Kritzeleien unter Strom: Der „Circuit Scribe“ bringt mit Silber-Tinte funktionierende Schaltkreise auf’s Papier

Jürgen Kroder

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In meiner Kindheit schaffte ich es Lämpchen zum Leuchten zu bringen, indem ich mit meinem „Kosmos Experimentierkasten Electronic“ mit vorgefertigten Bauteilen Schaltkreise zusammensteckte. Mit dem Kickstarter-Projekt „Circuit Scribe“ soll das noch einfacher werden. Denn damit lassen sich funktionierende Schaltkreise mit einem speziellen Stift auf ganz normales Papier zeichnen.

circuit-scribe

Das Zeitalter der blinkenden Schulhefte

Wir chatten mit Menschen rund um den Globus und schicken Raumsonden zum Ende unseres Sonnensystem – faszinierend. Aber oft sind es deutlich einfachere Ideen, die einen ebenso faszinieren. So war es bei mir, als ich vom „Circuit Scribe“-Projekt las. Der Stift beinhaltet eine spezielle Silber-Tinte, welche Strom leitet und sofort trocknen soll. Verschmieren also unmöglich. Kurz einen Schaltplan gekritzelt, eine Batterie angelegt und noch ein Glühbirnchen – fertig. Das ist dann doch deutlich einfacher und flexibler als bei meinem seligen Kosmos-Baukasten.

Was sich nach einem Gimmick anhört, das für kurzweilige Überraschung und Unterhaltung sorgt, entpuppt sich aber als mehr. Der Stift lässt sich in verschiedenen Bereichen für nützliche Dinge einsetzen. Zum Beispiel in der Schule. Da zeichnen Kinder nicht einfach nur Schaltpläne von der Tafel ab, sondern sie können diese dank des „Circuit Pen“ direkt in ihrem Schulheft erleben. Neben dem Stift benötigt man dann noch ein paar vorgefertigte kleine Bauteile wie LEDs, Widerstände oder Schalter. All das will „Circuit Pen“-Erfinder Elektroninks Incorporated aber direkt mitliefern.

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Neben dem Einsatz in der Schule könnte der Stift natürlich auch an Universitäten oder in Forschungseinrichtungen debütieren. Also nur ein neues Nerd-Gadget für Physik-Spezies? Nicht ganz: Mit etwas Fantasie finden sich auch ganz normale, doch nicht minder effektvolle Anwendungen: Von der selbsterstellten Geburtstagskarte mit Leuchteffekt über simple Musikinstrumente bis hin zum selbstgezeichneten Controller. Und ich bin sicher, das ist nur der Anfang.

Umsetzung gilt als gesichert

Den Konzept-Status hat das Projekt dabei schon hinter sich gelassen, wie üblich fehlt aber das Startkapital, um richtig loszulegen. Auf Kickstarter wird daher nach finanziellen Unterstützern gesucht, damit der Stift in Serie produziert werden kann. Die angepeilten 85.000 US-Dollar wurden bereits deutlich überschritten, aktuell haben rund 10.300 Backers knapp 550.000 Dollar investiert. Man darf gespannt sein, wie viel Geld bis zum Ende der Kampagne zum Jahreswechsel zusammenkommt.

Ich habe mir derweil bereits ein schönes Szenario – im wahrsten Sinne des Wortes – ausgemalt: Mal schauen, vielleicht werden meine nächsten Weihnachtskarten ja bereits mit selbstgezeichneten Stromkreisen versehen sein, die dann „Jingle Bells“ zum Besten geben.

Bild: Kickstarter / Elektroninks

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.