durch die Logistik beim Kunden zusammenlaufen. So kommt es immer wieder vor, dass eine Bestellung aus wenigen Produkten in mehrere Pakete aufgeteilt wird. Mir fällt auf, dass kleinere Pakete gerne mit UPS oder Hermes geliefert werden. Scheint für Amazon günstiger zu sein? Womöglich kann DHL als ehemaliger Exklusiv-Partner die Masse an Paketen auch schlichtweg nicht mehr stemmen oder ist zu teuer? Mutmaßungen. In jedem Fall ist es die Größe, durch die Flexibilität für den Kunden verloren geht. Mal kommen die Sendungen aus Frankreich, mal aus Belgien. Das alles ist in der Summe weder umwelt- noch kundenfreundlich.

Und die Wahl des Versanddienstleisters? Bleibt offiziell nicht beeinflussbar, so wie es aussieht. Bei der bereits angesprochenen Umfrage auf der Facebook-Seite von BASIC thinking verrieten einige Leser ihre Tricks. So ist es immerhin möglich DHL als Präferenz anzugeben, indem man eine Packstation als Lieferadresse angibt. Ganz Raffinierte können auch versuchen ihre Privatadresse im Packstation-Feld einzugeben. Würde auch klappen, klärte mich ein Leser per Zuschrift auf. Lieferungen an Firmenadressen werden offenbar stets mit DHL abgewickelt. Möglichkeiten für die Priorisierung von Hermes oder UPS sind nicht bekannt.

Ja wer schickt's denn nu? Hermes? DHL?

Ja wer schickt’s denn nu? Hermes? DHL? Roulette! Nichts geht mehr.

Bestellungen mit Herzschlag-Finale

So ist und bleibt es, wie es ist. PRIME-Bestellung losschicken und mit Bluthochdruck auf die Versandbestätigung warten. DHL? Hermes? UPS? Ein Herzschlag-Finale, angetrieben von der Hoffnung, dass es bei dieser Order hoffentlich wieder der präferierte Versanddienstleister wird. Jedes einzelne Mal.

Immerhin: Nervenkitzel soll jung halten, sagt man. Hat also auch etwas Positives. Nach dieser These werde ich als Dauerkunde unter Dauer-Spannung sicher 100 Jahre alt. Dem Versanddienstleister-Roulette von Amazon sei Dank.

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Über den Autor

Michael Müller

Michael tritt seit 2012 in über 140 Beiträgen den Beweis an, trotz seines Allerweltnamens real existent zu sein. Seit Abschluss seines Wirtschaftsstudiums arbeitet er als Kommunikationsberater für namhafte Technologie-Firmen, kann und möchte das Schreiben aber nicht sein lassen.

66 Kommentare

  • Ist bei mir auch so, wobei hier in der Regel Hermes und UPS das Rennen machen und oftmals DHL gar nicht erst zustellt. Wieso auch? Und wieso überhaupt eine Karte in den Briefkasten… Hachja… schöne neue Welt.

  • Ich habe mich mit der Einführung der Lebensmittelkategorie auch mal mit dem Gedanken auseinandergesetzt, mehr Haushaltswaren bei Amazon zu bestellen.

    Allerdings arbeite ich den ganzen Tag und da meine Wohnungstür kein Paketfach hat (ich stelle mir gerade einen Pfandautomaten mit Kistenfließband vor), lass ich alles an die Packstation liefern.
    (Ja, ich wusste nicht, dass Amazon auch über UPS und Hermes versendet, ich dachte bis eben, das sei DHL-Exklusiv).

    Wie machst du das mit den Haushaltswaren?
    Wenn ich Abends an die Packstation muss, und für Geschirrspüler, Reinigungsmittel und Küchenrolle drei Pakete nach Hause schleppen, auspacken und Verpackung entsorgen muss, dann sehe ich keinen Zeit- und Kostenvorteil.

    • Ich habe das Glück sehr nette Nachbarn im Rentenalter zu haben, die ich regelmäßig mit meinen Bestellungen in den Wahnsinn treibe 😉 Als Gegenleistung gibt es quartalsweise flüssige Leckereien. Bisher haben mich mit dieser Strategie noch keine Beschwerden erreicht.

  • Einfach bei DHL an der Packstation anmelden und alles dorthin schicken lassen, dann kann nur DHL liefern, da alle anderen bei uns echt schei*e sind!

  • Leider kennen meine Eltern dies nur zu genüge, nur leider passieren DHL ebenso Fehler wie anderen Dienstleistern. Die Dienstleister sind einfach total überfordert. Wenn bei uns drei Pakete an einen Kunden verschickt werden dann ist es in der Regel so, dass diese an drei verschiedenen Tagen beim Empfänger ankommen. Oder zwei kommen am selben Tag an und das dritte erst fünf Tage später, alles schon vorgekommen. Da schafft es der Dienstleister nicht diese drei Pakete beieinander zu halten. Wahrscheinlich ist es auch so, dass die mit Absicht nicht zusammen gehalten werden weil dadurch ein weiterer Kunde benachteiligt wird, wegen zu wenig Platz im Auto. Und bei Feiertagen und Brückentagen wird das Ausmaß der Überforderung nochmal verdeutlicht. Da bleiben Pakete auch gern mal vier Werktage _nach_ dem Brückentag liegen. Und da kann mir niemand erzählen, dass dies versehentlich passiert.
    Wo ich drauf hinaus will. Die Dienstleister müssen mehr Personal einstellen, was widerrum den Preis der Pakete erhöhen würde allerdings wäre der Kunde zufriedener weil sein Paket pünktlich ankommt 🙂

    Und apropos alles im Internet bestellen, meine Eltern verkaufen Pflanzen über Amazon und da ist es natürlich eine heikle Geschichte wenn die Pakete anstatt zwei Tage sieben tage unterwegs sind.
    Und zu guter letzt, ein bisschen Werbung:
    http://www.amazon.de/gp/aag/main?ie=UTF8&asin=&isAmazonFulfilled=&isCBA=&marketplaceID=A1PA6795UKMFR9&orderID=&seller=A1TWA9DOV3JEW8

  • Die Theorie mit der Firmenadresse stimmt nicht: Bei uns in der Firma kommen Amazon-Pakete sowohl via DHL als auch via Hermes und UPS an.

  • Bei mir war es sogar so, dass meine Bestellung (4 Artikel von Amazon) in 3 Einzelsendungen an 3 Tagen verschickt worden sind, obwohl alle vorrätig und direkt von amazon waren. Was ein riesen Aufwand wegen der Streiks in den letzten Tagen um einen noch größeren Shit-Storm zu vermeiden…

  • Beim Lesen des Artikels ist mir Gedanke nach einem eigenen Versanddienstleister von Amazon gekommen. Die Zufriedenheit mit Amazon hängt für viele Leute auch mit der Dauer der Lieferung ab; Amazon selbst hat aber gar keine Kontrolle über diesen elementar wichtigen Teil des gesamten Bestellvorgangs. Der Lieferdienst wäre dann natürlich auf Amazon alleine begrenzt, außerdem kann Amazon dann je nach Nachfrage Saisonarbeiter einstellen (wie schon in den Logistikzentren) und für Prime-Mitglieder wirklich zuverlässige Aussagen über die Lieferdauer und -zeit machen.

  • Ich arbeite als Paketzusteller bei DHL (direkt von der Post angestellt, kein Subunternehmer) und bin im Norden Hamburgs unterwegs.

    Momentan nehmen die Paketmengen zu und werden zu Spitzenzeiten wie zB nach Feiertagen wie in den letzten Wochen auch mal so hoch, dass man an einem Tag nicht alle Pakete zustellen kann.

    Allerdings haben Amazon Prime Sendungen einen Sonderstatus, damit diese im Falle eines drohenden Abbruchs bevorzugt noch an diesem Tag zugesellt werden.

    Übrigens: Prime Zustellungen sind keine Expresszustellungen. Expresslieferungen über DHL haben eigene Fahrer und zum Teil eine eigen Infrastruktur.

    Was den „Trick“ mit Adresse in das Packstationsfeld schreiben angeht: sollte funktionieren, es sei denn Amazon macht da noch zusätzlich einen Validitätscheck. DHL ist der einzige Dienst, der Packstationen befüllen kann.

    • Danke für diese Infos! Das erklärt, wieso meine EXPRESS-Sendung aus England von SportsDirect gestern laut Paket.de mit einem Kurier zugestellt wurde. Hatte mich schon gewundert.

      Immer schön, solcherlei Dinge von jemandem zu erfahren, der direkt „an der Quelle“ sitzt 😉 Mir ist auch schon aufgefallen, dass Amazon-Sendungen – ebenso bei Hermes – eine eigene Bezeichnung neben dem Strichcode haben. Dort steht nichts von EXPRESS. Da sieht man mal, wie riesig Amazon mittlerweile geworden ist. Wer einmal über die Autobahn an der Zentrale in Bad Hersfeld vorbeigefahren ist und die angeschlossenen Logistikzentren gesehen hat, dem bleibt erstmal die Luft weg. Ging mir jedenfalls so.

  • Bei mir in der Schweiz kommen Amazon-Pakete (fast nur Bücher, da Amazon nicht viel mehr in die Schweiz schickt) immer mit der Schweizerischen Post. Die Pakete sind aber zuerst bei DHL und kommmen danach in die Paketzentren der CH Post.

    Verstehe aber nicht, wieso das Tracking bei uns nicht zur Verfügung steht. Sowohl DHL, als auch CH Post haben ihren Barcode drauf.

  • Da ich Schicht arbeite, bevorzuge ich DHL. Damit landet das Paket in der Packstation und ich kann es auch halb1 nachts abholen, wenn ich von Arbeit komme. Mit allen anderen Versendern habe ich nur Streß, da sie zu unflexibel sind, zu bestimmten Zeiten zu liefern. Und was nützt mir ein Paket bei Nachbarn, wenn ich sie eine Woche lang nicht antreffe?
    Hat schon dazu geführt, dass ich eine Bestellung wieder storniert habe und nur bei Händlern bestelle, die mit DHL versenden.
    Was nützt mir ein Paket in irgend einem Abhollager am anderen Ende der Stadt, das besch…eidene Öffnungszeiten hat?
    Bei DHL bekomme ich mein Paket.

  • [Klugscheißermodus]
    1. PRIME garantiert *keine* Lieferzeiten.

    2. Bei PRIME-Kunden ist gegenüber nicht-PRIME-Kunden der Premium-Versand Standard, d.h. inklusive.

    3. Der Premium-Versand ist lediglich die Garantie, dass AMAZON binnen 24 Stunden nach Bestellung (besser gesagt spätestens zum letztmöglichen Abholzeitpunkt des Spediteurs am Bestelltag) die Sendung übergibt. Was dieser jetzt damit macht, ist seine Sache. Beispiel:

    Ich bestelle am Freitag um 14.00 Uhr etwas bei AMAZON als PRIME-Kunde. AMAZON entscheidet sich die Sendung per UPS liefern zu lassen. Dank meines PRIME-Status stellt AMAZON sicher, dass spätestens zur letzten Abholung von UPS an diesem Tag (22.00 Uhr, fiktive Zeit) mein Paket definitiv an UPS übergeben wurde. Ich werde das Paket jedoch frühestens am Montag erhalten, weil UPS standardmäßig Samstags nicht zustellt.

    Hier wäre in der Tat die Wahl des Lieferanten wünschenswert, da in der Regel DHL dann auch am nächsten Tag zustellt – in unserem Beispiel also am Samstag.

    4. Will man die garantierte Lieferung binnen 24 Stunden, so muss man auch explizit Express-Versand wählen. Express-Versand ist *immer* kostenpflichtig. PRIME-Kunden zahlen jedoch weniger für diesen Service als nicht-PRIME-Kunden. In diesem Falle, selbst wenn AMAZON sich für UPS entscheidet, würde die Zustellung auch an einem Samstag erfolgen, weil AMAZON dann die entsprechende Zustelloption bei UPS gebucht hätte.

    5. Sollte ich meine Express-Lieferung nicht am nächsten Tag erhalten (ich selber habe es schon erlebt, dass Amazon trotz Express bspw. beim Zusteller nur den Standardversand gebucht hatte), erstattet AMAZON einem die Express-Versandgebühren. Hier hat man also eine Garantie – und nur hier.

    Quellen: http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html/ref=hp_left_sib?ie=UTF8&nodeId=201061460
    [/Klugscheißermodus]

    P.s: Hermes hat im Mai 2012 angekündigt, DHL in Deutschland bis 2015 verdrängen zu wollen. Dazu schloss Hermes u.a. mit AMAZON einen Vertrag der sicherstellt, dass bis 2015 mind. 80% der Pakete von AMAZON via Hermes abgewickelt werden. Es wird also zukünftig immer mehr über Hermes bei AMAZON abgewickelt werden (neuerdings laufen die Rücksendungen ja auch via Hermes).

  • Bzgl. Prime und Express: Man kann an der Paketnummer erkennen, wie die Lieferung erfolgt: Besteht die Paketnummer nur aus Ziffern, dann kommt der normale DHL-Bote (wie z.B. Topas). Beginnt die Paketnummer aber mit Buchstaben, dann handelt es sich um DHL-Express. Letztere sind hier ebenfalls mit gelben Fahrzeugen (normale Sprinter) mit DHL-Logo unterwegs, aber auch mit einem kleinen Schriftzug „Partner von DHL“.

    Wer mal schauen möchte: JJD000390000934178416. Das ist eine Lieferung, die Amazon von sich aus per DHL-Express verschickt hat. Ich bin zwar Prime-Kunde, hatte aber nur den normalen Premium-Versand ausgewählt.

    Mein Hinweis auf den Firmenadressen-Trick war übrigens nicht negativ gemeint, sondern nur als freundlicher Hinweis, dass man sich nicht darauf verlassen sollte, dass das immer so klappt.

  • @Sven
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Amazon verstärkt durch Hermes ausliefern lässt. Warum? Ist doch klar – Hermes Zusteller sind selbständige Subunternehmer, welche unterm Strich für einen Hungerlohn arbeiten. Bzw. von dem Einkommen natürlich nicht leben können und daher in der Regel staatliche Zuschüsse erhalten.

    DHL arbeitet zwar auch mehr und mehr mit Subunternehmern, jedoch werden die angestellten Zusteller immer noch besser bezahlt als die selbständigen Hermes-Sklaven.

    Aus diesem Grund kann Hermes seine Dienstleistungen natürlich ein paar Cent günstiger anbieten als DHL. Und jeder kann sich ja ausrechnen, was ein paar Cent bei vielen Millionen Pakete ausmachen.

    Amazon schert sich doch einen Dreck um Stakeholder Value. Denen geht es doch NUR um Rendite – zahlen ja auch keine Steuern in Deutschland. Aber wir Verbraucher machen den Wahnsinn ja mit, anstatt mal bei einem kleinen spezialisierten deutschen Onlineshop zu bestellen und dann festzustellen, dass der oft genau so schnell liefert und einen ebenso exzellenten Kundenservice wie Amazon hat. Von der Fachkompetenz mal ganz zu schweigen.

  • Ach die ganzen Welt beschwert sic doch schon jetzt, dass Amazon zu viel Macht hat, jetzt sollen sie noch besser werden?!
    Da schickt Thalia und Co. ihr Mitarbeiter auf die Barrikaden!

    DHL arbeitet nahezu überall vorbildlich, ich habe auch das Glück fähige Hermes Zusteller hier zu haben, d.h. alles kommt gut und sicher an. Bin sehr zufrieden. Dennoch viele haben Probleme, Auswahl des Dienstleisters wäre vielleicht interessant.
    Aber Amazon wird sich was dabei denken wie man die Aufträge den Dienstleistern zuteilt, da wird nach Auslastung, nächsten Versandcenter was weiß ich geguckt, keine Ahnung ob die einfach so die Wahl anbieten könnten.

    Und bei Amazon kommt wenigstens alles schnell an (okay bin auch Prime), bei erster Bestellung in einem großen Fahrrad-Onlineshop konnte ich kein sicheres Passwort nehmen, die „zu 90% Versand schon Morgen!11“ sofort lieferbare Artikel (es war nur Kleinkram, kein sperriges Fahrrad) brauchten 5 Tage um bis zu Versandabteilung zu schaffen.

  • @Mark

    An den Identcodes kann man DHL-Express und DHL-Paket seit neuestem auch nicht mir unterscheiden. Amazon nutzt bei DHL-Paket jetzt auch Codes mit JJD am Anfang.

  • Hallo Michael,

    Artikel gelesen – ich kann mir einen kurzen Abstecher zu diesem Punkt nicht verkneifen:

    „Ich habe die Hoffnung, dass die steil steigenden Umsätze zeitnah auch an die Mitarbeiter weitergegeben werden. Weniger reden, handeln!“

    Das ist eine grobe Missachtung der Geschichte und der Ideologie unserer Bundesregierung. Empfehlenswert der heute erschienene Artikel:

    „1996 – das Jahr, als Europa das erste Mal starb“

    http://www.weitwinkelsubjektiv.com/2013/05/14/das-jahr-1996/

    „Bereits seit 1996 ist Schluss mit lustig in Deutschland: Die (nominale) Lohnentwicklung blieb drastisch hinter dem Zuwachs von Produktivität plus moderater Inflation (1,5 Prozent im Durchschnitt) zurück. Regelmäßig wurde der Kuchen also zugunsten der Arbeitgeber aufgeteilt und das summiert sich über die Jahre.“

    Ob CDU, SPD, FDP oder Grüne – alle haben durch ganz enormes Lohn- und Steuerdumping über die letzten 17 Jahre zuverlässig dafür gesorgt, dass Deutschland riesige Außenhandelsüberschüsse gegenüber dem (EU-)Ausland aufgebaut hat (man beachte das stets positiv assoziierte Wort „Exportweltmeister“). Heute wissen wir, dass genau das der Hauptgrund für die aktuelle „Eurokrise“ war und ist. Denn wir leben in einer Währungsunion. Hier kann niemand seine Währung mehr auf- oder abwerten, wie es früher der Fall war.

    Zuerst wurde der Arbeitnehmer hierzulande also um seinen Teil vom Kuchen gebracht – und nachdem alle anderen Länder niederkonkurriert wurden, weil Deutschland in der Zwischenzeit in ein Niedriglohnland umgebaut wurde (Stichwort „Agenda 2010“) und hier günstiger produziert werden konnte, als zu Hause um die Ecke, waren andere Länder so hoch verschuldet, dass wir ihnen jetzt helfen müssen.

    Der Deutsche zahlt also zum zweiten Mal. Und zwar dafür, dass er beim ersten Mal schon hinters Licht geführt wurde. Großartig, oder? 🙂 Da kann man ganz in Ruhe mal ein paar Minuten drüber nachdenken.

    Aber der Deutsche wird sich im Herbst wieder eine Große Koalition oder eine andere Konstellation geben, die erneut dafür sorgen wird, dass es weiter bergab geht, anstatt es einfach mal mit jemand völlig Neuem zu versuchen. Die Alternativen sind da.

    Wer übrigens glaubt, dass eine der o.g. Parteien hier einen erforderlichen Mindestlohn einführen wird, der Altersarmut wirksam bekämpft, der soll es einfach weiter glauben, aber dann bitte in der Kirche. Das europäische Amt für Statistik, Eurostat, hat gerade festgestellt, dass Deutschland mindestens einen Niedriglohnschwellenwert von 10,20 Euro benötigt. Das wären 1632,00 Euro brutto. Und das ist auch nicht die Welt für eine volle Stelle. Welche Mindestlohnhöhen werden aktuell nochmal in den Parteien diskutiert? 10,20 Euro waren es jedenfalls nicht, bei weitem nicht…

    Viele Grüße,
    Bernd

    P.s.: Wir waren auch recht zufriedene Amazon-Kunden. Nach den jüngsten Enthüllungen haben wir unser Kundenkonto gelöscht und verzichten inzwischen komplett auf Amazon.

  • Ich selbst bin ebenfalls Prime- und „Amazon-Extremkunden“ und bestelle wirklich alles was geht über Amazon. Ich bestelle ausnahmslos an eine Packstation, weil diese bei mir direkt um die Ecke ist und ich tagsüber selten zuhause bin.

    Es kommt sehr selten vor, dass ich einen Artikel zurückschicke (im Schnitt vielleicht 2 max. 3 mal im Jahr). Vor ein paar Tagen war es dann mal wieder soweit und ich musste ein paar Schuhe zurückschicken.
    Also das „Rücksendezentrum“ aufgerufen um mir das Etikett auszudrucken… tja, früher hab ich dort immer ein Versandetikett für DHL bekommen, womit ich das Pakett direkt in die Packstation legen konnte. Diesmal wurde mir leider nur ein Etikett für Hermes angeboten. Für mich ist das extrem nervig, da der nächste Hermes-Paketshop ein ziemlicher Umweg ist und ich sowieso fast täglich zur Packstation muss.
    Hier hätte ich auch gerne eine Auswählmöglichkeit für den Versanddienstleister…

  • Das mit den Paketdiensten stört mich auch ein wenig, zumindest wenn ich an meine Hausadresse liefern lasse. Für gewöhnlich ist es aber eine Packstation und da hatte ich damals nur Probleme, wenn es nicht passte und via DHL Express versendet wurde, was in den letzten Monaten aber nicht mehr der Fall gewesen ist, als hätte man sich von dem Versandpartner bei Packstattionzustellungen getrennt.
    Lasse ich Nachhause liefern, kommt meistens Hermes und gelegentlich auch UPS. Zu meinen Erstaunen, kam dabei noch kein Paket zu spät, obwohl einer der beiden Versanddienstleister in Sachen Geschwindigkeit ja nicht einen unbedingt guten Ruf hat. Stören tu ich mich jedoch daran, dass nur DHL zu der Zeit vorbeischaut, in der ich auch Zuhause bin.

    Was mich aber so richtig nervt ist, dass Rücksendungen mittlerweile auch über Hermes verschickt werden. Dabei hat der Kunde nicht die Wahl, sondern bekommt das Etikett so vorgelegt. Will man wie ich die Packstation nutzen, steht man doof da.
    Und wenn dann der Hermes-Ausdruck noch Probleme macht, weil der Druck aus Opera heraus scheinbar nicht sauber funktioniert (nur bei Hermes-Etiketten!), dann steht man auch im Versandshop doof dar, denn (zumindest bis vor zwei Wochen) die Paketnummer kann ich manuell eingetragen werden, sondern wird ein lesbarer Strichcode erwartet.

    Klar will Amazon irgendwie sparen, sei es ihnen bei dem Top-Service auch gegönnt, aber den Kunden vor die Wahl zu stellen, welchen Versender er für den Erhalt, aber auch insbesondere Rückversand nehmen möchte, wäre deutlich kundenorientierter.

  • @Sven:

    Das stimmt so einfach nicht. Ich bin Prime-Kunde und mir wird auch beim normalen, kostenfreien Versand eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden (bzw. deutlich weniger) garantiert. Ich kann in der Regel bis ca. 18-19h bestellen und bekomme die Sendung am nächsten Tag (das wird mir auch von Amazon vor der Bestellung exakt angezeigt).

    Beispiel: http://www.abload.de/img/amazon10pfc.jpg

    Das Beispiel ist wegen Wochenende und Feiertag jetzt nicht gerade beispielhaft. Wäre heute ein normaler Wochentag und vor 18 Uhr, dann würde dort der nächste Tag angezeigt und das Paket würde auch sicher kommen.

  • @Sven
    „Premiumversand
    Für fast alle Lieferadressen in Deutschland bieten wir für eilige Sendungen unseren Premiumversand an. Sie erhalten die Lieferung per Deutsche Post DHL, DHL Express, Hermes, UPS, Stadtbote oder PIN innerhalb eines Tages nach Versand, zu einem garantierten Liefertermin.“

    Express heißt, dass man das Päckchen bis 12 Uhr bekommt („Morning-Express“).

  • seit dem ich amazon geschrieben habe, das ich nichts mehr bestelle wenn ich meine sendungen weiterhin über hermes und nicht über dhl bekomme hab ich keine probleme mehr. alles kommt mit dhl.
    mag zufall sein, aber bei mir hat es geholfen.

  • Ein andere Punkt ärgert mich hier.

    Wenn über Amazon und deren schlechte Umgang mit Leiharbeiter oder die miese Bezahlung mal in die Medien berichtet wird kommt eine kurze Welle der Entrüstung.

    Aber schon bald bestellen alle wieder bei Amazon.

    Nur was denkt ihr dabei?

    Die Löhne die Amazon zahlt sind oft so niedrig, so das viele Vollzeit AN bei Amazon gezwungen sind als Aufstocker zusätzliche Steuergelder zu bekommen.

    Schuld daran ist alleine Amazon und die Tatsache das die große Mehrheit der Leute weiterhin bei Amazon bestellen.

    Würde es jetzt eine richtigen Einbruch der Bestellungen über einen Zeitraum von mindestens 6 Monate geben und dazu noch ein Menge Shitstorm gegen Amazons Löhne, dann würde sich was tun.

    Und wer jetzt sagt „aber dann wäre alles teure“.

    Denkt mal ein wenig nach. Wenn Amazon ihr derzeitigen Löhne die oft bei nur 6,50 Euro liegen auf ein angemessene Wert um die 8,50 Euro erhöhen, dann würde ein einzelne Produkt bei Amazon vielleicht mal 3 % mehr kosten.

    Ein Buch würde dann statt 20 Euro 20,60 Euro kosten.

    Aber ich schätze die große Mehrheit der Amazon Kunden ist das egal. Wundert euch nicht aber wenn irgendwann eine Steuer erhöht werden muss, damit diese „Zwangaufstocker auf Steuerkosten“ irgendwie finanziert werden muss.

    Vielleicht denkt mal einer ein wenig nach.

    Auch das ein beim Paket Dienste so schlechte Erfahrungen gibt, hängt auch vielmals daran das die Kunden möglichst billig den Versand wollen.

    Dabei würden schon ein paar Cent mehr helfen damit diese Bereich für den Kundenzufriedenheit verbesser werden könnte.

  • Mist, der Klugscheißer muss sich dann in einem Punkt selber korrigieren (Danke @Daniel und @Felix).

    In der Tat, bereits beim Premium-Versand, der für PRIME-Kunden Standard ist, garantiert AMAZON den Lieferzeitpunkt. Der muss zwar nicht zwangsweise der nächste Tag sein, aber das bei der Bestellaufgabe gezeigte Datum wird garantiert.
    Wird das Datum dann nicht gehalten, erstattet AMAZON die Kosten, d.h. hier gibt es wirklich eine Garantie. Inwieweit PRIME-Kunden etwas erstattet bekommen frage ich mich, da PRIME-Kunden ja nichts gezahlt haben.

    Was gerade in diesem Zusammenhang umso wichtig ist, will ich noch einmal hervorheben: Der Premium-Versand bedeutet *nicht*, dass die Ware gleichzeitig auch per EXPRESS-Services des Lieferdienstes zugestellt wird.

    Das kann sich wohl auch AMAZON nicht leisten 🙂

    D.h. rgendein schlauer Computer bei AMAZON berechnet was nötig ist, damit die Lieferung zu dem garantierten Zeitpunkt beim Kunden ist und wählt basierend darauf den für AMAZON günstigsten Versand (das ist wiederum von verschieden Faktoren abhängig: In der Branche bucht man ja Kontingente. Wenn die also mit UPS den Vertrag habe pro Monat 100.000 Sendungen auszuliefern, wir den 28. haben und AMAZON erst 90.000 Sendungen mit UPS ausgefahren hat, werden die nächsten Sendungen definitiv mit UPS rausgehen, um den Vertrag zu erfüllen und keine Strafzahlungen… da ist es dann wirklich für AMAZON günstiger zu erstatten (es beschwert sich eh nicht jeder Kunde) als den richtigen Versand zu buchen und dann noch die Strafzahlung aufgebrummt zu bekommen.

    @Karsten:
    vor 1-3 Jahren war Hermes ja überall in der Kritik. Da gab auch Enthüllungsdokus und anschließend Talks in der ARD usw.

    Hermes (bzw. die Mutter Otto) hat damals dann entschieden: So können wir nicht weitermachen und angekündigt die Strategie zu ändern.
    In dem Zusammenhang konnte man dann große Kunden wie AMAZON und APPLE gewinnen (APPLE-Produkte wurden ja bspw. nur durch „neue“ Hermes-Fahrer geliefert, die keine Subs mehr waren, laut Handelsblatt war das eine Bedingung von APPLE).

    Es ist wird spannend sein zu beobachten, ob Hermes das für 2015 ausgerufene Ziel wirklich erreichen wird können.
    Allerdings ist es bezeichnend, dass Hermes den Weg von DHL eingeschlagen hat und DHL hingegen ihr Modell gegen das Modell von Hermes am tauschen ist: Hermes reduziert also die Subs mit dem Ziel alle Kernstellen durch eigene Leute zu besetzen und DHL versucht ihre teuren Mitarbeiter in allen Positionen durch billige Subs zu ersetzen (die wollen nur noch die Paketzentren selber machen – halt, stimmt auch nicht – selber mit billigen Leiharbeitern…).

    • Das mit der Erstattung bei Verspätung ist mir neu – gut zu wissen, der garantierte Lieferzeitpunkt wurde nämlich schon einige Male nicht eingehalten. Allerdings würde ich mich eher schlecht dabei fühlen zu meckern, wenn ein Paket (das nicht eilt) einen Tag später kommt, als versprochen. So eng sehe ich die Sache dann auch nicht. Es sei denn, es ziehen einige Tage ins Land.

  • Es kommt auch bei mir gelegentlich vor, dass ein Lieferzeitpunkt nicht eingehalten wird. Das liegt dann aber zu 100% immer an DHL und nicht an Amazon. Amazon verschickt die Pakete immer zeitnah und pünktlich und ich sehe dann über die Paketverfolgung, dass das Paket an irgendeinem Umschlagplatz liegen bleibt.
    Das sind aber wirklich Einzelfälle und ich selbst würde mich deshalb auch nicht beschweren – sowas kann einfach mal passieren.

    Etwas anderes wäre es beim Express-Versand, für den man 5 Euro extra zahlt. Da ich den aber sowieso nicht nutze (der normale Premiumversand ist bei mir genauso schnell) ist mir das egal…

  • Eine mail an den Support von Amazon mit der Drohung das man dort nichtmehr bestellt wenn die Ware weiterhin mit den Ausbeutern von ( hier 2 unerwünschte paketdienste einsetzen) zugesendet wird sollte helfen.

    In meinem Bekanntenkreis haben sich mehrere Leute die Zusendung via Hermes verbeten ( extreme Ausbeutung der Fahrer), und seitdem kommt alles per DHL. Amazon hört das schon auf die Kunden, würde es aber wohl nie per bestätigungsmail zugeben.

  • Als Empfänger von Bestellungen ist es mir relativ egal, wer liefert. Hauptsache, es klappt. Allerdings bin ich kein besonders großer Freund von Amazon; lieber bestelle ich bei einem kleinen Anbieter, auch wenn es vielleicht nicht ganz so fix geht. Die kleinen wollen schließlich auch leben!
    Als Versender arbeiten wir mit nur einem Paketdienst, der täglich die Sendungen – mit stark schwankenden Stückzahlen – bei uns abholt. Sind es an einem Tag außergewöhnlich viele Pakete, informieren wir die hiesige Zentrale, damit nicht später etliche Pakete stehenbleiben müssen, weil sie nicht mehr ins Auto passen. Funktioniert prima.
    Auslieferung: gelegentlich rufen schon einmal verärgerte Kunden an, weil der Paketdienst eine Sendung einfach vor der Tür abstellt oder – viel schlimmer – nicht in der Lage ist, die richtige Klingel zu finden. Diese Fälle sind aber eher die Ausnahme. Gerade beim Flaschenversand mit schweren, dazu noch bruchgefährdetem Inhalt ist es erstaunlich, wieviele Pakete sehr schnell und wohlbehalten ankommen. Gute Arbeit!

  • Wir bestellen nahezu alles über Amazon.Wir sind beide voll berufstätig, da ist Amazon natürlich super. Bestellungen sind rund um die Uhr möglich. Schnelle Lieferung. Super Service und günstige Preise. Es ist nur bitter, wenn Amazon auf Lieferdienste zurückgreift, die Ihre Mitarbeiter ausbeuten. Da überlegt man sich schon, ob man hier noch bestellen soll. Man kann es sich leider nicht aussuchen, welcher Lieferdienst, die Pakete ausliefert. Wir sind mit DHL sehr zufrieden. Mit Hermes dagegen weniger. Vor Weihnachten hatten wir erst den Fall, das Hermes unsere Anschrift nicht gefunden hat und das Paket an Amazon zurückgegangen ist.

  • Nur meine Meinung.
    1.
    Bei Versand durch Amazon ist die Logistikleistung für fast alle Kunden versandkostenfrei. Und wie heißt es so schön: Wer die Musik bezahlt sollte auch bestimmen, was gespielt wird!
    2.
    Das Grundsatzproblem, das alle Logistiker seit der Amazonisierung des Handels haben, hat seinen Ursprung in genau diesem „Frei Haus Modell“: Ihre Leistung wurde nämlich vollkommen entwertet. In den Augen der meisten Amazonkunden kostet Logistik nichts und hat trotzdem zu funktionieren. Die Folge: Niedrige Löhne, Stress, Fehler, Frust bei den Zustellern führen zu unzufriedenen Kunden.
    3.
    Niemand muss bei Amazon, Zalando und Co. bestellen, doch eine Einkaufsfahrt in die City ist oftmals nerviger und auch teurer als eine Unbequemlichkeit mit dem Onlinezustelldienst.

  • Nanu, Sachen gibt’s, über die habe ich noch nie nachgedacht. Ich bin jetzt allerdings auch nicht der Hardcore-Besteller bei Amazon. Bisher war’s meisetens so, dass die Sachen schneller da waren, als von Amazon angekündigt. Und ich war zufrieden. Für den Versand und die Zustellung bin ich davon ausgegangen, dass es da bei Amazon schon ein Programm gibt, dass sich um die Optimierung kümmert. So von wegen ein Packet für alle bestellten Artikel, Routenoptimierung etc.
    Um die Annahme kümmert sich meine nette Nachbarin im Rentenalter. Und auf das, was auf dem Päckchen stand, habe ich noch nie geachtet.
    Nur letzthin, kurz vor dem Urlaub, war die neue Kamera laut Amazon längst unterwegs und kam und kam nicht … hmmm … da wurde ich richtig kribbelig.
    Ich werd‘ in Zukunft mal aufpassen.

  • Oliver, in den wenigsten bereichen ist Amazon teurer, und wenn, ist der Service und die Abwicklung bei Problemen besser, die Kulanz höher etc.

  • Also ich finde Amazon auch keinesfalls teurer als andere Online-Anbieter. Insbesondere im Elektronikbereich ist Amazon sehr darauf aus die Preise von MediaMarkt / Saturn zu unterbieten. Hinzu kommt die Vielfalt durch den Marketplace. Zum Vergleich ist geizhals.de mein absoluter Favorit.

    Bei Kleinstprodukten und Pflegeartikeln ist Amazon aber tatsächlich teurer als Supermärkte oder Drogerien. Jedenfalls kommt mir das subjektiv so vor.

  • Ich habe eigentlich keine Probleme mit dem Versand. Bestelle auch in der Regel direkt ins Büro, da ich Werktags zwischen 9-17h nie Zuhause bin und ich auch keine Nachbarn im Rentenalter habe :).

    Das Preisniveau von Amazon ist teilweise sehr unterschiedlich und hängt ja auch stark von den Händlern ab. Manchmal sind die Produkte dort einiges teurer als Offline, aber dann findet man auch immer wieder etwas günstiges.

  • Das ist natürlich ein Riesenskandal, wenn die bestellten Küchenrollen nicht mit dem allerbesten und schnellsten Express-Kurierdienst kostenlos auf die Minute bei einem eintreffen 😉
    Vielleicht wäre ja stattdessen auch mal ein Artikel angemessen, wie es möglich ist, dass amazon, ebay etc. für alle Rechnungen luxemburgische Mehrwertsteuer ausweisen und alle anderen Tricks nutzen, um ihren Beitrag an diese unsere Gemeinschaft, deren Infrastruktur und Markt sie ja selbstverständlich nutzen, um satte Gewinne einzufahren, minimal zu halten.
    Aber ist schon klar, wichtiger ist natürlich, dass die Küchenrolle nicht mit Hermes kommt…

    • Es geht in dem Text um die fehlende Beeinflussungs-Möglichkeit des Lieferdienstes bei Amazon-Bestellungen – das „Paketdienstleister-Roulette“ eben. Skandalös ist daran rein gar nichts. Und ob Küchenrolle, Elektronik oder Schuhe im Paket drin sind ist dabei ja wirklich total unerhelblich 😉

  • Wenn das mit Hermes stimmt (dass Amazon in Zukunft 80% über die machen will) hör ich auf bei Amazon zu bestellen. So einfach ist das. Gibt genug Alternativen. Hermes ist der letzte Dreck. Ich glaub das merkt Amazon dann aber auch recht schnell und rudert zurück …

  • Bitte weiter so. Über AMAZOn muss (neben der Tafif-Geschichte) jetzt ein wahrer deutscher Shit-Storm kommen! Und das nicht zu knapp.

    Aber erst, wenn die Umsätze in Deutschland signifikant zurück gehen, wird AMAZON reagieren. Nur so. Egal wie viel wir hier motzen.
    ERGO: Ausweichen auf andere Online-Händler (übrigens habe ich schon viele davon über AMAZON gefunden und dann aber bei denen direkt selbst bestellt. Meistens viel billiger!!

  • Es sollte wirklich mal dar über nachgedacht werden, wie sehr die Angestellten bei Amazon ausgebeutet werden bei dem Hungerlohn. Eigentlich darf man dort nicht mehr bestellen, solange nicht ein Mindestlohn eingefuert wird.

    AMAZON AUSBEUTER

  • Ich habe in den letzten drei Jahren viel bei Amazon bestellt.
    In Verbindung mit der DHL-Packstation, von denen eine direkt
    vor meiner Büro-Tür steht, war das System sehr praktisch und Auslöser dafür, überhaupt im Internet zu bestellen. Die Auswahl bei Amazon ist groß, der Preis nicht immer der Brüller. In den letzten 6 Monaten gab es allerdings mehr und mehr Ärgernisse. Nun bekomme ich wenn ich zur Kasse gehe immer öfter die Meldung, dass etwas (heute waren es 2 Eau de toilettes) nicht an die angegebene DHL-Adresse geschickt werden kann. Kürzlich wollte ich den selben Artikel nach 2 Jahren nochmal bestellen – da ging es auch plötzlich nicht mehr. Amazon schiesst sich damit selber ab, denn bis auf wenige Ausnahmen kommt man auch ohne solche Kindereien an die Sachen heran, die man haben will. Amazon ist halt amerikanisch und was in diesen Kindsköpfen vorgeht, ist für Europäer nicht immer nachvollziehbar. Da hilft nur Abstrafen durch Löschen jeder Order, sobald der Zirkus wieder losgeht.

    • Könnte daran liegen, dass die Eau de Toilettes an einem Ort lagern, der präferiert von Hermes bedient wird. Daher ist dann eine Packstation-Lieferung nicht möglich. Ist und bleibt alles sehr undurchsichtig…

  • Ich habe auch erhebliche Probleme mit HERMES und UPS.
    Warum lässt Amazon den Kunden nicht die Wahlfreiheit welchen Versender sie wünschen? Ich zahle auch gerne ne Mark mehr, wenn meine Päckchen ordentlich über DHL verschickt werden. Will nicht z dem Ausbeutertum beitragen.

  • Aus Kundensicht muss ich leider sagen: Seit Amazon vermehrt über Hermes ausliefert, bestelle ich seltener dort. Mit DHL hatte ich niemals Probleme. Bei Hermes kam es jedoch bereits mehrfach vor, dass in der Lieferungsverfolgung angezeigt wird, dass der Artikel „heute“ zugestellt wird, aber die Lieferung tatsächlich erst am nächsten Tag erfolgt. Besonders ärgerlich natürlich, wenn extra jemand daheim wartet, um das Paket anzunehmen. ABER: Ehrlicherweise gebe ich auch zu, dass ich mit keinem Paketzusteller tauschen möchte. Die meisten (in meiner Region fällt mir das eben besonders bei Hermes auf) wirken stets gestresst und in Eile, liefern oft noch aus, wenn andere bereits Feierabend haben und kriegen dann mitunter noch den Frust unzufriedener Kunden ab.

  • Ich bin ebenfalls Prime-Kunde bei Amazon. Aber wenn Amazon an Hermes festhält, werde ich lieber die Unbequemlichkeit auf mich nehmen, Sachen wie früher in Läden (oder bei anderen Online-Versendern) zu kaufen.
    Mein jüngstes Negativerlebnis mit Hermes: ich hatte ein Computerspiel bestellt, das keine Jugendfreigabe hat, weshalb die Sendung nur persönlich (gegen Vorlage eines Ausweises) übergeben werden sollte: der Hermes-Bote kam spät, aber er kam immerhin am angekündigten Tag, dem 11.10..
    Er hatte die Sendung; ich war da und hatte meinen Ausweis parat.
    Das Paket habe ich trotzdem nicht bekommen!
    Der Hermes-Bote hatte ein Problem mit seinem Scanner. Anstatt das Paket dem Empfänger (der sich als solcher auch noch ausweisen konnte) zu übergeben und sein Scanner-Problem später zu lösen nahm er das Paket wieder mit!!!
    Sein Versprechen, das Paket am nächsten Tag (12.10.)zu bringen, wurde nicht eingehalten: er tauchte nicht auf. Aber der Sendungsstatus in der Paketverfolgung gab an, der Paketdienstleister habe am 12.10. einen Zustellversuch gemacht…

  • Hallo,

    sollte am 22.10.2013 ein Päckchen (Amazon Prime) bekommen.
    Beim nachschauen der Trackingnummer sollte das Paket auch „voraussichtlich“ am o. g. Tag zugestellt werden.
    Wartete den ganzen Tag auf den Zusteller.
    Um 18°° habe ich das Haus verlassen in der Annahme das bei DHL Feierabend ist.(Normalerweise ist die Zustellung in unserem Viertel zwischen 10 u. 15°°, in der Weihnachtszeit kann es auch mal 17°° werden)
    Heute fand ich eine Mitteilung in meinem Briefkasten das der Zusteller um 18:57h(!) das Päckchen (Prime) abliefern wollte.
    Jetzt soll ich auch noch das Paket in der Abhol-Filiale abholen!

    Sehe nicht ein das ich Prime bezahle, der Zusteller zu unüblichen Zeiten klingelt, (hätte er auch bei den Nachbarn machen können) u. ich soll mich auch noch anstellen um das Päckchen entgegen zu nehmen!!!

    Danke DHL

  • Amazon beutet nicht nur seine Arbeiter und Dienstleister aus. Wir verkaufen selbst über Amazon und Amazon behält nicht nur von dem Warenwert, sondern auch von den in Rechnung gestellten Versandkosten 15% netto von den Bruttobeträgen. Das sind knapp 20% netto.
    Damit wird auch der kostenlose Versand von Amazon subventioniert.
    Die Käufer beschweren sich dagegen über relativ hohe Versandkosten.
    Der Käufer muss sich mal klar werden, die teuerste Art einzukaufen ist bei Amazon- entweder zahlt er die hohen Provisionen oder langfristig gesehen die Ausbeutung von Arbeitern bei Amazon subventioniert duch unseren Staat und dadurch unweigerlich erforderlichen Steuererhöhungen.

  • Ich lasse mir alle Pakete ins Büro schicken und muss sagen, daß ich immer wieder froh bin, wenn die Lieferung mit Hermes kommt. Ups legt die Päckchen unten auf dem Briefkasten ab, bei verschiedenen Firmen im selben Gebäude eher unschön. Da half bisher weder beschweren bei Amazon noch Ups direkt.
    Beim Diensleister von DHL kommen ständig andere Fahrer und fast jedes Mal muss man das Paket als beschädigt kennzeichnen lassen.

    Der Einzige der keine Probleme macht, ist der Fahrer von Hermes. Das mag bei uns eine seltene Ausnahme sein, aber der ist echt spitze.

  • Selbst eine Prime Mitgliedschaft kann einen nicht davor schützen dass Pakete bei Nachbarn abgegeben werden und dort rumgammeln. Das senden lassen an eine Packstation scheint da wirklich die einzige Alternative zu sein.

  • Allerdings kann man bei der Packstation das Paket nicht mehr vorher auf Beschädigungen überprüfen. Quasi eine „blinde“ Annahme – auch keine Ideal-Lösung…

  • Also wenn das mit Hermes und Amazon stimmt, werde ich in Zukunft nichts mehr bei Amazon bestellen. Ich habe mit DHL keine Probleme, zumindestens nicht mit den Zustellern hier in meiner Gegend in Köln. Mit einigen Zustellern bin ich schon per Du und werde auch richtig freundlich begrüßt und ich nehme auch problemlos Pakete für meine Nachbarn an (Sind ja auch nur 7 Stück). Die Zusteller müssen auch sehr schnell sein, weil wir in einer Einbahnstraße wohnen und dann schnell Autos laut am hupen sind, weswegen die jetzt auch nicht jedes Mal hochrennen können. Ist für mich auch kein Problem.
    Ich bin auch Amazon Prime Kundin, da ich ein Jahr lang kostenlos Amazon Prime als Studentin ausprobieren durfte.
    Mich ärgert es immer wieder, wenn ich mehrere Artikel gleichzeitig bestelle, dass sie dann in mehrere Pakete versendet werden.Dann kommen aber auch dann mehrere DHL Boten an einem Tag….was ich dann etwas sinnlos finde, weil das ja alles irgendwo doch etwas kostet. In dem Sinne zahle ich ja als Prime Kunde einmal jährlich für die Versandkosten. WENN Es über Prime versendet werden kann. Ich habe auch kein Problem mit dem Versand. Mit Hermes hatte ich bis jetzt nur Probleme. Erstens sind sie hier bei uns in der Gegend sehr unfreundlich. Kein Hallo, kein Aufwiedersehen. Es wird das „Gerät“(ich weiß nicht genau wie dieses kleine Gerät heißt, welches die Paketzusteller immer dabei haben) hingereicht, am unterschreibt und sie gehen dann auch wortlos. Die Uhrzeiten überraschen mich auch immer wieder. An einem Samstag sollte ein Paket per Hermes zugestellt werden. Nach 20 Uhr habe ich gedacht, „Ja, dann kommt es halt am Montag“ und bin mit Freunden auf ein Konzert gegangen. Dann komme ich um 12 nach Hause und sehe einen Zettel , dass um halb 10 ein Paket bei den Nachbarn abgegeben worden ist.
    Mich hatte es ziemlich geärgert, dass die Nachbarn um so eine Uhrzeit noch ein Paket in die Hand gedrückt bekommen haben.
    Ich würde mir auch wünschen, dass meine Pakete nicht mehr per Hermes kommen würden. Und mit DPD mag ich erst rechts nicht mehr am Hut haben wollen, da es bis jetzt kein Zusteller es hinbekommen hat, meinen Namen, der auf dem Paket steht, richtig zu lesen und dann jedes Mal meinen, dass die Adresse nicht existiert. Und ich habe oft genug anrufen müssen, und mehrmals betonen müssen, dass ich wirklich dort wohne. Aber dann haben die Zusteller mir in meinen Briefkasten Zettel reingeworfen, dass die Adresse nicht auffindbar war mit dem falschgeschrieben Namen.
    Hoffe, dass es jetzt nicht zu negativ war.

  • Ich selbst würde es gerne anders beeinflussen und lieber meine Amazon Sachen von hermes oder UPS bekommen. Meine DHL Tante ist ’ne Katastrophe. Denkt nicht mit – Zettel an der Klingel mit Nachbarschaftshinweise oder arbeiten in der Garage (15 Schritte mehr) werden ignoriert und das Paket zum Shop verbracht. Hier erwartet mich dann Parkplatzsuche, ungünstige Öffnungszeiten und aktuelle eine Straßensperrung die den Weg um 25 km verlängert. Folge ist das das Hauptpostamt der Kreisstadt näher wäre, aber nein wir müssen dort hin, weil lt. Navi am dichtesten …

  • Hallo. Ja das Herzschlagfinale… das bringt mich fast zum Herzinfarkt zumindest wenn dann dort als Versanddienstleister Hermes angegeben ist…. Auch klasse. Ich bekomme 2 Pakete von amazon, beide heute am 08.01.13 abgeschickt. Eins kommt mit Hermes und eins mit DHL… toll also freue ich mich morgens auf DHL und Morgens oder mittags oder abends oder garnicht auf HERMES … warum so kompliziert …

  • Sind Sie sich sicher, dass Amazon überhaupt mit anderen Speditionen als DHL liefert?

    Ich bestelle seit einigen Jahren sehr umfangreich bei Amazon (und seit zwei Jahren per Prime) und habe noch nie ein Paket erhalten, was nicht von DHL geliefert wurde. Und das ist auch gut so… Leider versenden einige andere Onlineshops mit Hermes, was eigentlich bei jeder Lieferung zu Problemen führt…

  • Man sollte den Kunden entscheiden lassen, mit wem er die Ware haben möchte. Kann ich Shop2Shop wählen, liefert hermes. Blitzschnell und zuverlässig.

    Ist DHL dranne – wie so oft – muss ich beten das ich nicht zur Post muss. Ich würde DPD oder hermes immer Vorfahrt gewähren.

  • Hallo Michael,

    Vielen Dank erstmal für deinen sehr interessant geschriebenen und informativen Artikel.

    Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich wirklich alles über Amazon kaufe. Ich warte nur noch auf den Tag an dem Amazon Lebensmittel anbietet 🙂

    Leider stimmt es – Amazon liefert mittlerweile vermehrt mit UPS und Hermes aus – wobei UPS sehr selten zu mir kommt, dafür leider umso öfter Hermes. Ich für meinen Teil kann nur sehr schlechtes über Hermes berichten. Es mag am regionalen Zusteller liegen, dennoch spricht die Menge an überregionalen Beschwerden doch eher für ein prinzipielles Defizit des Konzerns.

    Bei mir wurden schon Pakete einfach in den Hof gelegt während es heftig am Regnen war – Ware unbrauchbar. Auch wird gerne mal die Klingel ignoriert und auf den Einwurf eines Scheins auch mal verzichtet, sogar bei Prime Zustellungen.

    Ich habe mich daraufhin bei Amazon mehrfach beschwert. Nachdem ich meine Bestellungen für 2013 durchgerechnet habe und auf eine Endsumme von knapp 15.000€ kam stellte ich Amazon vor die Wahl – entweder werde ich nie wieder von Hermes beliefert, oder ich bestelle einfach nichts mehr bei Amazon. Nach einigen hin- und her sowie internen Prüfungen der Fälle, wurde mir mitgeteilt dass man ab der 4ten zu bemängelnden Zustellung eines Dienstleisters, diesen sperren lassen kann.

    Sprich: Hermes baut 4 mal Mist bei Bestellungen und man kann Hermes als Zusteller für sich sperren lassen.
    Dies könnte anderen Hermes-geplagten wie mir eine nützliche Info sein.

    Gruß Eric

  • Das ist richtig, der Second-Level-Support kann mittlerweile einzelne Dienstleister ausschließen bzw. nur einen zulassen. Allerdings muss man natürlich dort erstmal hinkommen. Grundsätzlich ist der Ausschluss aber nicht vom Umsatz abhängig, sondern nur von der eigenen Liefergeschichte und dem Glück beim First-Level-Support einen ins höhere Level zu schicken.

  • es sollte auch mal darüber berichtet werden dass wir als Händler es schwer haben Speditionen zu finden die Amazon beliefern wollen. Wir haben es extrem schwer unsere Waren zu Amazon zu bringen weil viele Speditionen unsere Anfragen hierzu nicht beantworten. Auf telefonische Nachfrage heisst es dann sowas wie wir wollen mit denen nichts zu tun haben.

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