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#OMG: Der „Cat-Simulator“ sucht nach Geldgebern auf Kickstarter

Früher, da saß man als Gamer vor seinem „Flight Simulator“ oder anderen seriösen Simulationen, und spielte spannende Berufe nach. Heutzutage sind dagegen kuriose Titel wie „Landwirtschafts-Simulator“ oder „Kehrmaschinen-Simulator“ gang und gäbe – und schon nicht mehr skurril genug. Deswegen muss neuer, verrückter Nachschub her. Der könnte in Form des frisch enthüllten „Cat-Simulator“ kommen.

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WTF: Crowdfunding für den „Katzen-Simulator“

Kein Scherz: Es befindet sich wirklich ein Spiel mit dem Namen „Cat-Simulator“ in der Entwicklung. Damit das Projekt als fertiges Produkt das Licht der Welt erblicken kann, sucht der Entwickler MemeChimp auf Kickstarter nach Unterstützern. Mindestens 20.000 kanadische Dollar (zirka 13.000 Euro) will er über die Crowd zusammen bekommen, um die Katzen-Simulation fertig zu entwickeln.

Wobei … „fertig entwickeln“ klingt so, als wäre der „Cat-Simulator“ in einem fortgeschrittenen Zustand. Ist er aber nicht. Zumindest wenn man dem Produkttext auf Kickstarter glauben kann. Demnach sei man aktuell im frühen Alpha-Stadium, man habe schon erste 3D-Modelle von Katzen erstellt und diese rudimentär animiert – was man an diesem Video sehen kann:

Viel heiße Luft?

Viel mehr gibt es bislang noch nicht. Dafür sprudelt MemeChimp vor Ideen über: In dem Spiel soll man in der Haut einer Katze Mäuse und Ratten jagen, auf Bäume klettern und – O-Ton – kacken können. Der „Cat-Simulator“ könnte für PC, Mac, Linux, iOS und Android erscheinen, eine Oculus-Rift-Unterstützung wäre auch möglich, ein Mehrspieler-Modus und Katzen-Modifikationen seien eh angedacht. Das klingt ja alles ganz gut und interessant – aber ist das auch realistisch? Ich zweifle daran!

Einerseits, weil ich noch nie etwas von einem Spiele-Entwickler namens MemeChimp gehört habe. Die Firmen-Webseite, die nur aus Memes besteht, unterstreicht meine Zweifel. Dazu kommt die Auflistung der Dinge, die man mit dem Kickstarter-Geld finanzieren möchte: Neben den Personalkosten steht da auch „Lizenzen für Unity-Engine besorgen“. Was? Ein Game Developer ohne Unity-Lizenz? OMG!

Das alles lässt mich zweifeln, dass es den „Cat-Simulator“ jemals geben könnte. Für mich klingt das nach einem Scherz. Oder nach den ambitionierten Ideen eines Developers, der auf den gerade angesagten Zug der kuriosen Simulatoren-Entwicklungen aufspringen will. Verständlich: Nachdem der „Goat-Simulator“, der eigentlich nur ein Dummie für Testzwecke war, mit der Macht der Masse zum echten Spiel wurde, und der „Bear-Simulator“ durch Crowdfunding über 100.000 US-Dollar einsammeln konnte, scheinen die Gamer aktuell scharf auf verrückte Ideen zu sein. Da kommt der „Cat-Simulator“ gerade richtig. Zumal #CatContent ja immer zieht.

Auch wenn ich eine Fertigstellung des „Cat-Simulator“ anzweifle – zumindest in einer hinnehmbaren Qualität – so scheinen das die Crowdfunder anders zu sehen. Das Projekt läuft noch bis zum 3. Juni und hat jetzt schon (Stand: 25. April, zirka 10 Uhr), schon 10% der erforderlichen Summe eingespielt. Somit ist es annehmbar, dass MemeChimp ihr Ziel bald erreichen werden. Leider? Oder zum Glück? Das wird sich zeigen.

Bilder: MemeChimp


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

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