Qwant ausprobiert: Ungewöhnliches Design und mehr Sicherheit als Google

Tobias Gillen

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Qwant

Expansion von Frankreich

So ganz warm werde ich mit dem für Google-Gewohnheitstiere etwas eigentümlichen Design von Qwant noch nicht. Aber: Das Konzept finde ich schon mal spitze. Qwant, eine Suchmaschine aus Frankreich, ist gestern in Deutschland gestartet und will nun auch hier eine Alternative zum Marktführer bieten. Der Boom von Privatsphäre-bejahenden Suchmaschinen ist seit der Geheimdienst-Affäre erst richtig in Fahrt gekommen. So knackte etwa DuckDuckGo jüngst erstmals die 4-Millionen-Marke bei Anfragen pro Tag.

Qwant verfolgt ähnliche Ziele: Keine Cookies, keine IP-Adresse-Speicherung, keine gefilterten Suchergebnisse – und alles bleibt in Europa. Soweit die Idee. Suchen zwei Nutzer nach der gleichen Sache, bekommen sie auch exakt die gleichen Suchergebnisse angezeigt. Anders als bei Google, das bekanntlich Nutzerprofile erstellt und Suchergebnisse dem Algorithmus entsprechend anordnet, möchte Qwant gefilterte und vorsortierte Suchergebnisse nur dann möglich machen, wenn sich der Nutzer ganz bewusst per Anmeldung dafür entscheidet.

Qnowledge Graph

In dem Fall werden die Daten nur auf Servern unter anderem in Frankreich, Luxemburg und der Schweiz gespeichert. Ansonsten aber soll es volle Privatsphäre geben. Das ist das, was hinter Qwant steckt. Aber auch das Offensichtliche erinnert nicht mehr sonderlich an Google. Qwant zeigt die Suchergebnisse in Spalten an, wie man sie zum Beispiel von Tweetdeck kennt. Anders als bei Google muss man sich nicht mehr durch „News“, „Bilder“, „Shopping“ und Co. klicken, sondern hat vier Reiter direkt im Blickfeld.

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Das sind „Netz“, wo alle Suchergebnisse aus dem Netz zu finden sind. „Nachrichten“, so etwas wie Google News. „Social“, wo man Tweets und Posts aus sozialen Netzwerken findet. Und „Shopping“, wo zum Suchbegriff passende Produkte gelistet sind. Zudem gibt es bei bestimmten Schlagworten noch den „Qnowledge Graph“, der so etwas wie Wetterdaten zu Orten anzeigt.

Alles nur Gewöhnungssache?

Auf der vollen Seitenbreite zeigt Qwant außerdem allerhand Bilder und Videos zu dem Suchbegriff an. Die Seite ist ewig nach unten scrollbar und wirkt insgesamt ein wenig unübersichtlich. Letztlich Gewöhnungssache, bei Google oder DuckDuckGo aber ist vieles simpler und schneller sichtbar. Zudem enttäuscht die Spalte „Shopping“ ein bisschen. Suche ich etwa nach meinem E-Book „Verschlüsselt!“, zeigt Qwant mir eine Regatte-Weste von Otto oder den Esstisch „Tobias“ von Roller an.

Ob sich der Umgewöhnungsaufwand für mehr Datenschutz lohnt? Sicher. Aber ob ihn auch genügend Menschen bereit sind, auf sich zu nehmen? Fraglich. Neben DuckDuckGo bekommt Deutschland mit Qwant aber nun einen neuen Player auf dem Anti-Google-Markt. Alles Gute zum Deutschland-Start.

Bild: Screenshot

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.