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„Smart Bra“: Microsoft arbeitet an einem BH, der Gefühle erfassen kann – für die Wissenschaft

Wird Microsoft in Zukunft neben Windows, Office und Xbox auch Büstenhalter anbieten? Das ist fraglich. Aber interessant ist, dass der Redmonder Konzern an Studien mitarbeitet, bei denen BHs eine wichtige Rolle spielen.

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Forschungsarbeit gegen Essstörungen

Als mir gerade bei der BBC die Überschrift „Microsoft working on a smart bra to measure mood“ ins Auge sprang, bahnte sich bereits die Vorhut einer anschwellenden Empörungswelle ihren Weg. Erste Gedanken drehten sich um eine neue fiese Technologie, mit der Microsoft nun auch noch unsere Emotionen auslesen und verwerten will. Reicht es nicht, dass Windows und Bing ständig Daten über uns sammeln und Kinect in unser Wohnzimmer schauen kann? Und wozu? Um uns noch bessere Werbung anbieten zu können?

Aber halt. Entwarnung. Der „Smart Bra“ hat – zumindest vordergründig – nichts mit Spionage oder anderen finsteren Machenschaften zu tun. Ganz im Gegenteil. Microsoft Research unterstützt eine Studie zum Thema „emotional eating“, also Essstörungen. Ein Thema, das man definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Essstörungen basieren laut Wikipedia auf der „ständigen gedanklichen und emotionalen Beschäftigung mit dem Thema Essen“. Wie es dazu kommt, will Microsoft mit seinem Projekt „Food and Mood: An Exploration in Emotional Eating Intervention“ zusammen mit der Universität Rochester herausfinden. Die ersten Ergebnisse kann man bereits online nachlesen.

Ein BH als Sensoren-Träger

Um die Stimmungsschwankungen der Probanden über einen längeren Zeitraum und im Alltag aufzuzeichnen, benötigten die Forscher ein tragbares System. Hierfür wurde der „Smart Bra“ entwickelt. Dieser verfügt über verschiedener Sensoren wie beispielsweise für die EKG-Messung oder ein Gyroskop. Aber kann das eigentlich funktionieren? Offenbar ja: Den Angaben zufolge sind die ersten Messergebnisse jedenfalls vielversprechend und das System soll nun weiter verbessert werden. Ob und wie man das Krankheitsbild bei männlichen Probanden angehen will, ist allerdings unklar.

Bild: University of Rochester


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

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