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3,99 pro Monat: EA Gaming-Flatrate für Xbox One – Top oder Flop?

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geschrieben von Felix

Spielehersteller Electronic Arts hat einen neuen Spieleservice angekündigt. Per monatlichem oder jährlichem Abo bekommen Gamer Zugriff auf zunächst vier bekannte Titel. Das Angebot richtet sich exklusiv an Xbox One Nutzer. Neben Rabatten im Xbox Games Store erhalten Mitglieder des neuen Services zudem Testzugänge bereits vor der Veröffentlichung. Ein tolles Angebot, trotzdem sollte man besser zwei Mal überlegen, ob man wirklich ein Abo bei einem einzelnen Spielehersteller abschließen will.

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Neue Wege

EA hat in der jüngeren Vergangenheit nicht gerade mit besonders vielen positiven Nachrichten auf sich aufmerksam gemacht. Immerhin laufen die Geschäfte nun wieder besser. Mit dem neuen Abo möchte man nun offenbar noch stärker aufholen.

Die Preisstruktur von EA Access ist einfach: mit 3,99 Euro pro Monat oder 24,99 im Jahr ist man dabei. EA vertreibt die Mitgliedschaften selbst, aber auch über GameStop und Amazon.

Begrenzte Spieleauswahl

Klein aber fein ist die aktuelle Spieleauswahl. Momentan ist von FIFA 14, Madden NFL 25, Peggle 2 und Battlefield 4 die Rede. Die Access-Seite lässt vermuten, dass auch andere Titel wie z.B. UFC oder NBA Live 14 dazu kommen.

Für NHL 15 und Dragon Age: Inquisition sind zudem die exklusiven Testzugänge angekündigt. Ein tolles Feature dabei: die Spielstände werden ganz normal gespeichert, so dass auch nach dem eigentlichen Release nichts verloren geht. Man kann also einfach beim aktuellen Spielstand weiterzocken. Die ersten Testzugänge sind bereits freigegeben. Der eigentliche Start folgt bald.

Abofalle?

EA legt mit seinem Access-Service ein schickes Paket vor. Umfang, Preis und Konditionen sind insgesamt recht fair kalkuliert. Das Abo kann laut AGB beispielsweise jederzeit und aus beliebigem Grund gekündigt werden.

Interessant könnte das Angebot aus meiner Sicht aber auch deshalb sein, weil man sich den Kauf von zahlreichen der hochpreisigen Spiele spart, die man ohnehin nicht lange spielt. Ein Spiel wie Uncharted beispielsweise spielt man eher zu Ende und legt es dann in die Ecke. FIFA packt man hingegen eher aus, wenn Freunde zu Besuch kommen. Im Moment liegt der Fokus verstärkt auf der letzteren Kategorie von Spielen. Es ist zu vermuten, dass man damit Spieler langfristig im Abo halten möchte.

Auch die Tatsache, dass es sich um ein Abo handelt ist nicht unbedingt optimal. Ich selbst bin kein großer Abo-Freund, einfach schon deshalb, weil ich am Ende zu faul bin, es zu kündigen. Office, Spotify, Netflix, die Abos werden immer mehr.

Ökonomisch macht das zwar für Unternehmen sicherlich Sinn, Insellösungen einzelner Hersteller sind aber eben nur suboptimal. Besser wäre deshalb aus meiner Sicht ein Deal von Microsoft selbst gewesen, der per Abo alle möglichen Hersteller im Shop integriert. Aber das bleibt vermutlich mehr Wunschtraum als eine realistische Option.

Bild: EA


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Über den Autor

Felix

Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.

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