Schnelltest der „Night Terror App“: Sorgt sie wirklich für schlechte Träume und schlaflose Nächte?

Jürgen Kroder

Wenn wir ins Bett gehen, dann wollen wir sanft einschlafen, gut träumen und am nächsten Morgen erholt aufwachen. Die jüngst veröffentlichte „Night Terror App“ bringt angeblich genau das Gegenteil. Damit soll man bewusst schlecht schlafen und Horror-Albträume bekommen. Ein schlechter Scherz?

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Albträume durch eine App?

Die einen sehen es als schlechten Scherz an, die anderen als nettes Fun-Tool, die dritten als PR-Gag. Letzteres ist die „Night Terror App“ eigentlich auch. Sie wurde von der deutschen Agentur Interone für den britischen „Horrorchannel“ entwickelt.

Auch wenn die App als Grusel-Software vermarktet wird, so ist sie im Grunde ein TV-Guide für den Fernsehkanal, der aber unter einem geschickt inszenierten Deckmantel verborgen wird. Dieser Deckmantel ist der namensgebende Menüpunkt „Night Terror“. Hier stehen einem verschiedene englische Kurz-Geschichten zum Anhören bereit. Diesen soll man laut den Entwicklern lauschen und dabei einschlafen.

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Ist man ins Reich der Träume entschwunden, bleibt die App angeblich aktiv und misst mit den iPhone-Sensoren, ob man sich im Tiefschlaf befindet. Dann soll die App leise furchteinflösende Sounds abspielen und so die Träume negativ beeinflussen. Am nächsten Morgen kann man im Menü „Terror Stats“ ablesen, wie schaurig die Nacht gewesen sein soll. Das alles verspricht zumindest der Hersteller.

Lautes Geschrei statt Schlaf

Ob die Versprechungen stimmen, wollte ich in einem Selbstversuch nachstellen. Also, die Gratis-App heruntergeladen (leider nur für iOS), installiert und gestartet. Wie versprochen, gibt’s fünf Kurzgeschichten zum Anhören. Diese sind allerdings mit so vielen lauten Geräuschen wie Geschrei und Maschinengewehr-Salven gespickt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass man dabei einschläft.

Und danach? Spielt die „Night Terror App“ wirklich gruselige Töne ab, um mir Albträume zu bescheren? Da ich während der Arbeitszeit recht selten schlafe, musste ich das nachstellen. So blieb ich einfach stumm oder schnarchte gekünstelt ins Mikro meines iPhones. Das Ergebnis: Es passierte erstmals nichts. Dann stürzte die App ab. An dieser Stelle war dann für mich Schluss. Eigentlich bin ich darüber aber auch ganz froh. Denn im Ernst: Wer will schon freiwillig Albträume haben?

Bild: Horrorchannel / Night Terror App

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.