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Foursquare startet die Time Machine – Virtuelle Zeitreise durch die Vergangenheit

Überraschung, Überraschung, es gibt ein lustiges neues Feature auf der Homepage von Foursquare. Die so genannte Foursquare Time Machine. Wenn man so will ist es tatsächlich eine virtuelle Zeitmaschine, die euch mit auf eine Reise in die Vergangenheit nimmt und auf einen Blick zeigt, wo ihr als Foursquare-Nutzer in den zurückliegenden Monaten so überall eingecheckt habt.

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Christian hat mich heute Morgen auf das Ding aufmerksam gemacht und es liefert einen richtig bunten Mix an Informationen – der aber irgendwie auch ein wenig nachdenklich machen kann, wenn man sich denn Gedanken um seine persönlichen Daten macht.

Foursquare analysiert das Leben

Bei mir fängt die Reise in die Vergangenheit am 17. März 2011 an – mit einem Checkin in der Redaktion von onlinekosten.de. Und dann beginnt der virtuelle Ritt. Im Zick-Zack-Kurs symbolisieren viele bunte Punkte und Pfeile, wo ich mich im Großraum Köln so überall habe blicken lassen. Jede Farbe steht dabei für eine andere Kategorie: Gelb zum Beispiel für Reisen, Pink für Checkins in Clubs und Bars, Türkis für alles, was mit kulinarischen Köstlichkeiten zu tun hat.

Doch nicht nur das. Denn unter der bunten Karte sind auch diverse Statistiken zu finden, die nicht nur die meistbesuchten Orte anzeigen, sondern auch viele Analysen aufzeigen. Zum Beispiel, wie sich meine Checkins von Jahr zu Jahr in den jeweiligen Foursquare-Kategorien entwickelt haben.

So weiß Foursquare über mich zum Beispiel, dass ich 2012 deutlich häufiger gereist bin als 2011, dass ich in diesem Jahr (bedingt durch unseren Büro-Umzug von Hürth nach Köln) mittags viel häufiger essen gehe als noch 2012 und dass meine Besuche in der Natur seit 2011 kontinuierlich zulegen. Korrekt auch: Am Wochenende bin ich am häufigsten in einem Cafe zum Kartenspielen und im Preußenstadion in Münster zu finden.

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Albtraum für Datenschützer

Klar, wer viel Wert auf Datenschutz legt, der wird nun mit den Augen rollen. Wer mich aber kennt, der weiß, dass ich mir um derartige Statistiken selten viele Gedanken mache. Mir ist es ziemlich egal, ob Payback weiß, was ich einkaufe, dafür bekomme ich schließlich einen Gegenwert in Form von Punkten, die ich immer mal wieder gegen hübsche Prämien eintauschen kann.

Ich habe auch kein Problem damit, wenn Google meine E-Mails auf inhaltliche Schlagwörter scannt, um mir passende Werbung einzublenden. Denn Google macht mir mein Leben durch die vielen kostenlos nutzbaren Services mit einfach zu synchronisierendem Kalender, Online-Kontaktdatenbank und Gratis-Speicher in vielen Situationen lebenswerter. Ja, das gefällt mir.

Und weil mir auch die Nutzung von Foursquare richtig viel Spaß macht und ich es zum Teil als eine Art Online-Tagebuch nutze, sollen die Betreiber halt ruhig Statistiken über mein Leben führen. Oder sollte ich mir mehr Gedanken über die Auswertung meiner Daten machen, die ich so preisgebe? Jetzt ihr…


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Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

2 Kommentare

  • Meiner Ansicht nach steckt da ein Denkfehler dahinter, Florian. Foursquare an sich ist kein Problem. Google Streetview an sich ist kein Problem, alles auf Facebook posten ist kein Problem… etc. Aber wenn das mal alles zusammen ausgewertet werden kann, kennt plötzlich „jeder“ Dein ganzes Leben.

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