Patent-Zuspruch: Passt sich das iPhone-Display künftig Bewegungen an?

Tobias Gillen

Das amerikanische Patent- und Markenamt hat Apple jetzt ein 2007 beantragtes Patent zugesprochen. Es könnte die Smartphone-Nutzung unterwegs enorm erleichtern.

Apple Patent

„Bim glricj ds!“

Das Patent auf ein „Variable device graphical user interface“ trägt die Nummer 8631358 und wurde von Apple schon vor satten sieben Jahren beim US-Patent- und Markenamt angemeldet. Nun hat Apple den Zuspruch für das bewegungsorientierte Smartphone-Display bekommen.

Wer kennt es nicht? Mal eben unterwegs in der Fussgängerzone, im ruckeligen Regionalbus oder in der U-Bahn eine SMS oder E-Mail tippen ist ein mitunter ziemlich kniffliges Unterfangen. Statt „Bin gleich da!“ bleibt bei Menschen wie mir, die die Autokorrektur ausgeschaltet haben, dann meist nur „Bim glricj ds!“ übrig. Genau an diesem Problem scheint Apple seit einigen Jahren zu arbeiten. Das Ziel: Ein Display, dass sich den Bewegungen des Nutzers anpasst und die Bedienung dadurch automatisch erleichtert.

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Löschen von E-Mails deaktivieren

Apple Patent 1Ein Beispiel habe ich gerade schon genannt: Wenn man in ruckeligen Situationen tippen möchte, würde Apples Technologie die Tasten auf der Tastatur einfach größer darstellen, sodass man sie besser treffen könnte. Wahlweise könnten auch Icons auf dem Homescreen vergrößert werden, um besser erreichbar zu sein. Zudem würden die Kontakte im Adressbuch ein paar Millimeter breiter werden. Das Display würde sich in dem Fall durch das Signal eines Sensors automatisch auf die Bewegungen des Nutzers einstellen.

Zudem – und da spreche ich aus leidiger Erfahrung – könnte es durch das Patent künftig möglich werden, bestimmte Funktionen in diesem Modus zu deaktivieren. So zum Beispiel das Löschen von E-Mails über den kleinen Papierkorb am unteren Rand der Nachricht, auf den man leider viel zu schnell aus Versehen kommt.

Insgesamt eine klasse Idee, die aber nur funktioniert, wenn das System perfekt kalibriert ist. Nur weil ich auf der Couch mal die Liegeposition ändere, möchte ich nicht gleich, dass sich das Display umstellt. Bei längeren Fussmärschen aber wäre die Funktion mehr als praktisch. Ob Samsung und Co. schon ähnliche Ideen haben – Stichwort Patentkrieg? 😉

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(Mehr) Bilder: Patent- und Markenamt USA

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.