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WhatsApp: Geliebt, gehasst, gelöscht.

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geschrieben von Michael Müller

Mein iPhone meldet sich mit der charakteristischen Dreiklangmelodie. Eine Hinweismeldung auf dem Sperrbildschirm zeigt mir eine WhatsApp-Nachricht von Susi: „Hi, alles klar?“ – Susi. Susi? Susi! Ein Blitz schießt mir vom Rückgrat in den Nackenbereich. Kurze Gänsehaut, dem Adrenalin geschuldet. Ich erinnere mich: Susanne vom Uni-Sommerfest. Eine flüchtige Bekanntschaft will ich es nennen. Eine Bekanntschaft, auf die ich sehr gerne verzichten kann.

Zu blöd, dass ich im Übereifer des alkoholischen Rauschzustandes meine Handynummer mit ihr teilte. Idiot! Wieder der Dreiklang. „Was machst du so“, fragt sie. Und ich stehe seit der Installation von WhatsApp einmal mehr vor der Misere: Soll ich WhatsApp öffnen, ihr antworten und mich in zeitfressende Belanglosigkeiten verstricken? Oder ausnahmsweise mal Arschloch sein und sie einfach ignorieren?

Zugegebenermaßen, die Susi-Situation ist ein Produkt meiner unstillbaren Kreativität, zeigt aber sehr gut, wie sich mobiles Messaging durch WhatsApp über die letzten Jahre hinweg verändert hat. Leider. Jeder hat Zugang, jeder kann schreiben, jeder verlangt Antwort, ist kontrollierbar, gläsern, und psychologisches Opfer eines zentralen Merkmals: der letzten Onlinezeit. Was einst als Zeitersparnis gedacht war, mutiert zur zeitfressenden mobilen Begleiterscheinung. Doch von vorne.

Wie war das noch gestern?

Die mobile Welt wird beherrscht von Smartphones. Selbst meine Mutter hat eines. Nicht, dass daran etwas falsch wäre, schließlich habe ich es ihr aufgeschwatzt. Vielmehr zeigt dieser Fakt, dass Smartphones mittlerweile nicht mehr nur in der technisch aufgeschlossenen jungen Generation zu finden sind, sondern auch bei reiferen Semestern. Und das breitflächig. Diese pausenlose Vernetzung bringt vielerlei Vorteile, auch auf der Kostenseite. So erinnere ich mich noch sehr gut daran, dass ich trotz Vertragstarif noch vor gar nicht allzu langer Zeit 19 Cent pro SMS zahlen musste. Mit meinem ersten iPhone, dem mittlerweile von WhatsApp ausgeschlossenen 3G, kam der Trend zu datenbasierten Messengern im Jahre 2009 langsam auf. Aber weil eben noch kaum jemand einen Apfel in der Hosentasche und einen mobilen Datentarif gebucht hatte, konnte man sich nur in Ausnahmefällen wirklich auf diesen SMS-Ersatz verlassen.

Ich weiß noch wie es war, als ich meinem damaligen Schwarm mit Anfang 20 per SMS die Treue hielt. Eine SMS-Flatrate war zu dieser Zeit noch recht teuer, deshalb stützte ich meine Kommunikation auf meine monatlichen Frei-SMS. Soweit ich mich erinnere waren 120 Kurznachrichten im Vertrag inklusive. Jede Nachricht, sei sie noch so inhaltsleer gewesen, erwartete ich voller Hoffnung und Erwartung. Saugte jedes Wort auf. Interpretierte. Auch überlegte ich mir auf der anderen Seite sehr gut, welche Informationen ich in die 160 Zeichen packte, auf die eine SMS limitiert ist. Schließlich wollte ich nur im Notfall eine extralange SMS aus mehreren Einheiten versenden, das Freikontingent war doch begrenzt. Anders gesagt: eine Nachricht hatte einen Wert. Nicht nur des Geldes wegen, vielmehr durch das hohe Maß an Hirnschmalz und Intimität, mit der jede SMS und deren Informationsgehalt aufgeladen war. Das ist nun über sieben Jahre her, die Zeiten haben sich geändert. Smartphones und speziell ein Messenger sind allgegenwärtig: WhatsApp.

Wertlose Nachrichtenflut

WhatsApp Vorbei die Zeiten vom wertvollen, durchdachten und passionierten Nachrichtenaustausch. Schuld daran ist WhatsApp, mein ganz persönlicher Hass-Messenger. Vernetzt wie ein Serverschrank, gehörte ich natürlich zu den frühen Käufern von WhatsApp, kann somit auf jahrelange Erfahrung mit dem kompakten Tool zurückblicken – wie das klingt.

Fakt ist: WhatsApp hat in meinen Augen zwei äußerst problematische Primäreigenschaften. Einmal die Speicherung und öffentliche Bekanntmachung der letzten (bezeichnet als „zul. online“) sowie gegebenenfalls ganz aktuellen Onlinezeit (Status „online“). Außerdem die Anzeige von aktueller Texteingabe, die Aktionen und Reaktionen berechenbar und (fehl-)interpretierbar macht. Bezeichnend, dass es sich bei diesen von mir als zentrale Probleme herausgestellten Merkmalen um ganz zentrale Attribute von WhatsApp handelt.

Psychologischer Druck durch gläserne Nutzung

Das Problem an der öffentlichen letzten Onlinezeit ist der psychologische Druck, den dieser Faktor, in welche Richtung auch immer, hervorrufen kann. So baut sich beim Nachrichtenempfänger nicht selten ein innerer Druck auf, die Nachricht auch gleich beantworten zu müssen. Nicht, dass der Sender etwas Falsches denken mag.

Ist es womöglich gerade eine schlechte Situation zum Antworten, kann das Öffnen und sofortige Schließen von WhatsApp ohne direkte Antwort beim Sender zur Folge haben, dass dieser sich Gedanken darum macht, wieso er denn keine Rückmeldung bekommt. Solcherlei Exempel könnte ich ewig weiterspinnen. Um es auf den Punkt zu bringen: die Speicherung der Onlinezeit ist eine nicht zu unterschätzende psychologische Komponente, die insbesondere in emotionalen Extremsituationen zu Verwirrungen führen kann. Schuld daran sind oftmals menschliche Grundeigenschaften wie Eifersucht, körperliche oder mentale Begierde, die in rosaroten Zeiten der Verliebtheit in Übermaß das Denken bestimmen und ständig unbewusst mitschwingen.

Auch ist WhatsApp ein Zeitfresser. Vorbei die Zeiten, in denen man schnell Rückmeldung gab und das Handy wieder aus der Hand legte. Jetzt ist es so, dass im ungünstigsten Fall das Gegenüber gerade online ist, den Tippvorgang verfolgt, die Antwort liest und in hoher Chat-Erwartung eine direkte Reaktion darauf gibt. Das Ergebnis ist eine Art Lock-In-Situation, aus der man nur heraus kommt, wenn man konsequent Online- und Eingabestatus des Gegenübers ignoriert.

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Ein alternativer Weg zur dominanten Ignoranz ist das Deaktivieren des Zuletzt-Online-Status in den Einstellungen (ist in der Windows-Phone-Version bisher nicht möglich). Hatte ich auch mal probiert, wurde dann aber recht schnell mit Fragen überschüttet, wo meine letzte Onlinezeit denn hin sei. Wieder endlose Gespräche über Dinge, die eigentlich nur mich etwas angehen. Unnötiges Rechtfertigen dafür, weniger gläsern aus der WhatsApp-Gemeinschaft heraus zu stechen. Am Ende aktivierte ich den Onlinestatus wieder, dem nervigen Druck der Gruppe geschuldet.

Zeitersparnis versprochen, Zeitfresser erhalten

Mir geht es nun nicht darum, WhatsApp an dieser Stelle komplett zu verteufeln. Wie erwähnt stehen durchaus auch Erträge auf der Nutzenseite. Jedoch habe ich persönlich die Schnauze voll. Unter dem Deckmäntelchen der Zeit- und Kostenersparnis schickte sich WhatsApp vor Jahren an, mein Leben zu bereichern. Das war eine Zeit lang auch so, bis mir selbst klar wurde, dass WhatsApp in Wahrheit ein Zeitfresser ist, der zunehmend mein Handeln durch das Anknüpfen an psychologische Knotenpunkte bestimmte.

Meine persönlichen Konsequenzen: Ich nutze WhatsApp nur noch für all jene engen Freunde, die außerhalb des Apple-Kosmos unterwegs und deshalb sehr einfach plattformübergreifend über WhatsApp zu erreichen sind. Auch habe ich mittlerweile tatsächlich zwei enge Freunde, die auf Grund des Fehlens der Onlinezeit auf die WhatsApp-Alternative Viber umgestiegen sind und WhatsApp durch eine Deinstallation komplett den Rücken kehrten. Ihnen und auch ein bisschen mir zuliebe gehe ich diesen Schritt mit, wenngleich ich WhatsApp durch die über Jahre der Nutzung gewachsenen sozialen Verzahnungen auch nicht komplett absagen kann. Ansonsten gilt auch weiterhin, dass die wichtigsten Menschen in meinem Leben angerufen werden. Und wenn es doch mal eine Nachricht sein soll, dann eben E-Mail, SMS, und im äußersten Notfall WhatsApp.

Ich habe meine Lektion gelernt, mir eine dicke Haut antrainiert. Die weniger engen Freunde und Bekannten, deren Freizeit mit mir durch Austausch von WhatsApp-Belanglosigkeiten befüllt werden soll, müssen zeitweise recht lange auf eine Antwort warten. Oder erhalten eine solche zwar direkt, wundern sich dann aber nicht selten über meine ebenso schnelle Abwesenheit. Das macht mich als Chatpartner mit der Zeit uninteressant und trennt die Spreu vom Weizen.

Eigenes Verhalten kritisch hinterfragen

Abschließend sei jedem Smartphone- und WhatsApp-Nutzer ans Herz gelegt, sein eigenes Nervenkostüm nach meinem Vorbild selbstreflektierend zu hinterfragen. Überwiegen durch die Nutzung von WhatsApp wirklich die Vorteile? Oder versteckt sich der Messenger wie bei mir unter diesem Deckmantel, ist tatsächlich aber ein fieser Zeitfresser? Sobald das Nutzungsverhalten von Zwängen, psychischem Unwohlsein, Bauchweh oder stundenlanger optischer Display-Fixierung bestimmt wird, sollte man seine WhatsApp-Nutzung womöglich überdenken. Und vielleicht irgendwann ein ähnlicher Messaging-Dickhäuter werden, wie ich es bin.

Weniger ist mehr. Wie früher.


Der vorliegende Text erschien zuerst in der Debüt-Ausgabe des Crowdfunding-Magazins SHIFT, dessen Entwicklungsgeschichte ich hier bei BASIC thinking von einem sehr frühen Stadium an begleitet habe.

Bilder: Michael Müller / BASIC thinking; Notification speech bubble concept / Shutterstock; Sam Azgor / Flickr


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Über den Autor

Michael Müller

Michael tritt seit 2012 in über 140 Beiträgen den Beweis an, trotz seines Allerweltnamens real existent zu sein. Seit Abschluss seines Wirtschaftsstudiums arbeitet er als Kommunikationsberater für namhafte Technologie-Firmen, kann und möchte das Schreiben aber nicht sein lassen.

76 Kommentare

  • Verstehe die endlose Abhandlung nicht so ganz.
    Wenn man damit Probleme hat kann man den online Status einfach abschalten!
    Sich also darüber aufzuregen ist ziemlich sinnlos!

  • Danke für die Gedankenteilung…
    Interessant, wie unterschiedlich der Messenger gesehen wird. Für mich ist What’s App kein Chatprogramm, sondern der günstige SMS- und vor allem MMS-Ersatz. Ich kann jederzeit und überall (sofern ich Internet habe) Bilder, Videos und inzwischen sogar Sprachnachrichten einer anderen Person mitteilen – egal ob vom Nebenzimmer, was wirklich übertrieben ist, oder vom anderen Ende der Welt. Und dennoch sehe ich es nie als Chat an, erwarte keine direkte Antwort, selbst wenn die Person gerade online ist.

    Und doch kenne ich die angesprochenen Probleme, sei es „du warst ja gestern wieder ewig noch wach“, „ich hab doch gesehen, dass du online warst – wieso schreibst du mir nicht zurück“ und ähnliche.
    Zum Glück fühl ich mich dadurch nicht unter Druck gesetzt – und sollte es mal jemanden stören, werde ich in Zukunft noch öfter antworten: „Wenn es dir wichtig und dringend ist, ruf an“ sowie „Wenn du chatten willst, such dir einen anderen Kontakt“

    Danke für die Gedankenanstöße!

  • Oh ja, wie leicht man sich wiedererkennt in Deinen Beschreibungen. Ich bin ebenfalls dabei die Nutzung von WhatsApp deutlich zu reduzieren und bis auf ein paar Ausnahmen klappt das auch wunderbar.

  • WhatsApp? Das hatte ich mal einen Tag installiert. Erinnert mich stark an den ganzen Facebook-Mist mit diesen Kurzvideos oder anno dazumal Email PowerPoint Spam, etc. Daher gleich wieder gelöscht! Wie kann ein normaler Mensch nur so einen Schwachsinn über Jahre hinweg installiert haben?

  • Ja, ich finde es auch wichtig, solche Trends wie WhatsApp zu hinterfragen. Wobei das Problem mit der Onlinezeit doch schon vorher da war, z.B. im Chat oder generell im Internet. Mein Bekanntenkreis und ich machen sich da weniger einen Kopf, wenn wer zwar online ist, aber nicht antwortet da wir wissen, da man das Internet ja oft nebenher laufen hat und noch anderes zu tun hat. Das sollte eben kommuniziert werden, wenn es zu Irritationen kommt. 😉
    Was mich nervt, ist dieser Gruppenzwang. Früher haben mich so viele Leute gefragt ob ich nicht ICQ hätte und wann ich es denn endlich installieren würde, bis ich es schließlich tat. Whats App habe ich bisher auch nicht, aber wenn alle Freunde darüber kommunizieren möchten, ist es nur eine Frage der Zeit. Natürlich würde es auch so weitergehen. Aber ich habe eine SMS Flat, die anderen aber nicht mehr, da sie ja WhatsApp haben. So kann man es kaum mehr umgehen.
    Aber man sollte sich tatsächlich nicht so versklaven lassen davon.

  • Danke, an den Schreiber, ein gelungener und zum Nachdenken anregender Artikel. Als alternative App kann ich Threema wirklich empfehlen. Da kann man Lesebestätigung und Tippen selbst einstellen und die Übertragung erfolgt verschlüsselt… 🙂

  • Sorry aber wenn du dich dafür rechtfertigen musst, die Onlinezeit zu deaktivieren, hast du die falschen Freunde. Ich sage jedem offen und ehrlich, was ich von WhatsApp halte. Es ist nervig, langsam und unsicher. Der Artikel trifft es ja sonst ganz gut. Mittlerweile schreibe ich mit den meinsten Leuten nur SMS, weil ich sie darum bitte und erkläre was mein Prolem ist. Das wird dann auch akzeptiert, obwohl ich oft höre „Du bist der einzige mit dem ich noch SMS schreibe“. Whatsapp ist noch installiert, wir aber nur für die handvoll Leute genutzt, die keine SMS-Flat haben

  • Das ist der Grund warum ich vor eeiniger Zeit eine whatsapp-mod für Android installiert habe. Die friert die „zuletzt Online“ – Anzeige auf Wunsch ein. Auch der Status des Nachricht eingebens wird unterdrückt. Gute Abhandlung über ein Thematik mit der sich bestimmt schon einige Leute befasst und es nie ausgesprochen haben.

  • Du scheinst schon länger weg von whatsapp zu sein – funktioniert schon länger wieder mit dem alten ios 🙂 ja, ist off topic!

  • Der ganze Artikel klingt für mich nach schwachem Gemüt, wen juckts was die anderen wollen, wenn ich nicht antworte, dann antworte ich halt nicht. Wie im echten Leben, wenn es mir zu dumm wird gehe ich.

  • Ich verstehe das Problem auch nicht ganz. Ich erwarte keine ANtwort in Echtzeit, auch wenn meine Nachricht als gelesen markiert worden ist. Irgendwann muss eine Konversation ja auch mal ein Ende haben.

  • Schöner Artikel und ein Thema, was in meinem Freundeskreis schon öfters thematisiert wurde. Ein wichtiges Problem ist wirklich die Koppelung an die Telefonnummer. Nicht jedem, dem ich meine Nummer gebe, möchte ich auch als WhatsApp-Kontakt. Vor allem im Geschäftsbereich.

    Deswegen ist zum Beispiel die Pin-Methode vom Blackberry Messenger so gesehen überlegen.

  • Interessanter Artikel, ich finde es allerdings sehr amüsant und auch ein wenig verwunderlich, wie viele User sich von Ihrem Smartphone tyrannisieren lassen.
    Ich denke, das hat weniger mit einem spezifischen Messenger zu tun, sondern liegt wohl mehr am eigenen Charakter und dem eventuellen Verlangen es jedem Recht machen zu wollen!

    Ich z.B. habe alle möglichen Messenger (Viber, WhatsApp, iMessage usw.) in Benutzung und habe keinerlei Probleme damit, eine Anfrage auch mal erst nach einigen Tagen zu beantworten.
    Das habe ich auch früher schon zu reinen SMS-Zeiten so gemacht!
    Meine bessere Hälfte hat mich früher schon oft entnervt gefragt, wofür ich überhaupt ein Handy/Smartphone habe, wenn ich eh nicht antworte! 😉

    Mein Online-Status kann mich nicht nervös machen, da er mich überhaupt nicht interessiert!
    Wie bereits erwähnt, ich denke, das Problem liegt nicht an irgendwelchen Messengern, sondern eher daran, das man eine Persönlichkeit ist, die vielleicht nicht einfach Nein sagen kann!

    Das zieht sich dann aber auch in anderen Lebensbereiche. Diejenigen die im Artikel beschriebene Probleme haben, sollten sich mal selbst hinterfragen, ob sie solche Probleme nicht auch bei anderen Aktivitäten, z.B. auf der Arbeit, haben.

    Meine bessere Hälfte ist selbst so ein Hans Dampf in allen Gassen, die einfach überall Baustellen findet und deswegen nie wirklich zur Ruhe kommt. Ich bin da ganz anders gestrickt und lasse mich deswegen von moderner Technik nur verwöhnen, aber keinesfalls tyrannisieren!

  • Schön zu lesen, dass es doch noch mehr Leute gibt, die nicht technokratisch-affirmativ in die schöne neue Allzeit-Online-Welt eintauchen, um darin schließlich sang- und klanglos unterzugehen.
    Ich fürchte nur, dass es längst zu spät ist umzukehren, da die echten Alternativen zum Dauer-Online-Gesülze immer weniger Menschen bekannt sind.
    Ich war gerade in Asien – da stehen, gehen, sitzen hunderte von kleinen fleischgewordenen Mangas über ihr Smartphone gebeugt in der Öffentlichkeit und tippen – oder neuerdings – sprechen pausenlos ihre Sprechblasen in Whatsapp oder Kakaotalk (für die Androiden), ohne wirklich mitzubekommen, was um sie herum geschieht.

    Eigentlich lebt man nur noch für das Smartphone – Chatten, Ständiges Foto-Posing und Sharen, kommentieren, liken, usw.

    Akku aus – Manga tot.

  • Ein tolles Projekt aus der Schweiz geht diese Probleme an. Inklusive verschlüsselter Nachrichten über schweizer Server. Keine 100 prozentige Überwachung mehr, Zugriff auf das komplette Telefonbuch? Optional. Online-Status? Optional. Nachrichten als gelesen anzeigen? Optional. Dazu die relative Sicherheit der Daten. Alle, die dieser Artikel ins Grübeln gebracht hat, sollten sich „Threema“ einmal ansehen. Es lohnt sich, dafur Überzeugungskraft zu leisten. Denn das einzige relevante Pro-Argument für WhatsApp ist die Tatsache, dass es einen großen Nutzers hat. Meine Familie und einige Freunde sind aber schon umgestiegen. So kann man WA zeigen, was man von ihrem Geschäftsmöglichkeiten hält.

  • Wirklich nett geschriebener Artikel. Aber ich sehe das nicht so kritisch. Ich finde das App toll obwohl mich der online-sein Status schon etwas genervt hat 🙂

  • Leider erwarten viel zu viele eine Antwort in Echtzeit. Manche kann sich nicht vorstellen das es gerade nicht passt oder die Message wirklich so belanglos ist dass entweder gar nicht darauf geantwortet wird oder viel später.

    Hier muss aber jeder Nutzer sich nur entsprechend verhalten. Ihr alleine bestimmt wie sehr ihr euch vom Smartphone & Co abhängig macht oder nicht!

    Und wer enttäuscht ist weil man nicht gleich antwortet oder vielleicht gar nicht mal, der kann mich gleich den Buckel runter rutschen!

  • Unglaublich! Warum kann ich bei meinen Android nicht den Zuletzt Online Zeitstempel deaktivieren. Es gibt die Möglichkeit sich an einem iPhone anzumelden und den Zeitstempel dann dauerthaft zu deaktivieren. Aber warum so kompliziert?!??

  • Also ich kann den Artikel nachvollziehen. Aber sind wir einmal ehrlich, man muss sich selber besser kontrollieren. Gut, bei Android ist es nicht gut gelöst mit dem „zuletzt online“. Das liebe ich an meinem iPhone, dass ich dort den Status einfach deaktiviere. Töne sind grundsätzliche deaktiviert und auch die Push-Benachrichtigung ist deaktiviert.

  • Ja Michael es ist wirklich nicht möglich. Steht sogar in den FAQ bei Whatsapp drin. Ich hab mir jetzt den Whatsapp Mod „Whatsapp+“ geladen. Für eine 2,50€ kann man einfach seinen Online Status verbergen und die Tippt Gerade Meldung ebenfalls. Mir ist es Wert und die App sieht echt gut aus. Da unterstütze ich als Programmierer gerne seine Arbeit 😉

    Whatsapp+: https://plus.google.com/u/0/106835584552493309776/posts

  • Auch wenn es viele nicht für möglich halten, aber man kann auch 2014 noch sehr gut ohne Whatsap (und Facebook etc.) auskommen und man verpasst nichts. Wirklich gar nichts, denn das wenige Interessante landet eh auf Failbook. 😀

    Um mich herum stöhnen ständig die Kollegen, weil sie noch antworten müssen, jemand schon wieder nervt oder eine „Freund“schaftsanfrage von irgendeinem Idioten vorliegt.

    Das Leben kann so schön entspannt sein und trotzdem werde ich bei Kinoabenden oder Grillpartys eingeladen, weil richtige Freunde sich untereinander nicht vergessen. 🙂

  • Super Artikel.
    Hab mir übrigends gerade Threema installiert. Super einfach. Ich hoffe meine Freunde jetzt zum Wechsel bewegen zu können.

  • Danke für den Artikel, hat mir viel Spaß gemacht ihn zu lesen, und ich bin froh dass ich nicht allein mit diesem Gedanken dastehe.
    Ich hatte sowohl ein iPhone und auch viele Android Geräte. Habe es allerdings mit der Zeit immer nerviger empfunden dass, sobald ich aufs Handy geschaut habe, immer eine Nachricht angezeigt wurde. Auch der von dir angesprochene (lediglich beim iPhone deaktivierbarer) Zeitstempel war mit der Zeit immer nerviger.
    Vorallem empfinde ich die „Generation Smartphone“ ( http://www.youtube.com/watch?v=L2oytKZFUgM ) aller Altersklassen mittlerweile als ziemlich störend und belästigend. Man beobachte einfach mal in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fußgängerzonen wie viele Menschen einfach damit beschäftigt sind, sich um ihre Whatsapp Freunde zu kümmern.

    Ich habe vor gut einem Jahr einen Schlussstrich gezogen und bin „back to the roots“ zu meinem geliebten Nokia 6310i gewechselt, Ergebnis: Ich habe endlich wieder Ruhe, das Telefon vibriert, klingelt und bellt nicht mehr und wer was WICHTIGES möchte erreicht mich dennoch jederzeit. Allerdings ist wichtig – zumindest bei WhatsApp – ja auch relativ.

  • Ich kann das Problem gut nachvollziehen. Habe schon vor einiger Zeit behauptet WhatsApp ist Segen und Fluch zugleich. Gerade jüngere Gesprächspartner verlangen umgehend Antwort oder sind beleidigt wenn die zul. Online Zeit jünger ist als die gelesene Nachricht.
    Fängt eine Person an zu nörgeln oder verlangt eine Rechtfertigung, kehrt sich das bei mir genau ins Gegenteil um. Ich bin noch genervter von dieser Person und es interessiert mich immer weniger ihr überhaupt zu antworten. Zum Glück kann man Kontakte ja auch blockieren.

  • Vielleicht sollte man das gefühlte Problem nicht auf die Technik wie z.B. WhatsApp oder FB schieben.

    Es ist jedem freigestellt, auf Nachrichten zu antworten oder eben nicht. Man kann auch Leuten einfach schreiben, dass man gerade keine Zeit hat, oder etwas anderes machen muss/will.

    Aber dazu gehört natürlich auch der Mut, den Mund aufzumachen. Ob jemand beleidigt ist, ist doch dessen/deren Problem. Man selbst hat ja ein berechtigtes Interesse, nicht zu antworten, sei es aus Desinteresse (dann kann einem das Beleidigtsein sowieso egal sein) oder mangelnder Zeit.

    Man bekommt vielleicht ein schlechtes Gewissen, wenn man nicht so tut und macht wie andere das (vermeintlich)von einem verlangen, aber das ist nur anerzogenes Verhalten, sollte man mal bei sich selber hinterfragen.

  • Hm. Ne technische Lösung für ein menschliches Problem. Fand ich nie wirklich gut. Löst auch das eigentliche Problem nicht.

    Ich hatte nie ein Smartphone, Facebook, Twitter, Google+, WhatsApp, etc. und bin dennoch ausreichend ausgelastet mit Kontakten und so. Mit mir wichtigen Menschen hab ich persönlichen Kontakt oder man telefoniert halt mal. Und wenn ich keine Lust oder Zeit hab zu antworten, tu ich es nicht. Klar gibts dann immer wieder mal Leute, die rumstressen, aber denen sag ich dann halt, daß ich auch noch was anderes zu tun hab. Manche sponnen dann auch schon zu sehr rum, aber das hilft beim Filtern der Idioten.

    Früher wars mal ICQ und ich habs gehasst mit der Zeit. Dieser ganze Nonsense, der einem da zugetragen wird. Als ob ich für den Scheiß Zeit und Nerven hätte. Echt nicht. Muss man den Leuten aber halt sagen.
    Mittlerweile läuft noch Jabber mit einer kleinen Zahl Kontakten und wenn ich mal nicht daheim am Rechner bin, bin ich halt nicht daheim. So einfach ist das. Zur Not kann man mich anrufen, aber auch da nehm ich immer weniger das Handy mit. Scheiß drauf. Muß auch so gehen.

    Sicher gibts manch Sonderfall, wo man ständig überall erreichbar sein sollte, aber dann muss man sich halt auf eine Kommunikationsetikette einigen oder es lassen.

    Und nein, ich verpasse sicherlich nichts wichtiges. 😉

  • Guter Beitrag. Ich habe WhatsApp gar nicht installiert, da
    a) mein Freundeskreis dazu neigt, nur noch darüber zu kommunizieren, was ich als passionierter Komm.wiss. aber nicht gut heiße. Erst jetzt zu Weihnachten fiel mir wieder auf, dass ich zwar sehr persönliche Mails schrieb und sogar Karten (!). Letztlich die meisten Antworten aber bei meiner Freundin in WhatsApp kamen. etwa so : „euch auch ein frohes Fest ‚Weihnachtsmannbild‘ ‚Daumen hoch‘ ‚Zwinker-Smiley‘ – und dann diese dämlichen Videos, die folgten…
    b) vielleicht hoffe ich, meine Freunde mit meiner WhatsApp-Verweigerung etwas zu bekehren, auch mal wieder andere Kommunikationskanäle (Telefon?) zu nutzen, und
    c) die Sicherheitsaspekte erschrecken und wurden leider hier gar nicht erwähnt. Warum soll ich meine Kommunikation, mein Adressbuch, theoretisch mein Handy einem Programm anvertrauen, dessen Firmenadresse eine Briefkastenfirma ist und das sich beharrlich weigert, die nachgewiesenen Sicherheitslücken zu schließen? Ne1

    Da hört auch der kommunikative Gruppenzwang auf.

    VG

  • Eins ist sicher: Der Artikel scheint einen Nerv getroffen zu haben – und lässt die Leser nicht kalt. 33 Kommentare – so viele gibt’s bei Basic Thinking (leider) nicht mehr allzu oft.

    Ob die Leser nun zustimmen oder nicht: der Artikel regt tatsächlich zur Diskussion an, die Meinungen gehen weit auseinander. Spannend!

  • Dirk bringts auf den Punkt „gefühlte Problem nicht auf die Technik wie […] schieben“!

    Selbstverständlich kann man Punkte an technischen Produkten kritisieren. Bspw. zum Datenschutz, oder das es viele Bugs hat etc…

    WIE das Produkt benutzt wird ist eine ganz andere Geschichte. Dieser Artikel ist so was von Schal und zeigt nur eins, dass der Autor nicht nur unfähig ist zu differenzieren, sondern er dass auch ein grosses Problem in der Kommunikation mit Mitmenschen hat (Rechfertigungswahn, „Was-denkt-der-andere-über-mich-hoffentlich-hat-er-mich-noch-gern“). Das Zeitfressen ist auch ein persönliches Problem des Autors und bestimmt nicht der Technik. Und zm Schluss noch an die Selbstreflektion appellieren – lachhaft.

    • Ich glaube da hast du die Intention des Textes nicht ganz richtig verstanden. Es geht primär um die psychologische, nicht zu unterschätzende Komponente von WhatsApp, derer sich die Nutzer einfach bewusst sein sollten. Eben ganz genau um das WIE. Die mir von dir unterstellte Unfähigkeit des Differenzierens ist da – selbst wenn sie zutreffen sollte – total nebensächlich. Was nach dem Lesen jeder Einzelne aus den Informationen macht, sein Nutzungsverhalten womöglich verändert oder eben nicht, bleibt jedermann offen. Wenn dieser psychologische Knackpunkt für dich kein Problem darstellt, dann ist das doch sehr positiv für dich.

  • Du hast Recht ich habe deine Intention nicht verstanden. Grundsätzlich bist du verantwortlich, dass du das hinkriegst mit einem sauberen journalistischen Aufbau. Für mich werden drei Sachen miteinander vermischt:

    – Kritik an Whatsapp (funktional)
    – Deine persönliche Überforderung mit Whatsapp konkret
    – Eine (viel zu) allgemeine Analyse und Schlussfolgerung über die Psychologie von IM/Mobile

    Selbstverständlich ist es schwer das unter einen Hut zu packen.
    Gerade bei Whatsapp gibt es so viele unterschiedliche Nutzungsformen, worüber du kein Wort verlierst (Geschäftlich, Info-Austausch, Unterhaltung, Organisation,…)
    Ich denke wenn du dich auf Punkt 2 konzentriert hättest, wäre das ein – für mich – guter Artikel geworden und ich gebe dir Recht ob dies Fluch oder Segen ist, sei jedem selbst überlassen.

    • Sei mir nicht böse, aber für mich persönlich überwiegt ganz klar die Freude darüber, offenbar bei sehr vielen Lesern einen emotionalen, selbstreflektorischen Nerv getroffen zu haben. Wenn mir das bei dir, aus welchen Gründen auch immer, nicht gelungen ist, dann nehme ich das hin. Vielleicht schaffe ich es bei einem anderen, technischeren Artikel in der Zukunft (wieder)..

  • Das zieht sich aber durch so zahllose Apps und Dienste durch. Hier würde ich auch Facebook nennen, wenn es um sozialen zwang geht. Davon habe ich mich aber schon lange frei gemacht. Es ist heute wichtiger denn je, zu verstehen, was echte Kontakte und Freunde sind und nicht irgendwelche, virtuellen Bekanntschaften.

  • Flo: Auch ich habe kein Schmatzfoon und auch kein Wartsab. Und die Probleme, die ich in meinem bisherigen Leben hatte, waren nicht darauf zurückzufühen, dass mir diese beiden fehlten.

    Trendsportart Nerdtriathlon: Chatten, Bloggen, Simsen.

  • Danke für deinen kritisch hinterfragenden Artikel. Wie man anhand der vielen Antworten erkennen kann, beschäftigt diese Thematik ziemlich viele Menschen. An und für sich ist Whatsapp ja ein tolles Programm, es ermöglicht den kostenlosen Versand von Bildern, Texten und Videos und überzeugt mit einfacher Handhabung. Jedoch hat das App auch seine negativen Seiten: Die Funktion, jederzeit zu sehen wann wer online ist und wer gerade schreibt kann tatsächlich psychischen Druck ausüben, dass habe ich selbst auch schon erlebt. Es entsteht quasi eine Verpflichtung zum Zurückschreiben, sobald man die Nachricht geöffnet hat.
    Außerdem kann WA ziemlich leicht gehackt werden. Ich glaube dass niemand richtig scharf drauf ist, dass seine Daten an Dritte weiter gegeben werden.
    Pluspunkt ist aber wieder die Gruppenfunktion, somit kann man schnell und unkompliziert Treffen organisieren.

    Mein Fazit also: Zu Organisationszwecken, für kurzen Nachrichtenaustausch und zum Austausch von Bildern sehr gut geeignet. Jedoch sollte man sich nicht unter „Antwort-Stress“ setzen lassen, und den Gesprächspartner ruhig auch mal warten lassen. Eile mit Weile! 😀

  • Das digitale Zeitalter verändert so einiges. Aus den „100“ Fotografen weltweit wurden dank digitaler Technik nun „100 Mio“. Dank Smartphones wurde diese Zahl weiter erhöht. Natürlich nahm auch die Masse an Fotos zu. Es wurde nur noch fotografiert, ohne auf Qualität zu setzen. „Löschen kann man das ja immer noch“.

    Genauso ist das nun bei den Nachrichten. SMS haben anfangs Geld gekostet. Später bekam man was dazu, aber trotzdem musste man zahlen und überlegt 2x was man schrieb. Meist wurden aus Texten kryptische Nachrichten die ältere Generationen nicht mehr verstanden.
    Dank WhatsUp und anderen Diensten wurde alles kostenlos und jeder noch „Gläsener“. Ich finde das gut, das es nichts mehr kostet und auch die Fotos nicht mehr als 36er Film gekauft werden müssen.
    Wer damit aber ein Problem hat kann gerne den Schritt zurück machen. Es gibt noch immer analoge Fotoapparate und auch kann jeder den Dienst WhatsUp löschen und weiter per SMS nur erreicht werden.
    Was jeder damit macht muss jeder selber wissen.
    Wie ein Kommentar weiter oben schrieb: Was hast du für Freunde denen du in Echtzeit antworten musst? Wenn du es nicht so machen willst. Machst du es auch nicht. Punkt.
    Meine Meinung.

  • Toller Artikel, stimme in den meisten Punkten überein. Im Endeffekt hat man es aber einfach selbst in der Hand. Ich lasse mich nicht durch meinen Online-Status pushen und schon gar nicht antworte ich irgendwelche Nachrichten dann, wenn es andere von mir erwarten. Ob da nun zwei Haken an der Nachricht sind oder nicht.

    • Danke sehr, das freut mich.

      Zu den zwei Häkchen möchte ich noch anmerken, dass diese keinesfalls eine Lesebestätigung darstellen. Dies wird oft fehlinterpretiert. Der erste Haken bedeutet, dass die Nachricht an die WhatsApp-Server geschickt wurde. Der zweite Haken zeigt, dass die Nachricht an das mobile Gerät (nicht aber den Menschen!) zugestellt werden konnte.

      Dazu auch:
      http://www.whatsapp.com/faq/de/general/20951546

  • Toller Artikel! Eigentlich komme ich mit dem Druck, sofort antworten zu müssen, inzwischen gut klar und beantworte die nicht so wichtigen Nachrichten auch mal Stunden später. Als ein Freund mich letztens jedoch fragte, warum ich denn letzen Dienstag bis drei Uhr nachts wach war, fühlte ich mich schon etwas komisch. Im Allgemeinen teile ich aber Sebastians Meinung. Jeder hat die Wahl da mit- oder nicht mitzumachen.

  • Gibt’s eigentlich eine Alternative zu Whatsapp, wenn ich meine Daten nicht über Amerika laufen lassen will?

  • Habe mich grad über WhatsApp informiert und bin dabei über diesen Artikel gestolpert.
    Insobesondere hat mir der vorletzte Absatz (Zitat: Meine persönlichen Konsequenzen:) im Abschnitt Zeitersparnis versprochen, Zeitfresser erhalten gefallen!

  • Also eigentlich gibt es auch Apps, die verhindern, dass Whatsapp den Online-Status jedes mal pusht. Ob die jetzt auch so richtig funktionieren, weiß ich allerdings nicht.
    Bei mir werden die Nachrichten übrigens direkt in der Android Status-Leiste angezeigt, so dass ich sie lesen kann, ohne in Whatsapp online zu kommen 🙂

  • Ja Whatts-App, ja in den letzten Wochen und Monaten viel in der Diskussion, selbst im Fernsehen reden viele Menschen und Sendungen darüber. Ich selbst sehe das eher sportlich und lasse mich da nicht beeinflussen. Ich antworte nur wenn ich antworten will alles andere ist mir schnuppe, onlinestatus hin, onlinestatus her…. ich lasse mich nie unter Druck setzen, das ist das gleiche wie bei Facebook und Co.

    Gruß Frank von
    Playstation Choice

  • Heutzutage gibt es WhatsApp+… davon wissen natürlich iOS, und WIndows RT User nichts. In WhatsApp+ ist es möglich sich offline anzuzeigen etc.

  • FB? WhatsApp? Ohne mich! Mir geht schon das Messer in der Tasche auf, wenn ich mehrmals pro Woche per Email irgendwelche „lustigen“ Pics, Videos etc. erhalte.
    Sorry, aber es interessiert mich herzlich wenig, wie Steffis Abendessen aussah und warum Markus gestern zwei Mal im Supermarkt war.

    Verblüffend finde ich ja die Aussage, dass die Partnersuche/das Flirten durch SN und Messenger deutlich leichter geworden sei.

    Was will ich denn bitte mit einem Mann, der nicht mal den Arsch in der Hose hat, mich anzurufen und um ein Date zu bitten?

  • Kurzer Beitrag zu Whatsapp+: Man läuft bei der (ohnehin nicht gerade trivialen) Installation Gefahr seinen Nachrichtenverlauf zu verlieren, von dem Verifizierungsprozess dauerhaft ausgeschlossen zu werden, gibt seine Daten an eine weitere unbekannte Stelle und kann seine Lizenz verlieren – was bei Inhabern der lebenslangen Lizenz wohl besonders ärgerlich ist.

    Eine Variante bei der die o.g. Gefahren umgangen werden, und bei der man auch keine Euronen für das Bisschen Privatsphäre was einem noch bleibt ausgeben muss wäre die momentane WA-Beta:

    http://beste-apps.chip.de/android/app/whatsapp-messenger-apk-android-app,cxo.58151052/

  • In eiigen Punken muss ich recht geben. Man wird wirklich gläsern.
    Aber darum gleich zu sagen das damals alles besser ist is dann doch ein bisschen übertrieben

  • Hallo Michael,

    Ich kann Deine Erfahrungen fast 1:1 für mich übernehmen und dabei auch mitfühlen.
    Ich habe die Reaktionen meiner Konsequenz, alle whatsapp-Statusmeldungen (wann ich was schreibe, wann ich zuletzt online war) auszuschalten, noch gut in Erinnerung. Hatte meinen Kreisen fast schon Revolutionscharakter.
    Im Zuge der Übernahme von Whatsapp zu Facebook habe ich mich von Whatsapp komplett getrennt und bin zu Threema gewechselt. Somit bin ich auch automatisch alle diese lästigen Statusmeldungen losgeworden.
    Ich habe bei Threema alle Meldungen und Töne ausgeschaltet. Schau ich mal rein und sehe Nachrichten, wird darauf geantwortet. Sonst habe ich meine Ruhe. Wenn mich dennoch dringend erreichen möchte … Ups… achja, es gibt ja auch noch das telefonieren (Back to the Basics).

  • … Meine iPone-Siri läßt mich mit ihrer Hörschwäche ganz schön doof ausschauen.
    Sorry für mir sonst nie fehlenden Worte.

  • schöner artikel wirklich … jetzt verstehe ich auch warum meine eltern so lange reden ob ich mir WhatsApp insterlieren darf oder nich weil bis jetzt kannte ich nur die vorteile von WhatsApp 🙁 ich hoff viele Leute lesen diesen Artickel noch damit man auch die nachteile solcher Apps sieht!

  • Danke für den schönen Artikel. Ich habe vor zweieinhalb Monaten WhatsApp von meinem Smartphone deinstalliert und bin froh, dass es ich mich bewusst dazu entschieden habe ganz „oldschool“-mäßig wieder nur per Anruf oder Sms erreichbar zu sein. Alternativ bin ich auch per Facebook-Nachrichten zu erreichen. Da ich ein älteres Smartphone besitze und mir aus finanziellen Gründen auch kein neues leisten kann, war ich ständig online. Das bedeutete, ich bekam nachts wie frühmorgens Nachrichten. Es handelte sich aber nicht um Notfälle, sondern meistens um irgendwelche Kettennachrichten. Da mehrere Personen in meiner Familie gesundheitlich sehr angeschlagen sind, dachte ich fast jedes Mal, dass etwas passiert sei. Leider habe ich mich mit diesem Schritt, sprich das Deinstallieren von WA, quasi eher unfreiwillig in eine Art Eremitenrolle begeben- seit genau diesen zweieinhalb Monaten melden sich nämlich diejenigen aus meinem Freundeskreis nicht mehr, die WA auf ihren Smartphones installiert haben! Ich werde sogar von einigen Bekannten, Familienmitgliedern und Freunden fast schon gedrängt, WA zu installieren, weil ja das Verschicken von Sms angeblich zu teuer sei. Früher ging es doch auch ohne – warum jetzt auf einmal nicht?

  • Sehr schöner Text. Du kannst gut schreiben. Und der Text spricht mir aus der Seele. Inzwischen gibt es zwar auch für Android den Unsichtbar Status, aber wie du schon sagst, man antwortet und da die Leute inzwischen Daueronline sind, schreiben sie sofort zurück. Jetzt einfach so rauszugehen aus dem Gespräch nehmen viele persönlich, weil sie genau wissen, man sieht noch, dass sie schreiben. Und in Zeiten der modernen Kommunikation, wird sowieso verlangt, dass man immer gleich/zeitnah antwortet. Klar gibt es jetzt auch ein paar die sagen, dass es von der Person abhängig ist, ob man sich unter Druck setzten lässt. Auch wenn man erst später antwortet, wird man gefragt, warum man erst so spät antwortet. Das nervt einfach nur, auf solche Fragen immer antworten zu müssen! Ich chatte gerne, aber eben nur mit bestimmten Menschen. In Whatsapp aber kann mir jeder schreiben, der meine Nummer hat. So also auch geschäftliche Kontakte. Ich hab jedenfalls von der App genug! Ich hab mir mal angeschaut, was ich bisher für Gespräche hatte. 99 % war belangloser Bullshit, auf den ich keinen Lust habe. Nimmt unglaublich viel Zeit weg.

  • Top Artikel!!! Wie wahr..wie wahr…ich empfinde Whatsapp als mein Verderben. Es ist mittlerweile ein Zwang geworden immer auf mein dämliches Handy zu schauen. Mittlerweile ist es schon quälend zum Teil. Ich schaffe es leider immer noch nicht davon los zukommen. Gewisse Freunde melden sich nur noch über Whatsapp. Die App ist für mich kein Freundschaftsersatz. Ich hoffe ich komme da bald von los.

  • Leider, leider muss ich zugeben, und das als gebildete 34-Jährige ;), dass auch auf mich WhatsApp einrn ähnlichen Druck ausübt/geübt hat. Entgegen jeglicher Logik, Selbstbewusstsein und eigentlich gesundem Kommunikationsverhalten und „normalen“ Freundschaften. Bei mir sind es weniger die Nachrichten und Online-Status, sondern das fast zwanghafte Verschicken von Fotos in „Echtzeit“ vieler meiner Freunde. Ich habe nicht wenige, die mich unkommentiert mit 20, 30 Bildern ihres Urlaubs (pro Tag), Geburtstags, Mittagessens oder der Weihnachtsfeier zuballern. Inkl. unvorteilhafter Bilder von sich selbst ABER, und das stört mich am meisten, u.U. eben auch von mir bzw. Freunden, die sicher nicht möchten, dass Partybilder von ihnen für alle Ewigkeiten auf meiner SD-Karte und damit auch irgendwann auf meinem Rechner landen. In dem Moment, wo ich ein Foto „an einen Freund appe“, ist dessen Privatsphäre weg. Da dieser es an jeden in seiner Liste weiterleiten kann, manchmal ohne Absicht (hab schonmal eine ganze Galerie bekommen dank eines falschen Fingertips), oder dadurch, dass Handys von Freunden geklaut wurden und auch mein eigenes. Das war zwar gesichert, aber WhatsApp lief über die ungeschützte SD-Karte. D.h. die Bilder meiner Freundin aus dem Kreißsaal (um die ich sie nicht gebeten habe!) sind vollkommen frei für den Dieb zugänglich. Oder für werweißwen. Ich hab schon öfter Verwirrung geerntet, wenn ich drauf bestanden habe, dass Bilder von/mit mir NICHT in Echtzeit weitergeleitet werden noch während des Brunchs. Oft zu spät – meine Freundin hatte sie längst an „ein, zwei Freunde“ und ihren Freund geschickt. Und ich schaffe Verwirrung, wenn ich aus dem Traumurlaub auf den Malediven nicht jeden Tag 20 Bilder nebenbei appe, sobald ich Wi-fi habe. Für mich hat sich aber meine Einstellung zur Privatsphäre von Fotos nicht geändert durch WhatsApp. Da kreiere ich noch lieber ein Facebook-Album mit den 20 schönsten Bildern nach dem Urlaub, die zwar immer noch heruntergeladen werden können, aber wer macht das schon (außer ein zwei Stalkern :p)? Das ist mir lieber, als sie durch WhatsApp quasi direkt auf Handys, Clouds, Dropboxen, etc. zu schicken.

  • WhatsApp finde ich schon sehr nützlich ,aber manchmal nervt es auch. Es gibt Streit über WhatsApp. Nicht toll !!!😏Aber schlecht ist es auch nicht denn manchmal finde ich es sehr nützlich.

  • Solltest mal an Deiner Sozialkompetenz arbeiten. Ist ja Wahnsinn über welche Belanglosigkeiten Du Dir Gedanken machst. Kein Selbstwertgefühl oder was stört es Dich, wenn Du mal jemandem nicht sofort zurückschreibst?

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