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CyanogenMod für alle – Alternatives Android für alle

Die Macher hinter CyanogenMod sind in diesen Wochen schwer beschäftigt. Denn im September machten sie den Schritt von einem kleinen Projekt hin zu einem Unternehmen. Eines der Ziele war, die Installation der Custom-ROM einfacher zu machen, damit auch weniger technikaffine Menschen ihre Smartphones mit CyanogenMod ausstatten können. Nicht mehr nur Geeks, sondern alle sollten auf das alternative Android-System zugreifen können. Jetzt ist es soweit: Der Installer für CyanogenMod ist im Google Play Store verfügbar.

screenshot cyanogen

Flexibilität – weg von Google

Nicht das Android noch mehr Anschub bräuchte – 80 Prozent der neuen Handys laufen auf den verschiedenen Versionen des Betriebssystems -, aber für alle, die sich ihr Android-Phone noch flexibler wünschen, ist das eine gute Nachricht. Seit Jahren ist Cyanogen das ROM der Wahl für alle, die sich mehr Optionen für Android wünschen. Doch ganz einfach ist die Installation von CyanogenMod nicht, das zeigen die umfangreichen Hilfeseiten, die für die verschiedenen Android-Geräte und OS-Versionen erklären, wie der Wechsel abläuft. Und trotz Erklärung ist die Installation nicht ohne Risiken, denn vom zerschossenen Betriebssystem bis hin zum eingefroreren Smartphone kann so ungefähr alles passieren. Bei manchen klappts sofort, bei anderen gar nicht. Und Cyanogen war sich des komplizierten Prozesses bewusst.

Das neue Verfahren macht die Installation einfacher und auch für weniger Technikvertraute möglich. Der Installer wird kostenlos auf dem Smartphone installiert, doch das ist noch nicht alles – die App schaltet den Bootloader frei und richtet den Rootzugang ein. Für die Installation muss aber das Gerät per USB mit einem Desktop-PC verbunden werden – auch die Software gibt es kostenlos, aber bisher ausschließlich für Windows-Rechner ab Vista. Mac-User dürfen erstmal noch warten, und auch Linux-Benutzer müssen sich gedulden – irgendwie ironisch wenn man bedenkt, dass Android auf einem Linux-Kernel basiert.

Längst noch nicht für alle

Doch bevor man sich jetzt die nötige Software besorgt, sollte man erstmal nachsehen ob das eigene Smartphone unterstützt wird. CyanogenMod hat eine Liste der Geräte erstellt, weitere sollen folgen. Bisher sind es vierzig Kombinationen von Geräten und Anbietern, für die die Windows-Software verfügbar ist: so sind zum Beispiel die neuen Samsung-Geräte (S 4, Note und Note II), die Google Nexus-Geräte und das HTC One dabei.

Damit kommt CyanogenMod einem seiner erklärten Ziele näher. Man wolle die dritte Kraft hinter Android und iOS werden, verkündete CyanogenMod. Ein großes Vorhaben, aber mit der vereinfachten Einrichtung kommt das Unternehmen diesem Ziel ein ganzes Stück näher. Allerdings sind die Reaktionen recht gemischt: Etliche berichten von einer wirklich problemlosen Installation, andere haben ihr Telefon zerschossen oder bekommen schon die Kommunikation zwischen Rechner und Smartphone nicht hin. So ganz reibungslos und für alle geht also wohl doch noch nicht.

Bild: Screenshot


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Über den Autor

Thorsten Nötges

Thorsten Noetges ist Nerd, Gamer,und seit 1995 im Internet zu Hause. Er hat von 2013 bis 2014 über 100 Artikel auf BASIC thinking veröffentlicht.

4 Kommentare

  • „irgendwie ironisch wenn man bedenkt, dass Android auf einem Linux-Kernel basiert.“

    Man hat sich wohl erstmal bei der Entwicklung auf etwas bekannteres als Linux, in diesem Fall Windows, entschieden 😉

  • Ohne jetzt dir zu nahe zu treten, aber zwischen 40 Modellen und „für alle“ ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied.
    Ich gehört auch zu denen, die nicht in den Genuss kommen, das Gerät dort nicht auftaucht. Ebenso geht der Installer nicht. Habe das Galaxy S+
    Ist 2 Jahre alt, aber scheinbar ist man damit schon scheintod 😉

  • Tja, und selbst wenn zum zum Kreis der Auserwählten gehört, muss die Installtion noch lange nicht funktionieren. Bei meinem SGS2 bricht er die Installation ab, da er meine beiden Samsung USB Kabel für minderwertig hält, bzw. die USB Ports meines Laptop nicht mag. Schade eigentlich, aber vielleicht gibts in den nächsten Wochen einen Fix.

  • @Sebastian
    „… zu denen, die nicht in den Genuss kommen …“

    Was denn fürn Genuss und was denn für ne Flexibilität?

    Hab ich dann bei der Wetter-App aufm 1. Screeen das Datum und aufm 2. die Wolke?

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