Sonstiges

Virtual Ride to Space: Für 36 Euro ins All – eine Kickstarter-Kampagne will es möglich machen

cirtual-ride-to-space-icon
geschrieben von Jürgen Kroder

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Nicht nur „Star Trek“-Fans träumen davon, selbst einmal ins All zu reisen. Doch leider blieb dieser Wunsch bislang 99.999992% aller Menschen verwehrt. Ein Kickstarter-Projekt will das ändern – zumindest virtuell und in 3D.

virtual-ride-to-space

Ab ins All – am PC oder Smartphone

Bis heute waren rund 530 Leute im Weltraum. Wer aber etwas Geld für die Crowdfunding-Kampagner „Virtual Ride to Space“ gibt, kann den lang gehegten Traum wahr werden lassen. Na ja, zumindest virtuell. Das heißt: Wenn wir alle schon nicht mit unseren Körpern ins All kommen, dann können wir wenigstens audio-visuell dabei sein.

Hierzu wollen ein paar Wissenschaftler des Surrey Space Center in Großbritannien einen speziellen Wetterballon in zirka 20 Kilometer Höhe fliegen lassen. Hat er seinen höchsten Punkt erreicht, platzt er und segelt mit einem Fallschirm auf die Erde zurück. Der gesamte Flug wird mit 24 GoPro-Kameras gefilmt, die in einer Eigenkonstruktion unter dem Wetterballon untergebracht sind.

virtual-ride-to-space-techn

Das Ziel ist es, nach dem Weltraum-Flug alle Daten auszuwerten und zu einem 3D-Erlebnis zusammen zu setzen. Hierbei wird an eine spezielle Oculus Rift-Unterstützung gedacht: Mit Hilfe der VR-Brille soll man den Ausflug ins All intensiv und mit einem freien Rundum-Blick nacherleben können. In Echtzeit. Oder in einer Geschwindigkeit, wie es einem beliebt. Da die Verbreitung von Oculus Rift bislang noch kümmerlich ausfällt, sind auch Fassungen für „normale“ PC-Nutzer und Smartphones angedacht.

Recht günstiger Weltraum-Flug

Das alles soll durch die Spenden auf der Kickstarter-Seite möglich werden. Ab einem britischen Pfund (rund 1,20 Euro) geht es los. Man erhält dafür aber nur ein paar Bilder per Mail. Für etwas mehr Geld kriegt man das, was einem hier eigentlich versprochen wird: Ab 30 Pfund (ca. 36 Euro) erhält man die PC-Fassung des virtuellen All-Fluges, ab 35 Pfund eine Smartphone-Version und ab 50 Pfund das echte, dreidimensionale Erlebnis für Oculus Rift. Insgesamt sollen mindestes 30.000 Pfund zusammenkommen, damit das Projekt umgesetzt werden kann. Das klingt aus meiner Sicht ziemlich günstig – denn alleine die Technik, der Start des Ballons und die Umsetzung der Software dürften eigentlich teurer ausfallen.

Schnäppchen oder nicht – der „Virtual Ride to Space“ ist von einem Abheben noch weit entfernt. Einerseits, weil bislang nur knapp 5.000 Pfund zusammen gekommen sind. Sollte die Wissenschaftler die Summe aber bis zum Crowdfunding-Ende am 3. April 2014 abgeschlossen haben, kommt die eigentliche Arbeit. Hier scheint man aber teilweise weit fortgeschritten und enthusiastisch zu sein: Bereits im Juni könnte der erste Testflug starten, im Juli der offizielle Launch. Ab September sollen die Daten ausgewertet und als virtueller Weltraumflug umgesetzt werden. Dafür räumt man sich am meisten Zeit ein: Der Zeitplan sieht einen Start der Software für den April 2015 vor.

Ja, ich muss zugeben, ich finde die Idee des virtuellen Weltraumfluges reizvoll. Einerseits. Andererseits bin ich auch kritisch. Was ist, wenn die Technik beim Flug ins All kaputt geht? Oder die Landung zu hart und/oder zu nass wird? Na ja, Kickstarter-Kampagnen ohne Risiko gibt es nicht. Besonders, wenn man einem Traum der Menschheit nacheifern will. Übrigens – noch ein kleiner Nachtrag für alle Wissenschaftler und „Quizduell“-Spezis da draußen: Den Initiatoren der Kickstarter-Kampagne ist bewusst, dass bei 20 Kilometern Höhe das Weltall noch nicht beginnt, sondern erst bei rund 100 Kilometern.

Bilder: Kickstarter


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

Kommentieren