„TravelByDrone“: Die Welt aus der Luft bereisen

Jürgen Kroder

Wer die Welt sehen will, ohne einen Fuß vor die Haustüre zu setzen, hat dank Internet viele verschiedene Möglichkeiten dazu. Zum Beispiel, indem man sich Webcams mit Livestreams anschaut. Oder indem man mit Google Street View virtuell durch die Straßen fremder Städte läuft. Mit dem nicht-kommerziellen Projekt „TravelByDrone“ kommt eine weitere Möglichkeit dazu, die ich ganz reizvoll und schön finde.

travelbydrone

Ungewöhnliche Perspektiven

Wie es der Name besagt, erlebt man bei TravelByDrone.com die Welt aus der Luft, aufgenommen durch Dronen. Bei den Videos handelt es sich nicht um Livestreams, sondern um fertiges Material – meist um Youtube-Videos. Diese sind über eine Google-Maps-Karte aufrufbar. Einfach den gewünschten Ort ausgesucht, Pinnadel angeklickt, schon kriegt man beispielsweise faszinierende Bilder von Paris, wie es sonst keiner zu Gesicht bekommt.

Vereinfacht gesagt: „TravelByDrone“ ist ein Sammelsurium von Dronen-Videos, die rund um den Globus aufgenommen wurden. Aber das klingt zu simpel. Denn die Macher der Webseite haben besondere Ansprüche an die Youtube-Clips.

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So ist ihnen wichtig, dass es Videos von Drohnen, nicht mit Drohnen sind! Werbevideos von Fluggeräte-Herstellern, die vielleicht auch tolle Landschafts-Aufnahmen bieten, sind hier nicht zu sehen. So will man Schleichwerbung vermeiden. Genauso unerwünscht sind eine schlechte Bildqualität, Indoor-Aufnahmen oder Material von militärischen Fluggeräten.

Zudem ist dem Webseiten-Betreiber Jan Hiersemenzels die Auswahl der Locations wichtig. Wie er in einem Interview mit Welt.de unterstrich, gibt es bei „TravelByDrone“ keine Nacktbadestrände oder dergleichen zu sehen. Man wolle stets die Privatsphäre jedes einzelnen wahren.

Mehr davon, bitte!

„TravelByDrone“ ist aus meiner Sicht ein interessantes Projekt, das stetig wächst. Den Traum, dass man hiermit die ganze Welt aus ungewöhnlicher Perspektive erleben kann, ohne selbst reisen zu müssen, kann sie aber noch nicht erfüllen. Während es in Deutschland sehr viele Pins mit Videos gibt, sieht es in anderen Ländern ziemlich schlecht aus.

In vielen arabischen und asiatischen Staaten gibt es sehr wenige bis gar keine Stecknadeln. Ich vermute mal, das hat zwei driftige Gründe: Die mangelnde Verbreitung von privaten Kamera-Dronen in diesen Ländern, und die Sperrung von Youtube. Hoffentlich wird sich das bald ändern!

Bild: Screenshot

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.