Kuschelkurs mit Entwicklern: Microsoft bastelt an Universal-Apps für Windows und Windows Phone

Tobias Gillen

Apple hat mit dem Start des iPads eine für Entwickler attraktive Möglichkeit der App-Vermarktung gestartet: Mit dem kleinen „+“ wurden solche Apps gekennzeichnet, die für beide Plattformen, also iPhone und iPad gleichzeitig heruntergeladen werden konnten. Mit dem vor noch nicht allzu langer Zeit eingeführten Mac App Store hat man diese Strategie vervollständigt. Nun plant Microsoft ähnliches.

Windows Store

Einmal Code schreiben, zweimal App anbieten

Die Leaks aus den internen Microsoft-Präsentationen nehmen nicht ab. Im Gegenteil: Inzwischen ist eine Folie veröffentlicht worden, die „Universal Store“-Apps beschreibt. Darin heißt es: „Entwickler können eine einzige App entwickeln, die sich an Windows Phone und Windows richtet.“ Letztlich also genau das, was Apple mit seinen geräteübergreifenden Universal Apps auch anbietet.

Die Idee dahinter ist klar und wird von Microsoft schon länger verfolgt: Das Unternehmen möchte seine Plattformen – also Windows für den Desktop, Windows RT für Tablets und Windows Phone für Smartphones – offensichtlich mehr zusammenführen. Aus diesem Grund wird es, glaubt man den Leaks, künftig für Entwickler die Möglichkeit geben, schneller und einfacher Apps für mehrere Plattformen zu entwickeln. Dabei soll es möglich sein, zwei Benutzeroberflächen auf einer Code-Basis zu betreiben. Bedeutet: Einmal Code schreiben, die App aber für zwei Geräte anbieten.

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Kuschelkurs mit Entwicklern

Möglich machen soll das die 80-prozentige Übereinstimmung der XAML (Extensible Application Markup Language). So müssten lediglich die letzten 20 Prozent für die einzelnen Plattformen entwickelt werden, was den Aufwand für die Entwickler natürlich gering hält.

Das hätte für Microsoft wiederum den Vorteil, dass die Anzahl der Windows-Phone-Apps schneller zunehmen würde. Hier hat das Unternehmen im Vergleich zu Apples iOS oder Googles Android noch viel Potential nach oben. Insbesondere auch, weil Apps und die Verfügbarkeit derer nicht selten ein Kaufgrund sind.

Microsoft geht also auf Kuschelkurs mit den Entwicklern und versucht, eine möglichst handliche und kompakte Lösung für geräteübergreifende Apps zur Verfügung zu stellen.

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Bild: Microsoft

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.