Mit „StreetPong“ gegen die Langeweile: Die Ampel, an der man das Kult-Game spielen kann

Jürgen Kroder

Wenn Sekunden zu gefühlten Stunden werden, dann steckt dahinter entweder ein Zahnarzt-Besuch oder das Warten in einer Schlange. Oder eine rote Ampel. Um die Ungeduld zu zügeln, gibt es an einer Straße in Hildesheim allerdings einen spaßigen Zeitvertreib.

street-pong

Schnelle Zweispieler-Duelle

In Hildesheim? Zugegeben: Der Name klingt nicht unbedingt nach Innovationen. Und dennoch kommt aus dieser Stadt eine kleine, aber feine Erfindung, die ich mir für die ganze Welt wünsche: „StreetPong“.

„StreetPong“ ist ein „Pong“-artiges Spiel, das in den Drücker einer Ampel integriert ist. Über ein Touch-Display kann man den Ball hin und her schießen – das gegen einen Mitspieler auf der gegenüberliegenden Seite der Straße. Im Display sieht man nicht nur das Spiel und den Punktestand, sondern auch, wie lange es noch dauert, bis die Ampel umschaltet.

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Eine Runde „Pong“ an der Ampel – das klingt verrückt. Aber verlockend. Denn so vergehen nicht nur die einem ewig erscheinenden Sekunden in einer Rotphase wie im Flug, nein, ich behaupte mal, man würde so noch viel länger verweilen. Das würde den hektischen Fußweg zur Arbeit deutlich entschleunigen. Und bestimmt vielen mies gelaunten Fußgängern ein kurzes Lächeln ins Gesicht zaubern.

Eine tolle Idee. Aber leider wurde sie bislang nur in Hildesheim umgesetzt. Warum dort? Weil sich hier unter anderem die „HAWK“ befindet, was für „Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst“ steht. „StreetPong“ ist nämlich eine Studentenarbeit, die nicht nur theoretisch, sondern auch als Prototyp praktisch umgesetzt wurde.

Bitte mehr davon!

Falls der eine oder andere sich wundern sollte, warum ihm der Name „StreetPong“ bekannt vorkommt: Das Projekt gibt es bereits seit 2012 und wurde schon von diversen Medien aufgenommen. Wir sind leider erst jetzt auf die tolle Studentenarbeit aufmerksam geworden. Aber wir denken, die Idee ist noch immer so einmalig gut, dass sich auch jetzt noch ein kleiner Hinweis auf die ungewöhnliche Hildesheimer Sehenswürdigkeit lohnt. Und eine Umsetzung in anderen Städten sowieso.

Bild: StreetPong

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.