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Die „Facebook Open Academy“ wird ausgeweitet – Credit Points mit Open-Source-Projekten

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geschrieben von Felix

Ursprünglich – in ganz grauer Vorzeit – war Facebook ja als Netzwerk für Studenten gedacht. Mit einem neuen Projekt kehrt die Plattform nun ein bisschen zu diesen Wurzeln zurück. An der „Facebook Open Academy“ können Studenten ausgewählter Universitäten Credit Points erwerben. Dazu müssen sie ihre Programmierkenntnisse in Open-Source-Projekten einbringen. Erste Berufserfahrung inklusive.

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Moderne Studienkonzepte gesucht

Lehre an Universitäten findet bislang meistens in gewohnten Strukturen statt: Ein Dozent unterrichtet eine kleine bis mittelgroße Gruppe von Studenten an einem bestimmten Ort. Moderne Online-Kurse, wie sie beispielsweise iversity in Deutschland anbietet, brechen aber zunehmend in diese Strukturen ein.

Gut so, denn in gewisser Weise ist die Abschottung der Seminare in Vorlesungssälen ja auch eine ziemliche Verschwendung von Wissen. Im Netz der Möglichkeiten drängen sich neue Optionen zur Organisation von Studium und Lehre geradezu auf. Mit der „Open Academy“ steuert Facebook eine weitere interessante Idee bei. Ziel des Programms ist es, Studenten an Open-Source-Projekten arbeiten bzw. programmieren zu lassen. Ursprünglich als Pilotprojekt mit der Stanford University gestartet, sind inzwischen weltweit bereits zwölf Universitäten dabei. Die Liste der teilnehmenden Hochschulen ist erwartungsgemäß sehr US-lastig, man bemüht sich aber um Internationalität.

Weitere zehn werden nun in Kürze folgen – eine deutsche Hochschule ist allerdings weiterhin nicht dabei: University of Pennsylvania, UC San Diego, Columbia University, Carnegie Mellon University, UC Berkeley, Purdue, University of Warsaw, UIUC, UCLA und die University of Washington. Studenten erhalten dabei eine intensive Betreuung durch ausgewählte Mentoren, die vorab mit den Professoren der jeweiligen Universitäten Projektinhalte abstimmen. Für Mitarbeit und Programmierleistungen gibt es zudem Credit Points.

Mentoren-Programm

Details zur Ausgestaltung der zusätzlichen Kurse werden laut Facebook bald bekanntgegeben. Im Februar kommenden Jahres sollen erste Vorbereitungen beginnen; der Startschuss für die Ausweitung fällt im Winter 2014. Inhaltlich bleibt es auf jeden Fall interessant und garantiert praxisnah: Bereits in der Vergangenheit konnten die Studenten an einer Bandbreite unterschiedlicher Projekte mitwirken, beispielsweise Freeserver, Mozilla Open Badge oder Ruby on Rails.

Der Ablauf erfolgt dabei stets schrittweise: Zunächst werden die Teilnehmer zu einem dreitägigen Kickoff-Event in die Facebook-Zentrale eingeladen. Dort lernen sie Mentoren, Kommilitonen und natürlich die Projekte kennen. Der Rest des Kurses erfolgt dann dezentral.

Ohne Zweifel ist das Modell innovativ. Ein betreutes Team-Projekt mit Credit Points ist ein durchaus sinnvoller Weg um Praxiserfahrung und akademische Street-Credibility zu sammeln. Ein leises Aber gibt es dennoch: Die Facebook Academy richtet sich im Moment leider nur an Software-Entwickler, die Idee könnte man aber durchaus auch in anderen Bereichen anwenden.

Bild: Facebook


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Über den Autor

Felix

Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.

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