Vergrabene E.T.-Cartridges: Xbox Entertainment Studios lüften Atari-Mysterium in der Wüste

Felix
von Felix

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Eines der großen Mysterien in der Geschichte der Computerspiele handelt von Atari Game-Cartridges, die in der Wüste von New Mexico begraben liegen. Angeblich hat der einstige Game-Riese dort das (nicht gerade hochgelobte) Atari-2600-Spiel „E.T. The Extra-Terrestrial“ versteckt. Im Rahmen einer Doku der Xbox Entertainment Studios soll das Geheimnis nun gelüftet werden. Mit schweren Maschinen möchte man die Artefakte bergen. Dazu haben nun auch die Behörden grünes Licht gegeben.

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Computer-Märchen

…es war einmal, damals in den 80ern, als die Videospiel-Industrie den Bach runterging. In der Lesart der selbsternannten Game-Historiker leistete Atari dazu einen entscheidenden Beitrag. 1982 veröffentlichte der Computerspiel-Hersteller im Schnellverfahren das passende Spiel zum Erfolgsfilm E.T. von Steven Spielberg. In nur fünf Wochen sollte der zuständige Gamedesigner Howard Scott Warshaw ein fertiges Spiel liefern.

Das Ergebnis wurde dieser kurzen Zeit gerecht und E.T. zum Anwärter für eines der schlechtesten Spiele der Geschichte. Das Problem dabei: Atari rechnete mit einem großen Erfolg und produzierte unzählige Exemplare des unsäglichen Spiels, angeblich sogar mehr Cartridges als es seinerzeit Konsolen am Markt gab. Was dann passierte ist offensichtlich und gilt heute als Anfang vom Ende von Atari: sie blieben nämlich auf ihrem Spiel sitzen.

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Game-Archäologen auf Spurensuche

Bereits im Dezember 2013 nahm sich Microsoft nun indirekt dem Mysterium des vergrabenen Spiels an. Im Rahmen der neu gegründeten Microsoft Entertainment Studios kündigte man nämlich an, mit einer speziellen Doku der Atari-Saga auf den Grund zu gehen.  Dazu wurde Producer Simon Chinn verpflichtet, bekannt aus Filmen wie „Searching for Sugar Man“.

Die Behörden des New Mexico Environment Departments machten diesen Plänen aber zunächst einen Strich durch die Rechnung. Der Grund: Laut einer Studie von 2004 überschritten die Chemikalien im Boden bestimmte Grenzwerte. Nun ist die Genehmigung aber doch noch erteilt worden, unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsstandards, versteht sich.

Die Game-Historiker könnten damit endlich späte Genugtuung erhalten. Was allerdings mit den zahllosen Cartridges passieren soll, darüber ist bisher noch nichts bekannt. Allem Anschein nach ist das aber eher ein nachrangiges Problem. Erst einmal sind wir gespannt auf die Doku.

Bild: Digital Game Museum / Flickr (CC BY-SA 2.0)

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Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.