„Fish on Wheels“: Einer der dümmsten Kickstarter-Kampagnen, die es jemals gab

Jürgen Kroder

Vom Remake einer ZX-Spectrum-Tastatur bis zum „Cat-Simulator“: Crowdfunding-Plattformen sind ein Hort verrückter Ideen. Genau deswegen lieben wir sie und berichten gerne über skurrile Projekte. Doch die Kampagne von „Fish on Wheels“ schlägt dem Fass den Boden aus. Oder besser gesagt: Sie gibt dem Wassertank motorisierte Räder.

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Fahrende Schuppentiere – was?!? WTF!

Was macht ein Fisch in einem Aquarium? Er schwimmt, frisst, schläft und stirbt irgendwann. Wenn es nach den Vorstellungen der Niederländer von Studio diip geht, dann kommt noch eine Aktion hinzu: Der Fisch soll durchs Wohnzimmer fahren. In seinem Aquarium. Mit ihm am „Steuer“. Ja, an dieser Stelle ist ein lautes WTF richtig angebracht!

Das Ziel von Studio diip ist es wirklich, ein Aquarium in die Serienreife zu bringen, bei dem der Fisch lenkt. Hierzu wird das Wasser-Behältnis auf einen motorisierten Untersatz geschnallt. Eine Kamera filmt den Fisch, wodurch ein Computer anhand von Schwimmbewegungen berechnet, wohin das Gefährt fahren soll. Dementsprechend bestimmt das Tierchen, wohin das „Fish on Wheels“-Konstrukt fährt.

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Ein Scherz? Könnte man meinen. Aber zumindest scheint es den Tüftlern so weit ernst zu sein, dass sie erstens wirklich einen Prototypen gebaut haben. Den kann man in diesem Video in Aktion sehen:

Schwache Unterstützung. Zum Glück?!

Zweites Indiz, dass das Projekt mehr als nur ein Scherz ist: Die kreativen Holländer suchen auf Kickstarter nach monetären Unterstützern, um mit „Fish on Wheels“ marktreif verkaufen zu können. 199 Euro soll das fertige Produkt für Early-Bird-Unterstützer kosten. Sofern die benötigten 40.000 Euro zusammen kommen. Danach sieht es bislang nicht aus: Zehn Backer haben insgesamt lediglich 18 Euro gespendet.

Na ja, vielleicht finden sich bis zum Ende des Kickstarter-Projekts (29. Mai) genügend Verrückte Interessierte, um „Fish on Wheels“ zum Massenprodukt werden zu lassen? Was das bedeutet – oh je, ich mag es mir gar nicht ausdenken: Statt Katzen, Hunden und Putz-Robotern bewegen sich dann auch Fische durch unsere Wohnungen. Wollen wir das?

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Bild: Studio diip / Kickstarter

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.