Neues Schweizer Solarflugzeug absolviert Jungfernflug

Felix
von Felix

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In der Schweiz arbeitet ein Team von Ingenieuren an der Entwicklung eines Solarflugzeugs. Solar Impulse heißt es und hat vor einigen Jahren bereits die ersten Testflüge absolviert. Ziel ist es, nur mit Hilfe von Sonnenenergie die Welt zu umrunden. Die erste Version des Fliegers kam jedoch noch nicht sonderlich weit.

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Mit der nun vorgestellten Version Solar Impulse 2 soll sich das aber nun ändern. Zumindest machte das Solarflugzeug beim ersten Testflug vom schweizerischen Militärflughafen bei Payerne eine gute Figur.

Üppige Konstruktion

Über 72.000 Solarzellen sind in der Solar Impulse 2 verbaut. Mit 135 Micron sind die Zellen so dünn wie ein Menschenhaar und sie sind deutlich leistungseffizienter als herkömmliche Solarzellen, die beispielsweise auf Häuserdächern verbaut werden.

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Mit einem Gewicht von 2,3 Tonnen ist das Flugzeug zwar ein Leichtgewicht, es hat aber eine enorme Spannweite von 72 Metern. Das ist fast soviel wie bei einem Airbus A380, der bringt jedoch mit 560 Tonnen Startgewicht um einiges mehr auf die Waage.

Schrittweise Entwicklung

Seit 2011 arbeitet man nun unter der Leitung der beiden Abenteurer Bertrand Piccard und André Borschberg an der Entwicklung des aktuellen Modells. Im Vergleich zur ersten Version hat sich dabei einiges getan. Nicht nur die Spannweite ist noch einmal um knapp 10 Meter gewachsen, das neue Modell ist auch deutlich schwerer als zuvor, kann aber dafür eine größere Nutzlast tragen.

Verändert hat sich auch insbesondere das Cockpit. Mit 3,8 m³ ist es deutlich größer als zuvor und besitzt nun auch einen Business-Class-Sitz. Damit kann sich der Pilot auf der mehrtägigen Reise voll ausstrecken. Zudem haben die Entwickler die Stromkreise wasserdicht gemacht, ab sofort kann also auch bei Regen geflogen werden.

Das Problem ist der Pilot

Vor allem für die Piloten ist das Projekt Weltumrundung eine besondere Herausforderung. Einen Co-Piloten gibt es schon aus Gewichtgründen nicht und sonderlich schnell ist das Flugzeug auch nicht. Je nach Flughöhe soll es zwischen 90 und 140 Kilometer pro Stunde schaffen.

Gefolgen wird deshalb in Etappen, bei denen sich Picard und Boschberg zwar abwechseln wollen, trotzdem wird die längste Etappe über den Atlantik wohl drei Tage in Anspruch nehmen. Mit speziellem Yoga, Atem- und Schlaftechniken möchten sie sich antrainieren, mit sechs Mal 20 Minuten Schlaf pro Tag auszukommen. Das klingt nach einer unbequemen Herausforderung, der man sich aber bereits im nächsten Jahr stellen will.

Der Testflug war jedenfalls jetzt schon ein voller Erfolg. Nach über zwei Stunden Flugzeit landete Testpilot Markus Scherdel die Solar Impulse 2 sicher auf dem Militärflughafen.

Bild: Solar Impulse

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