Streaming-Friday: Google startet Google Play Music All-Inclusive in Deutschland, Spotify will angeblich mit kostenloser Mobil-Variante punkten

Tobias Gillen

Willkommen zum Streaming-Friday: Während Google dank Einigung mit der GEMA nun auch in Deutschland mit Google Play Music All-Inclusive gestartet ist, setzt Spotify offensichtlich auf eine Art Expansionskurs, bei dem auch mobile Gratisnutzer angesprochen werden sollen.

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Geld mit Werbung

Am Computer ist das Angebot von Spotify, zumindest in weiten Teilen, gratis genießbar. Wer die Musik aber noch auf sein Smartphone oder Tablet streamen möchte, musste bislang das rund 10 Euro-teure Monatsabonnement eingehen. Nun will, so berichtet es das US-„Wall Street Journal“ unter Berufung auf gut informierte Quellen, Spotify sein Gratisangebot ausbauen.

Auf mobilen Geräten sollen die Nutzer eine begrenzte Anzahl an Liedern auswählen können. Der Rest wird mit einem vorprogrammiertem Mix gefüllt, der sich nach den jeweiligen Vorlieben den Nutzers richtet. Ähnlich wie schon in der kostenlosen Desktop-Variante, will Spotify Geld über Werbeeinblendungen verdienen.

Die Verhandlungen mit den Musiklabels – Sony Music Entertainment, Warner Music und Universal Music – haben wohl knapp ein Jahr angedauert, bis man sich über den Verdienst der Künstler einig war. Schließlich muss Spotify für die Nutzung der Musikstücke bezahlen.

Gute Idee zum richtigen Zeitpunkt

Für Spotify ist der Schritt sicherlich sinnvoll. Von den 20 Millionen aktiven Nutzern zahlen gerade einmal 6 Millionen monatlich für ein kostenpflichtiges Abo. Die restlichen 70 Prozent nutzen nur die kostenlose Desktop-Variante. Über das neue Programm könnte Spotify sowohl ein Plus an Werbeeinahmen aufbauen als auch einige Nutzer zu einem kostenpflichtigen Abo bewegen.

Für Google kommt die Veröffentlichung der angeblichen Spotify-Gratispläne ein wenig ungelegen, könnte doch der Deutschlandstart des eigenen Musik-Streaming-Dienstes dadurch weniger erfolgreich ablaufen als erwartet. Schließlich setzt Google bei seinem Streaming-Dienst ebenfalls auf ein 10-Euro-Abomodell. Zwar gibt es eine 30-Tage-Testphase für lau sowie ein vergünstigtes Einführungs-Abo für rund 8 Euro pro Monat, das bei Anmeldung bis zum 15. Januar 2014 gewährt wird. Prinzipiell ist „gratis“ aber immer noch billiger als „günstig“. Für den Nutzer sind solche Duelle um seine Gunst ja meist von Vorteil. Wir sind gespannt!

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Bild: Human hands holding tablet computer with music player / Shutterstock

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.