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Google Flights in Deutschland gestartet – neue Suchmaschine für Flugpreise

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geschrieben von Felix

Google ist ja ziemlich unermüdlich, was die laufende Erweiterung der eigenen Angebote anbetrifft. Mitunter sind die neuen Features dann aber erst einmal auf den heimischen US-Markt begrenzt. So bisher auch bei Google Flights, der hauseigenen Flugpreis-Suchmaschine.

flugsuche

Nach über zwei Jahren ist der Service nun endlich auch hierzulande nutzbar; und er bietet einige nette Features, beispielsweise eine gelungene Maps-Ansicht. Der erste Eindruck ist also nicht schlecht, im Vergleich zur Konkurrenz sind Funktionalität und Resultate aber nicht unbedingt besser.

Schlicht und ohne Schnickschnack

In der gewohnten Google-Schlichtheit lassen sich über die neue Funktion schnell und einfach Reisedaten eingeben. Die Filtermöglichkeiten sind dabei überschaubar, die wichtigsten Einschränkungen jedoch möglich – zur Auswahl stehen Flugzeit und –dauer, Maximalpreis, Airline und Zahl der Zwischenstopps.

In puncto Geschwindigkeit kann man Google nichts vormachen. Die Resultate sind blitzschnell auf dem Monitor. Im Vergleich zur üblichen Datenbank-Warteschleife beim Wettbewerb sucht man mit Google also durchaus schnell und effizient.

Träumen mit Google Maps

Das für mich tollste Feature an der Google-Flugsuchmaschine ist die Verknüpfung mit Maps. Denn oft entscheidet ja nicht das Ziel, sondern der Preis über das nächste Urlaubsziel. Gerade in diesem Punkt sind die meisten anderen Flugpreissuchen eher wenig informativ, abgesehen von einigen Ausnahmen wie beispielsweise Qfly.

Eine Weltkarte, auf der die Flughäfen dieser Welt mit Preisen versehen sind, lädt jedenfalls zum Träumen ein. Mitunter ist es nämlich wirklich erstaunlich, wie weit einen das Reisebudget tragen kann.

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Undurchsichtige Airline-Palette

Derzeit hört die Flugsuche zwar nicht bei der Preis- und Flugzeitanzeige auf, der Weg nach der Suche ist aber mitunter umständlich. Denn aktuell sieht man keine externen Reiseportale oder Reisebüros. Momentan verlinkt Google aber immerhin auf die Seite der entsprechenden Airline. Wie gut oder schlecht sich die Suche dort wiederum gestaltet, hängt von deren System ab.

Google passt den Airline-Filter immer abhängig von der Suche an. Das ergibt Sinn, man versteht es aber eher nicht auf den ersten Blick. Zudem passt es zur Strategie, denn aktuell hält sich Google eher bedeckt mit Informationen darüber, mit welchen Airlines man kooperiert. Immerhin stehen die bekannten Billig-Anbieter in der Auswahlliste. Zumindest bei Easyjet und Ryanair konnte ich aber keine Preise entdecken.

Nichts für Pfennigfuchser

In Sachen Preis ist die Konkurrenz in meinen Tests Google meist ein paar Euro voraus. Dafür muss man natürlich Zeit investieren, denn wie jeder weiß gibt es den angezeigten Preis nicht immer wirklich. Manchmal jedoch, da kann man durchaus noch ein paar Euro beim ein oder anderen Anbieter sparen.

Insofern ist die Google-Suche eine einfache und effiziente Ergänzung zur gewohnten Flugrecherche bei Swoodoo, Skyscanner und Co. In Sachen Anbieter-Preisvergleich und Flexibilität bei der Suche nach dem billigsten Flugdatum hat der Wettbewerb aber im Moment noch die Nase vorn.

Bilder: Screenshots

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Über den Autor

Felix

Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.

7 Kommentare

  • Es reicht einfach mal! Google ist eine Krake, die wohl wirklich niemand anderem noch irgend ein Geschäftsfeld überlassen will.

    Nee, die werde ich nicht nutzen, nicht verlinken und nicht teilen. Irgendwann ist schluss mit lustig.

  • Ach die Übersicht von Google muss ich sagen…spricht mich optisch 3mal mehr an als swoodoo oder fluege.de …

    Könnte aber auch an der fehlenden Werbung liegen.

  • Also ich muss sagen das Rad hat Google in dem Fall nicht neu erfunden. Aber die Ausführung ist wirklich ansprechend und übersichtlich. Weniger vollgepackt als die Konkurrenz.
    Sie halten sich bedeckt mit wem sie zusammenarbeiten…naja hatte ich nicht anders erwartet.
    Aber auch das wird in der nahen Zukunft sicher noch ans Tageslicht kommen.
    Wie der Autor schon sagt, preislich muss man natürlich vergleichen. Da sollte man dann denke ich auch mehrere Portale besuchen.
    Ich muss meinem Vorredner leider widersprechen, ich finde es relativ normal, dass ein Global Player versucht auf vielen Märkten aktiv zu sein. Und wenn man dann dazu noch der vielleicht globalste Global Player ist, so ist es noch verständlicher.
    Wer auf dem Laufenden bleiben möchte was alles rund um Google angeht:
    http://www.nur-nachrichten.de/Google

  • Wow! Google ist wirklich nicht mehr zu stoppen. Kein wunder das Startups nur noch versuche irgendwelche Nischen abzudecken, da man gegen die „großen“ nicht mehr ankommt. Mit dieser Flugsuche wird es vor allem für so kleine Anbieter wie zum Beispiel http://www.easy-reisen.ch/default.aspx sehr schwer. Vorteil wieder rum…sie können sich Google anschließen. Aber kostet halt wieder. 🙁

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