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Google gibt sich zugeknöpft und schmeißt Mizuu aus dem Play Store

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geschrieben von Tobias Gillen

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Da zeigt sich Google aber zugeknöpft momentan: Die App Mizuu wurde aus dem Google Play Store entfernt, weil sie gegen die Bedingungen von Google verstößt. Im konkreten Fall geht es um die Bereitstellung von „sexually explicit material“, wie Google in einer E-Mail-Benachrichtigung an das Mizuu-Team sagt.

Cover aus der Datenbank

Der Hintergrund: Mit Mizuu kann man Videomaterial von verknüpften Geräten anschauen. Dieses Videomaterial kann man mit Informationen und Covern von themoviedb.org/ unterfüttern und somit auch optisch ansprechend darstellen. Habe ich also einen Spiderman-Film auf meinem Tablet, sehe ich auch das Spiderman-Cover, die Film-Infos und Co. Eben daran stört sich nun aber Google.

Denn wie es halt bei Filmdatenbanken so ist, sind dort möglicherweise auch Filme dabei, deren Cover nackte Haut zeigen können. Bei Mizuu muss man, um auf diesen Teil der themoviedb.org-Datenbank zuzugreifen, erst eine Altersbegrenzung in den Einstellungen entfernen – diese Option ist also vorerst deaktiviert. Google stört es trotzdem und jagt die App aus dem Store. Fraglich ist nun wirklich, ob man bei Filmcovern zwingend von „sexually explicit material“ sprechen muss. Und: Wenn ein Film auf dem Gerät ist, zu dem dieses Cover gehört, dann ist das Cover wohl das kleinere Übel.

Re-upload die letzte Möglichkeit?

Michell Bak von Mizuu beschwert sich über das Vorgehen von Google in ihrem Blog und auf Google+. Eine Anfrage bei Google wurde zurückgewiesen. Auf Facebook schreibt Mizuu: „Hi guys! I’ll have a solution ready later today. Keep an eye out on the site!“ Näheres ist noch nicht bekannt. Im Google+-Posting heißt es hingegen – auch unter dem Hinweis, dass man der Logik nach auch jeden Browser sperren müsste:

I plan on re-uploading Mizuu to Google Play in the near future. It’ll be available under a new package name, but this sadly means that all existing users will have to purchase it again and that the application loses its 4.7 star rating. Worst of all is that there’s absolutely nothing I can do about it.

Wenn es Neuigkeiten gibt, ergänzen wir.

Bild: Screenshot Mizuu


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

4 Kommentare

  • Wenn ich dann mal so bestimmte Begriffe in der Google- Bilder-Suche eingebe, frage ich mich in Anbetracht der angezeigten Ergebnisse, warum sich Goggle da nicht selber auch aussperrt 🙂

  • Die Geschichte scheint mir so unwahrscheinlich, dass ich eher glaube, da ist etwas Übersehen worden. Sollten das die einzigen wahren Fakten sein, schießt mir wieder der Gedanke durch den Kopf, ob es nicht sinnvoller wäre diese monopolähnliche Struktur von google zu zerschlagen.
    Da Google in gewisserweise auch Infrastrukturaufgaben wahrnimmt, ob man nicht Sorge dafür trägt, ob diese nicht nationalstaatlich parallel erledigt werden.

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