Facebook kauft WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden Dollar

Tobias Gillen

Paukenschlag: Facebook hat WhatsApp für 16 Milliarden US-Dollar gekauft. Weitere 3 Milliarden Dollar sollen später in Form von Aktien an die WhatsApp-Gründer und Mitarbeiter fließen.

12 Milliarden Dollar in Facebook-Aktien

Gerüchte gab es immer wieder mal, nun gibt es auch die Bestätigung: Der Social-Media-Platzhirsch Facebook übernimmt den Messenger-Platzhirsch WhatsApp. Das gab Facebook am Mittwoch bekannt. Der Kaufpreis liegt demnach zunächst bei satten 16 Milliarden US-Dollar, wovon 4 Milliarden ausgezahlt und die restlichen 12 Milliarden in Aktien an WhatsApp gehen. Über einen Zeitraum von vier Jahren kommen dann noch einmal 3 Milliarden Dollar in Aktien hinzu.

An WhatsApp selbst soll sich – ähnlich der Instagram-Übernahme für damals 1 Milliarde US-Dollar – nichts ändern. Der Dienst bleibt eigenständig und auch die Marke WhatsApp wird nicht verändert werden. Zudem wird WhatsApp-CEO Jan Koum Mitglied im Vorstand von Facebook.

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Nutzerschwund stoppen

Damit versucht Facebook nach der gescheiterten Snapchat-Übernahme vor einigen Wochen weiterhin, in den mobilen Bereich vorzustoßen. Gerade der Schwund der jüngeren Nutzer macht dem Netzwerk große Sorgen. Diese kommunizieren nachweislich inzwischen immer mehr über WhatsApp, Snapchat und andere mobile Apps. Mit der Übernahme tun sich die zwei stärksten Dienste ihrer Art zusammen. Facebook zählt 1,2 Milliarden Nutzer, WhatsApp satte 450 Millionen.

Da lobe sich einer den Snapchat-Macher: Dem war die Kontrolle über seine App wichtiger als das große Geld. Nun heißt es abwarten, was Facebook aus dem Messenger-Dienst macht – klug wäre aber wohl tatsächlich, wenn man die Marke weiter wachsen lassen würde. Trotz einiger Unzufriedenheiten wegen Sicherheitslücken oder Serverproblemen läuft WhatsApp nach wie vor hervorragend gut.

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Bild: WhatsApp

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.