Amazons Musikstreaming-Dienst wird konkreter: Angeblich Gespräche mit Labels

Tobias Gillen

Amazon plant offenbar einen Musikstreaming-Dienst – vielleicht auch, um höhere Preise des Prime-Paketes in den USA zu rechtfertigen.

amazon

Probleme bei den Verhandlungen

Mit Prime können Amazon-Nutzer inzwischen auch in Deutschland über die Streaming-Option „Instant Video“ auf mehr als 12.000 TV-Serien und Filme zugreifen. Dafür hat sich der Preis von 29 Euro auf 49 Euro pro Jahr erhöht, bei Studenten von 15 Euro auf 24 Euro.

Womöglich kommt irgendwann auch noch ein Musikstreaming-Dienst hinzu. Laut dem US-Blog „re/code“ befindet sich Amazon diesbezüglich aktuell in Gesprächen mit Musiklabels, um die Rahmenbedingungen auszuhandeln. Beim Preis hake es bislang noch, so „re/code“ unter Berufung auf „gut unterrichtete Quellen“. Gerüchte über eine Art Spotify für Amazon-Kunden halten sich schon lange, nun aber scheint es endlich konkreter zu werden.

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Rechtfertigung der Preiserhöhung

Die Kollegen gehen davon aus, dass Amazon den neuen Service ebenfalls in das Prime-Paket integrieren will. So sei ohnehin in Planung, den Preis dafür in den USA von 79 um satte 40 auf 119 US-Dollar pro Jahr anzuheben, weil die jüngsten Quartalszahlen für das Tech-Unternehmen alles andere als zufriedenstellend gewesen sein dürften. Hinzu kommen steigende Transportkosten und eine wachsende Nutzung der Versandmöglichkeiten.

Mit der Integration eines zusätzlichen Services wie einem Musikstreaming-Dienst würde man zusätzliche Anreize für die Nutzer schaffen, die Preiserhöhung mitzutragen – und könnte sie so besser rechtfertigen. Amazon wollte sich bislang nicht äußern, also heißt es: Abwarten.

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Bild: Amazon

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.