Hardware

Neues Nexus 7, Android 4.3 und extrem günstige Streaming-Lösung „Chromecast“ im Anflug

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geschrieben von Michael Müller

Einmal mehr ist auf die Gerüchteküche Verlass. Wie schon im Gerüchte-Roundup vor zwei Tagen erwartet, bringt Google ein überarbeitetes Nexus 7 auf den Markt. Das 7 Zoll große Tablet wird weiterhin von Asus gefertigt und zeichnet sich besonders durch seine hohe Auflösung aus. Die Auslieferung erfolgt ab kommender Woche zu einem fairen Preis. Mit an Bord: das nagelneue Android 4.3 „Jelly Bean“, das ebenfalls auf dem Event seine Premiere fand. Doch dem nicht genug: zu allem Neuheiten-Überfluss gesellt sich noch „Chromecast“ zum Google-Portfolio und macht Apple TV gehörig Konkurrenz.

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Neues Nexus 7 mit Full-HD

Google stellte geladenen Medienvertretern soeben auf einem Pressefrühstück in San Francisco das neue Nexus 7 vor. Der Livestream bei YouTube wurde pünktlich um 18 Uhr begleitet von technischen Schwierigkeiten und stellte den ein oder anderen Ticker auf die nervliche Zerreißprobe. Nach wenigen Minuten lief es dann glücklicherweise.

Wie erwartet kommt das Nexus 7 der zweiten Generation mit einem mächtigen Full-HD-Display daher, das 1920 x 1200 Pixel (WUXGA) auf nur 7 Zoll (rund 323 ppi) darstellt. Zum Vergleich: das iPad mini ist knapp 8 Zoll groß und löst mit 1024 x 768 Pixeln (163 ppi) auf. Im Vergleich zu den Eckdaten des neuen und zudem kleineren Nexus 7 ein magerer Wert. Der interne Speicher des Nexus 7 beträgt wahlweise 16 oder 32 Gigabyte, je nachdem für welches Modell man sich entscheidet.

Eine Version mit integriertem Mobilfunkadapter wurde in San Francisco exklusiv für den US-Markt angekündigt. Die Verbindung zum Internet ist somit in Europa weiterhin ausschließlich über WLAN möglich. Als CPU kommt ein Snapdragon S4 Pro in Verbindung mit 2 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Der Akku des Nexus 7 soll bei normaler Nutzung 10 Stunden durchhalten und bis zu 9 Stunden HD-Videogenuss erlauben.

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Das Nexus 7 kommt kommenden Dienstag in den US-amerikanischen Handel. Die 16 GB-Version kostet 229 US-Dollar, die 32-GB-Version 269 Dollar. Für die exklusiv in den USA erhältliche LTE-Version verlangt Google 349 Dollar. Da die Dollarpreise in der Vergangenheit 1:1 in Euro überführt wurden, dürften diese auch beim neuen Nexus 7 für Deutschland gelten. Deutschland gehört neben dem Vereinigten Königreich, Japan, Frankreich und anderen Ländern zu den ersten Zielmärkten, die „in den kommenden Wochen“ bedient werden sollen.

Android 4.3 „Jelly Bean“ ist da

Neben der Vorführung des neuen Nexus-Tablets stand die neueste Version von Android im Vordergrund, nämlich Version 4.3 „Jelly Bean“. Als erstes kommen alle Google-eigenen Nexus-Geräte in den Genuss von Android 4.3. Überraschenderweise startet das Rollout direkt heute auf bestehenden Nexus 4, 7 und 10. „In Kürze“ folgen zudem das Samsung Galaxy S4 und das HTC One in der „Google Edition“. Alle anderen Android-Geräte verzögern sich noch etwas.

Ein Kern-Feature der neuen Android-Version sind Multi-Nutzerprofile. Auch beherrscht Android 4.3 den Standard „Bluetooth low energy„, der die kabellose Koppelung mit externen Geräten vereinfacht. Für Entwickler interessant ist die Unterstützung der Grafikschnittstelle openGL/ES 3.0.

Neu im Google-Portfolio: Chromecast, die TV-Streaminglösung

Google Chromecast.

Google Chromecast.

Die dritte Neuerung des Google-Events ist „Chromecast„, eine kompakte und nur 34 Gramm schwere Streaming-Lösung für TV-Geräte nach dem Vorbild von Apple TV. Auf dem HDMI-Dongle, der aussieht wie ein zu groß geratener USB-Stick, ist eine spezielle Version von Chrome OS installiert. Über WLAN 802.11 b/g/n ist dieser in der Lage sich mit einem Android- oder iOS-Gerät zu verbinden, sodass Fernsteuerung und Streaming ganz einfach möglich sind. Chromecast unterstützt Videos mit bis zu 1080p in 5.1 Surround-Sound.

Ein Beispiel für die Benutzung der kompakten Lösung ist das unkomplizierte Anzeigen von YouTube-Videos auf dem Fernseher. Möglich macht dies ein neuer „Cast-Button“ innerhalb der YouTube-App. Dass auch Netflix unterstützt wird, muss uns Deutsche aufgrund mangelnder Verfügbarkeit hierzulande (leider) nicht interessieren.

Chromecast kommt zum absoluten Kampfpreis in den Handel: für 35 Dollar ist das Gadget in Kürze in den USA zu haben. Wann genau der Stick in Europa erhältlich sein wird, ist derzeit noch unklar. So wie die große Nachfrage es vermuten lässt, könnte das noch dauern – der kleine Streaming-Stick ist nämlich schon jetzt, unmittelbar nach dem Verkaufsstart, im Google Play Store ausverkauft.

Bilder: Google


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Über den Autor

Michael Müller

Michael tritt seit 2012 in über 140 Beiträgen den Beweis an, trotz seines Allerweltnamens real existent zu sein. Seit Abschluss seines Wirtschaftsstudiums arbeitet er als Kommunikationsberater für namhafte Technologie-Firmen, kann und möchte das Schreiben aber nicht sein lassen.

10 Kommentare

  • Die Auflösung beim neuen Nexus ist natürlich der Hammer in Verbindung mit der Pixeldichte von 315 ppi. Das Display des iPad mini kann da natürlich nicht mehr mithalten. Jetzt ist Apple definitiv unter Zugzwang.

  • Ich kann jetzt aber nicht mit bspw. dem Nexus 7 + Chromecast die Bildausgabe auf meinem TV streamen oder? Wo ist der Unterschied zu DLNA?

  • Ich staune, dass sich keiner wie bei Apple aufregt, alles diktiert zu bekommen.

    Ich kann weder Fotos, Musik oder andere Daten DIREKT vom Handy auf den TV schicken. Alles nur übers Web. Wenn ich also artiger Kunde bei „Google +“ bin, kann ich meine Fotos zum TV schicken. Das gleiche Spiel bei der Musik, wenn sie auf „Google Music“ liegt. Nee lass ma gut sein, kannste behalten. So langsam kann ich den Namen der Suchkrake nicht mehr hören.

    PS: Das Design des Nexus = altbacken. Warum so’n fetter Rahmen?

  • Der Autor (und viele andere Webseiten auch) haben das Prinzip falsch verstanden, oder haben es zumindest falsch erklärt. Es kann nicht mit Apple TV bzw. AirPlay verglichen werden. In diesem Artikel wird es auch mit Apple TV verglichen.

    Aber Chromcast streamt nicht vom Handy, es besteht keine Verbindung zum Handy. Das Handy sendet lediglich eine URL an den HDMI Stick und dieser spielt den Inhalt mit der passenden App ab (YouTube, Netflix, …).

    Das bedeutet man kann keine Bilder, das Display des Handys, Spiele, … an den Fernseher übertragen, sondern nur URLs wie Videos, Musik, Webseiten, …

  • Ich dachte diese News sind Fakten und keine Zukunftsvermutungen. Fakt ist: Zur Zeit kein wirklicher Vergleich mit Apple TV / AirPlay.

    Natürlich kann es sein, aber dann sollte man das auch so hinschreiben, dass es eben sein >kann<.

    So denken die Leser möglicherweise etwas, was zur Zeit einfach nicht stimmt 😉

  • MAL NE GANZ ERNST GEMEINTE ANMERKUNG:

    Könnt ihr nicht mal igrend so ein Fancybox/Lightbox Plugin hier installieren, dass die Bilder endlich auf der gleichen Page angezeigt werden? Das ständige vor und zurück nervt.

    DANKE!

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