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Videounterbrechung: Apple plant offensichtlich offensivere iAd-Werbung mit Nervtötern

Iphone 5 Apple
geschrieben von Tobias Gillen

Targeting, Werbung

Nerventötende Videoclips

So richtig viele iAds sind mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen. Das liegt vermutlich daran, dass Apples Werbegeschäft mit in-App-Werbeeinblendungen nicht so wirklich gut läuft und App-Entwickler noch immer eher auf andere Anbieter setzen. Nun möchte Apple aber offensiver werden.

Es soll, das berichtet „Ad Age“ unter Berufung auf gut informierte Kreise, künftig Video-Werbung geben, die die aktuelle App unterbricht. Wer die App von MySpass nutzt oder etwas YouTube-affin ist, wird wissen, was das bedeutet: Nerventötende Videoclips, die automatisch und ohne Rücksicht auf Verluste, äääh, Nutzer ihre Botschaften abspulen.

Kein Kommentar von Apple

So würden, insofern Entwickler den geldwerten Vorteil vor die Bedürfnisse ihrer Nutzer stellen und auf die Clips setzen, beispielsweise Spiele mitten im Spielfluss oder Nachrichtenapps im Textfluss für die 20- bis 30-Sekündler unterbrochen werden.

Bislang ist das nur dann möglich, wenn man auf die kleinen flachen iAd-Banner am unteren oder oberen Rand einer App geklickt hat. Dann hat sich nicht, wie zum Beispiel bei Google AdSense, der Safari-Browser gestartet – was, zugegeben, nicht weniger nervig war –, sondern eine Info-Seite oder ein Video, das sofort weggeklickt werden konnte.

Über die genaue Umsetzung, den Zeitplan und mögliche Preise für Werbekunden ist bislang noch nichts bekannt. Apple wollte auch – wie erwartet – nichts von alledem kommentieren. Für Werbekunden könnte iAd durch eine solche Art der Werbung attraktiver werden. Aus Nutzers Sicht kann man nur Gegenteiliges hoffen.

Bild: A businessman pulling back his skirt to reveal a target symbol. / Shutterstock.com


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

4 Kommentare

  • Das klingt viel zu absurd. Wenn das wirklich kommt, werde ich zu Plattformen auf Basis von Android konvertieren. Eine solche – überaus dreiste – Werbestrategie macht Geräte aus dem Apfelhaus sehr schnell unbeliebt.

    Hoffentlich kommt Google dann nicht auch auf den Geschmack, denn sonst ergibt sich womöglich das Szenario, dass man irgendwann diese heiß diskutierte Google Glass trägt und urplötzlich wird einem schwarz vor Augen und eine Werbebotschaft eines Online-Casinos erscheint – Nutzer von MySpass wissen genau, welchen ich meine. Dann aber mal Halleluja…

  • Jeder entscheidet selber was er mit sich machen lässt. Nur leider werden viele nicht zu selbst denkenden und eigenverantwortlichen Menschen erzogen.

  • Ich würde mich freuen, wenn solche Werbung kommt.
    „Das war unfair, du hast mich gefraggt, als ich gerade nen Werbeclip hatte!“
    Bin gespannt, wie die Applejünger so einen Quatsch schön reden :).

  • Warum sollte man störende Werbung schönreden wollen?
    Was soll dieser ständige Quatsch mit Apple vs. Android? Nichts besseres zu tun?
    Wird eh nicht so kommen wie beschrieben.

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