Google schraubt an der „Mission: Impossible“-Kontaktlinse: Bald Fotos per Wimpernschlag?

Tobias Gillen

MI4

„Mission: Impossible 4 – Phantom Protokoll“ gesehen? Dann dürfte euch der Inhalt des nun veröffentlichten Patentantrags von Google aus dem Herbst 2012 bekannt vorkommen. Denn Google möchte sich die Idee einer fotografierenden Kontaktlinse sichern lassen.

High-Tech-Kontaktlinse

Tom Cruise und seine Crew nutzen die Kontaktlinse, um einen Verdächtigen in einer großen Menschenmenge zu identifizieren. An einer anderen Stelle kommt sie zum Einsatz, um geheime Dokumente abzufotografieren und drahtlos an einen Drucker in einem Koffer zu senden. Öffnet das Gegenüber den Koffer, liegen dort 1:1 die gesehenen Dokumente drin. Für Google dürfte es andere Entwicklungsanreize geben – Geld wäre etwa einer davon.

Schon länger experimentieren Konzerne, darunter nicht nur Google, mit weiterentwickelten Kontaktlinsen: Mitte Januar stellte Google ein Exemplar vor, das den Blutzuckerspiegel anhand von Tränen analysieren und per Nachricht an ein Smartphone senden soll, amerikanische und finnische Forscher stellten schon Ende 2011 eine Kontaktlinse vor, die Bilder ins Auge projizieren kann – und das Startup Innovega hatte auf der Consumer Electronics Show (CES) im Januar in Las Vegas schon einen ersten Prototypen dabei.

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Erweiterung des Blickfeldes

Googles aktueller Patentantrag soll das Aufnehmen von Bildern – wie in „Mission: Impossible 4“ – per Wimpernschlag möglich machen und die Bilder anschließend entweder an ein verknüpftes Smartphone senden oder direkt vor dem Auge anzeigen können. Letztlich wäre diese Erweiterung des Blickfeldes ohne Datenbrille die logische Weiterentwicklung von Google Glass.

Aber auch für Sehbehinderte soll die Hightech-Kontaktlinse ihren Nutzen haben, wie „heise“ weiß: So könne die Tageslinse etwa an Ampeln das Geschehen analysieren und per Signal auf das Smartphone vor sich nähernden Autos warnen. Betrieben werden könnte die Linse von einem Solarelement. Und – nicht zu vergessen – auch die Pornoindustrie hat sicher ein paar Ideen, wie sich eine solche Linse verwenden ließe, sollte diese irgendwann auch Bewegtbilder aufnehmen können.

Insgesamt klingt das alles zwar noch sehr nach Science-Fiction, darf angesichts der enormen Fortschritte auf diesem Markt aber als durchaus realistisch gelten. Bis es soweit ist, können wir ja uns ja weiterhin an den Hightech-Linsen aus Hollywood erfreuen, etwa an der hier:

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Bilder: Screenshots

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.