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„Don’t just play games. Play games for a cure“: Wie ein Gamer mit LAN-Parties Geld für die Multiple-Sklerose-Forschung sammeln will

Gaming for MS
geschrieben von Jürgen Kroder

Auch wenn immer mehr Gamer übers Internet mit- und gegeneinander zocken, gibt es immer noch die guten alten LAN-Parties. Bei den meisten geht es um den reinen Spaß. Oder um Turnier-Siegprämien. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Zwar dreht sich bei der AdrenaLAN auch viel um Geld und Spaß, der Hintergrund ist jedoch durchaus ernsthafter Natur: Das Zocker-Event soll Menschen mit der bisher nicht heilbaren Erkrankung Multiple Sklerose (MS) helfen, die besonders häufig auch junge Erwachsene betrifft.

Gaming for MS

Mit Games Freiheit und Spendengeld erlangen

Der Gedanke: Initiativen, die Geld für die wohltätige Zwecke sammeln, gibt es viele. Viele schaffen es aber nicht, genügend auf sich aufmerksam zu machen oder große Menschenmassen zu erreichen. Deswegen hat Jay Fitzgerald die Organisation Gaming for MS gegründet. Der passionierte Gamer erkrankte 2012 an MS und versucht seitdem, gegen die Krankheit mit allen Mitteln anzukämpfen.

Mit seiner Initiative möchte der US-Amerikaner den Erkrankten nicht nur eine gewisse Art von Freiheitsgefühl zurückgeben, sondern auch Menschen zum Spenden ermutigen. Deswegen organisiert er die AdrenaLAN. Die nächste findet im Sommer 2014 in North Louisiana statt. Über 500 Gamer können daran teilnehmen und ihr Können in verschiedenen Turnieren und Matches unter Beweis stellen. Fitzgerald verspricht, dass die gesamten Eintritts-Erlöse für die National MS Society gespendet werden. Die in New York City ansässige US-Organisation widmet sich seit 1946 der MS-Forschung und unterstützt die Suche nach Heilungsansätzen.

Gaming for MS

Spenden für die LAN-Party. Und für den guten Zweck.

Um die nächste AdrenaLAN sicher finanzieren zu können, hat Fitzgerald ein Crowdfunding-Projekt auf Indiegogo gestartet. Sein Ziel ist es, bis zum 23. Dezember mindestens 35.000 Dollar einzusammeln. Damit will er die Start-Investitionen wie Netzwerkkabel, Preise für die Gewinner oder Teilnehmer-Shirts bezahlen.

Mittelfristig soll die AdrenaLAN zudem zur größten LAN-Party der Welt heranwachsen. Um aber die Dreamhack mit ihren über 10.000 Teilnehmern aus dem Guiness-Buch der Rekorde ablösen zu können, sind noch einige Hürden zu nehmen. Aber auch im kleineren Rahmen ist viel gewonnen, wenn es Fitzgerald gelingt, Menschen auf die Krankheit aufmerksam zu machen und Geld für die Forschung einzusammeln. Ab 1 Euro (zirka 75 Cent) ist man dabei. Ein kleiner Preis für eine gute und kreative Sache.

Bilder: Gaming for MS / Indiegogo


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

1 Kommentar

  • Ein sehr tolle Idee, ist mal was anderes. Vorallem besteht die Chance viele Leute darauf aufmerksam zu machen, da die Gamingszene ja sehr groß ist und vielleicht auch Leute das mitnekommen, die bis jetzt nur wenig damit konfrotiert wurden.
    Schöne Beitrag

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