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Tamagotchi 4U: Rückkehr der digitalen Haustier-Plastikeier

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geschrieben von Sven Wernicke

Mitte der 1990er Jahre eroberte das Tamagotchi die gesamte Welt. Auch hierzulande spielten Groß und Klein mit dem Plastikei, in dem ein digitales Haustier steckte. Das Spielzeug feiert mal wieder ein Comeback – mit Tamagotchi 4U bald in Japan.

Vier Farben und moderne Technik.

Früher

Wir erinnern uns: 1997 sorgte das Tamagotchi in hiesigen Gefilden für Aufsehen. Denn auf einem kleinen Monochrom-Display wollte ein süßes Tierchen gepflegt werden. Spielen! Füttern! Waschen! Wer die virtuelle Kreatur vernachlässigte, hatte ein fiktives Leben auf dem Gewissen. Irgendwann war die Luft raus – spätestens, nachdem die Batterie leer war. Vor ziemlich genau zehn Jahren versuchte es Bandai mit dem Nachfolger Tamagotchi Connexion noch einmal, über Infrarot konnten mehrere Geräte miteinander verbunden und so Gegenstände zwischen Spielern ausgetauscht werden.

Kurioserweise erfreuen sich die Tamagotchis in Japan unverändert größerer Beliebtheit. Anders kann man die Nachfolger wie Tamagotchi ID und Tamagotchi P’s, die beide Farbdisplays und Infrarotschnittstelle für Handys besitzen, nicht erklären. In Europa kamen sogar dieses Jahr die Tamatotchi Digital Friends in den Handel. Diese aber setzen – wie das fast 20 Jahre alte Original – auf einen monochromen Bildschirm, aber dafür zusätzlich auf NFC. Genauso wie der neueste Tamagotchi-Spross namens Tamagotchi 4U.

Für dich! Für mich?

Das Tamagotchi 4U erscheint am 27. September 2014 im Land der aufgehenden Sonne. Ob Bandai auch Europa und USA beglückt, ist gegenwärtig noch unklar. Dabei klingt die aktuellste Version schon verlockend: Längst ist die Technik auf der Höhe der Zeit: Das Farb-LCD stellt das Geschehen dar, dank Near-Field-Communication (NFC) ist eine Kommunikation mit anderen Tamagotchi 4U-Besitzern möglich. Hierzu hält man einfach zwei Spielzeuge aneinander, schon werden beispielsweise Gegenstände, Essen oder gar Outfits der Haustiere übertragen bzw. getauscht. Auch eine Anbindung an Smartphones und damit ans Internet ist möglich und vorgesehen. Dadurch besteht die Option, in einem Shop neue Gegenstände zu erwerben – sicherlich gegen Bezahlung. Interessant ebenfalls: An besonderen NFC-Hotspots, zum Beispiel an öffentlichen Orten oder gar im Spielwarengeschäft, gibt’s kostenlose Geschenke für Tamagotchi 4U-Spieler.

Dennoch: Am grundlegenden Konzept ändert sich auch beim Tamagotchi 4U nichts. Auch hier pflegt und hegt man sein Pet, schaut ständig auf das farbige (diesmal in Rosa, Lila, Blau und Weiß) Ei und heftet dieses mittels separat erhältlichem Zubehör sogar an die eigenen Klamotten. Damit sieht jeder, dass man ein Tamagotchi 4U besitzt und dafür umgerechnet über 40 Euro ausgegeben hat. Günstig ist das Gadget also nicht.

Ob sich Bandai bemüht, die neuesten Tamagotchi-Modelle in den europäischen Handel zu bringen? Das ist noch unklar. Aber wieso eigentlich nicht? Die Spieler von damals sind vielleicht aus dem Alter raus, doch die Kids von heute? Oder wollen die lieber gleich ein Smartphone mit Pou?

Bilder: Bandai Japan


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Über den Autor

Sven Wernicke

Sven liebt Gadgets. Vor allem verspielte, verrückte, aber auch lustige, unkonventionelle und praktische. Er hat 2014 ein paar Beiträge zu BASIC thinking beigesteuert.

5 Kommentare

  • Ich erinnere mich. 97 standen wir auf dem Preikestolen (im Lederkombi *schwitz*) und da saßen die Kids und fummelten mit dem Ding herum. Erinnert mich iwie an heutige Smartphonezombies. 😉
    Mich wundert das es die Geräte noch gibt, wo man heute so etwas locker mit einer App abdecken könnte.

  • Ich erinner mich als ob es gestern wäre, wie ich damals als Kind mich rührend um das kleine Tamagotchi gekümmert hab. Hätte ich eigentlich mal wieder Lust zu.

  • Also ich hab einige Farbtamas und auch das 4u und 4u+ ich find sie Klasse vor allem mit den ganzen Zubehör… Andere spielen am PC Fallout und ich pflege meine kleinen niedlichkeiten.. Ich kann es jeden Fan von damals empfehlen.

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