„Greeting Games“ im Test: Was taugen die spielbaren eCards?

Jürgen Kroder

Sie sind wahrscheinlich fast so alt wie das WWW: eCards. Früher waren es simple Texte mit Grafiken, später dann Flash-Animationen. Das niederländische Start-Up Tingly Games bietet mit seinen Ende 2013 gestarteten „Greeting Games“ spielbare Grußkarten an. Wir haben das Angebot mal getestet.

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Bunte Onlinespiele zur Aufmunterung

Grüße zum Geburtstag, Danksagungen oder Neujahrs-Wünsche – bei „Greeting Games“ gibt es verschiedene Kategorien. Jede bietet mehrere Onlinespiele zur Auswahl, meist aus verschiedenen Genres wie beispielsweise 3-Gewinnt, Sudoku oder Bubble-Shooter. Aber: Während einem für Geburtstagswünsche rund 50 Spiele angeboten werden, so sind es beim Anlass „New Year“ nur knapp zehn. Das wirkt seltsam, denn eigentlich hat der Grund fürs Versenden der eCard nichts mit dem Genre zu tun.

Warum soll ein buntes Puzzle-Spiel eher zum Geburtstag passen als zum Neujahr oder zu Genesungswünschen? Diese Antwort erschließt sich einem erst beim genauen Betrachten der Spiele: Teilweise sind die Motive an den Anlass angepasst. So gibt es beispielsweise Geburtstagskarten mit bunten Kuchen und Actionspiele mit Sektflaschen. Im Großen und Ganzen sind die vielen Games aber austauschbar.

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Eigentlich ist es egal, welche Kategorie oder welchen Anlass man auswählt. Denn vor dem Versenden der eCard kann man einen individuellen Text eingeben. Eine Seite mit vier Feldern zum Ausfüllen, mehr gibt es nicht zu tun. Wer wissen will, ob das versendete Spiel dem Empfänger überhaupt Spaß machen könnte, kann es anspielen. Außerdem lassen sich im Menüpunkt „Advanced“ der Schwierigkeitsgrad in drei Stufen und individuelle Texte nach dem Absolvieren eines Levels einstellen.

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Nach dem Versenden sollte der Empfänger sofort seine Mail erhalten. Bei meinem Test klappte das zuverlässig, keine Mail ist (wie man vielleicht vermuten mag) im Spam-Ordner gelandet. Mit einem Klick lässt sich das „Greeting Game“ im Browser spielen. Nach einem kurzen Tutorial – aktuell entweder in Englisch oder Niederländisch – geht es los. Die Message erhält man nur, wenn man das Minigame durchgespielt hat. Zum Beispiel drei Levels eines „Bejeweled“-Klons oder ein Level eines Wortfinde-Spiels. Da es keinen Zeitdruck gibt und die Levels recht simpel gehalten sind, ist das schnell machbar.

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Tolle Idee, aber…

„Greeting Games“ hinterlässt einen rundum positiven Eindruck bei mir. Die Spiele sind gut gemacht und der Service schnell und einfach zu bedienen. Und aktuell noch kostenlos. Aber so wie es aussieht, wird Tingly Games nach der aktuellen Betaphase eine Monetarisierung einbauen. Wie viel die Karten kosten werden, ist bislang nicht bekannt.

Auch wenn die Idee gut ist und die Games hochwertig, so bin ich skeptisch, dass User dafür bezahlen werden. Bis es aber soweit ist, kann ich einen Blick auf „Greeting Cards“ auf jeden Fall empfehlen.

Bilder: Screenshots / Greeting Games

 

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.