E-Plus bestätigt: Bald kommt die WhatsApp-SIM

Tobias Gillen

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WhatsApp wird virtueller Netzbetreiber

Als auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vor zwei Wochen bekannt wurde, dass WhatsApp und E-Plus eine Kooperation eingehen werden, stand eher die noch für diese Jahreshälfte angekündigte Voice-over-IP-Funktion im Vordergrund der Spekulationen. Nun gibt es erste Fakten zu vermelden, die dann doch überraschen.

Anders als anfangs von vielen angenommen, wird WhatsApp von E-Plus nicht nur spezielle Privilegien bekommen, sondern gleich ein eigenes Prepaid-Angebot inklusive SIM-Karte. Damit wird WhatsApp zum sogenannten virtuellen Netzbetreiber, der als Untermarke von E-Plus (ähnlich wie etwa Aldi Talk) auftritt, aber keinerlei eigene Infrastruktur anbietet. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Unternehmenskreise und eine Bestätigung seitens E-Plus.

Alle WhatsApp-Funktionen frei nutzbar

Das besondere, wenn auch nicht sehr überraschende, Detail an dem Tarif ist, dass WhatsApp selbst sich in diesem Paket natürlich allerhand Privilegien einräumt. So werden künftig alle WhatsApp-Aktivitäten der Nutzer natürlich nicht in die gekauften Datenvolumen eingerechnet. Auch, wenn die Prepaid-Karte leer sei, sollen sich die Internet-benötigenden WhatsApp-Funktionen frei nutzen lassen.

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Damit ist WhatsApp die erste App, die den Weg zum virtuellen Mobilfunkanbieter schafft und einen eigenen Datentarif anbietet. Ob und wie attraktiv der Tarif aber wirklich ist, wird sich Anfang April zeigen, wenn WhatsApp die genauen Preise für Telefonie, Internet und SMS bekannt gibt. Wer also überwiegend über WhatsApp kommuniziert, sollte hier genau hinschauen – die Datenschutz- und Datensammel-Problematik mal außen vor gelassen.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.